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Agora Bilddiskussion intensiv


Community Manager , Köln

draußen schneit es ...

Hier wird das Projekt erklärt: http://tinyurl.com/5wr3zvg

Dies ist ein Bild, das ich sehr mag. Es ist indoor in der Wohnung des Models mit (wenig) "available light" entstanden. Der Himmel war sehr verhangen und draußen schneite es leicht, so dass die Rahmenbedingungen eigentlich schwierig waren. Trotzdem oder gerade deshalb mag ich die Stimmung auf dem Bild sehr gerne.

Marke: Sony
Modell: DSLR-A700
Objektiv: 30mm
Blende: f4
Verschlusszeit: 1/60s
ISO: 1000
Belichtungsmessung: Spot

Kommentare 46

Die Diskussion für dieses Foto ist deaktiviert.

  • Agora Bilddiskussion intensiv 23. Februar 2011, 17:08

    Diese Diskussion ist jetzt geschlossen und wird mit einem neuen Bild hier fortgesetzt:

    Reflexion der Perspektive
    Reflexion der Perspektive
    Agora Bilddiskussion intensiv


    Danke für die faire und intensive Beschäftigung mit der Fotografie. Die Meinungen gingen ja sehr weit auseinander und da ist es besonders "lobenswert", dass man sich nicht persönlich angegriffen hat.

    Der Fotograf möchte anonym bleiben merkt aber Folgendes an: "Ich möchte mich bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Diskussion für die ausführlichen Anmerkungen bedanken. Die unterschiedliche Wirkung und die verschiedenen Interpretationen waren für mich sehr interessant. Auf viele Sichtweisen wäre ich selbst gar nicht gekommen."

  • Künzelmann 23. Februar 2011, 9:44

    Ich kann mich in vielen Punkten den Kritikern nicht anschließen. Aber das passt zu der aalglatten Fotografie, die gerade im Akt- und Portraitbereich in der fc angeboten wird. Wahrscheinlich ist man nicht in der Lage, Spannungsbögen auszuhalten, Widersprüche aufzuführen und mal zum Nachdenken anzuregen. Das ist politisch in diesem Land so und das zeigt sich auch in der Fotografie. Ich weiß, wovon ich spreche. Ich habe jahrelang Akt- und Portraitfotografie gemacht, mit allem drum und dran, war bei Fotoshootings und -workshops, machte eigene Arbeit mit Fotomodellen usw. Davon habe ich nie hier etwas ausgestellt. Weil ich irgendwann feststellte, dass es einfach zu oberflächlich ist. Mich begannen die Dinge hinter den Kulissen zu interessieren allerdings nicht mehr mittels der Fotografie. Ich habe hier z.B. noch nie wirklich gute Reportagefotografie erlebt. Traut sich da niemand ran? Naja, jedenfalls haben wir es im vorliegenden Bild mit Widerspüchlichkeit zu tun. Den Anspruch nämlich, ein gutes erotisches Aktfoto zu machen und einerseits ein hübsches Model mit Ausstrahlung zu haben, vielleicht auch die wage Idee von einem Bildaufbau mit der Einstellung, mal sehen, was sich so entwickelt, und andererseits aber offenbar Rahmenbedingungen, die Unbehagen hervorrufen. Dies festzuhalten und hier zu zeigen, finde ich mutig. Das Leben ist nunmal nicht perfekt, auch wenn wir es immer gern so haben wollen.
    Genau das ist das Tragikkomische. Genau das ist es, was uns Unbehagen bereitet. Wir mögen keine unbequemen Kinder, wir mögen keine unerotischen Menschen, wir mögen keine hässliche Armut usw.
    Wir mögen alles aalglatt. So wie den Herrn K.T.zu Guttenberg, der sich ein Ding nach dem anderen leistet und immer noch vom Volk geliebt wird - angeblich. In meinem Bekanntenkreis kenne ich niemanden.
    Wir sollten aufhören, auch in der Fotografie, uns etwas selbst vorzumachen und uns weiter selbst zu belügen und uns die Dinge schön zu reden.
  • Olaf Hüttemann 23. Februar 2011, 7:44

    Es ist schon bezeichnend für die fotocommunity, daß als zweites Foto ein Teilakt genommen wird. Darauf ist unser Auge am besten geschult. Durch Werbefotografie, Musikvideos und ähnliches haben wir die richtigen Abziehbilder im Kopf, um zu vergleichen, ob dieses Foto die Erwartungen erfüllt. Schon wird das Model gecastet die Formen und Bodyindex abgeschäßt und am Gesicht Kritik geübt (oder gleich im begelegten Beispielfoto ganz abgschnitten). Alles andere ist Stimmungsbild.
    Ich frage mich dabei immer warum man in dieser Weise Fotos macht. Wofür habe ich hinterher das Foto? Hat es Spaß gemacht das Foto zu machen und zeigt sich diese Lebensfreude auch?
    Oder hat das Foto eventuell einen künstlerischen Aspekt? Indem es eine andere Sichtweise des Themas zeigt?

    Wieder ein Foto daß ich nicht verstehe.

    Beste Grüße, Olaf
  • asphaerisch 23. Februar 2011, 6:24

    Das Bild lebt von den Gegensätzen, motivisch wie fotografisch. Diese Gegensätzlichkeit sorgt auch dafür, dass es polarisiert- die Gegenlichtsituation überfordert die Kamera und diejenigen, die es schrecklich fnden, wenn Lichter ausreissen, haben hier ordentlich zu meckern. Andere verstehen das ausreissende Licht als Gestaltungselement und beides hat sicherlich eine Berechtigung als Sicht.

    Auch beim Motiv scheiden sich die Geister. Die Frau ist keine 20 mehr aus Sicht der einen oder hat Reife und Charakter entwickelt für die anderen. Beides kann man mit guter Begründung darin sehen. Ich finde das Model begehrenswert und die Art der Aufnahme hat für mich durchaus auch pornografischen Charakter- was keine Kritik sondern ein Kompliment ist, Darstellungen nackter Frauen lagnweilen mich meist nur.

    Aus meiner Sicht gibt es eine starke sadomasochistische Komponente in dem Bild. Die allererste Assoziation beim Betrachten waren die üblichen Darstellungen des Hl. Sebastian oder eines Jesus bei der Geiselung. Es ist eine sehr oft verwendete Pose die in vielen katholischen Kirchen so zu finden ist.

    Ich habe keine allzu grosse Meinung zu dem Bild, ausser, dass es interessant ist in dem Sinne, als es eben polarisiert- das gehört mit zum Besten was ich über ein Bild sagen kann, es langweilt nicht.

    "Fehler" sehe ich hier keine, ich hätte es sicherlich anders fotografiert und geschnitten, aber es gibt viele Wege zum interessanten Bild. Die Verlässigung von Regeln finde ich gut, den Einsatz weniger Mittel auch, Gegenlicht sowieso (weil schwierig und -wie hier- die spannendste Lichtsituation). Lernen kann man hier u.a., dass Licht von hinten die Silhouette bei einem Akt schmaler machen kann und das Model optisch streckt.

    Die Gardinen deuten ein Fenster an und das erhöht die Spannung: steht gerade ein Spanner auf der anderen Seite der Scheibe? Was sieht man von draussen? Das bedient natürlich den Voyeur in uns Fotografen.

    In dem Bild wird wenig gezeigt und erzählt, nichts erklärt. Der Betrachter findet hier eine Projektionsfläche für eigene Geschichten und das ist es, was an so einem Foto fasziniert.



  • Hans Link 23. Februar 2011, 0:15

    @Bogi:
    Diese Frau kommt erkennbar auf niemanden zu, sie steht. Ich habe auch kein Wort über ihre verführerische Bekleidung verloren, sondern von ihrer Pose gesprochen, ihrer Haltung also, die für mich (habe ich auch geschrieben) keinen Sinn macht im Verein mit der Bedeckung ihrer Brüste. Und mein Leben ist tatsächlich so arm, dass ich mir keinen Grund für eine Standard-Fotografiert-Werden-Pose zusammen mit den Händen vorm Busen vorstellen kann als eben das Fotografiertwerden.
    LG Hans
  • Gonsa 22. Februar 2011, 23:51

    Noch mal ich.

    Den einen ist es also "zu" unterbelichtet, "zu" überbelichtet, "zu" unprofessionell, "zu" unbunt, "zu" verpost usw....
    Sie sehen Technik, (schlechte) Ausführung, nicht erreichtes Hochglanzniveau. Sie ertragen die Umsetzung nicht, sehen überall Mängel, die es abstzustellen gilt, die man "besser" machen sollte!!!
    Sie haben in ihren Augen "hohe" Erwartungen an Bilder, die dieses Bild nicht erfüllt.
    Daher: Ablehnung. Ablehnung in dieser Form ist das Resultat verhärteter Denkmuster.
    Sie sind nicht bereit, ihren Blick zu öffnen, eigene Erwartungen zu überprüfen und das Bild zu sich sprechen zu lassen! Oder sie können es einfach nicht. Egal. Diesen Leuten gefällt dieses Bild einfach nicht. Warum auch immer.

    Die anderen suchen. Sie suchen die Geschichte im Bild, lassen das Bild zu sich sprechen. Sie hinterfragen, was für Gründe es denn gehabt haben könnte, dass die Belichtung so ausgefallen ist, das Posing in dieser Art eingefangen wurde. Sie be- und verurteilen nicht. Sie halten aus.
    Gefallen - Nichtgefallen spielt keine Rolle.
    Die Dinge SIND einfach.
    Und die Dinge erzählen Geschichten für diejenigen, die bereit sind hin zu schauen.

    Harte Kritik bringt die Dinge voran, behauptet man.
    Doch manchmal oszilliert sich Kritik selbst, wird zum Selbstläufer und verhindert, den Blick in eine andere Richtung zu lenken um neue Dinge zu entdecken.

    Harte Kritik beinhaltet immer auch Ablehnung, Trennung vom Gegenüber.
    Es entsteht Unverbundenheit.
    Und das ausgerechnet bei einem Bild, welches allen voran zur Verbundenheit auffordert, zur Weichheit der Gedanken, zum Sich-Hineindenken.

    Aber beide Sichtweisen sind was sie sind: menschlich.
    Keiner hat recht.
    Keine Sichtweise ist besser oder schlechter.
    Sie sind einfach nur: spannend!

    Ich mag das Bild, mittlerweile. Es ist eine "Seh-Aufgabe" mit Spätzündung und Nachhaltigkeit.

    edit: AdrianG hat es wunderbar mit wenigen Worten ganz schlicht auf den Punkt gebracht! Danke!!!
    ;)
  • AdrianG 22. Februar 2011, 23:40

    Vielleicht ging das Bild einfach in die Hose. Wenn nicht, wurde es von einem sehr einfühlsamen Menschen und ausgezeichneten Fotografen gemacht.
  • Hans Link 22. Februar 2011, 19:01

    Ich staune über die schiere Menge dessen, was zu diesem Foto geschrieben wurde. So wie ich es sehe, hat es aber keine ausführlichere Dieskussion verdient:

    Technisch ist es misslungen. Da, wo Licht ist, gibt es nichts zu sehen, und wo es etwas zu sehen gibt und ich etwas erkennen möchte, ist zu wenig Licht.

    Das Motiv ist genauso misslungen. Wozu nimmt eine Frau eine gefällige bis verführerische Pose ein und verdeckt gleichzeitig die Brüste etwas krampfhaft mit den Händen? Ich kann mir keinen Grund vorstellen, es sei denn den, dass sie in Ersterem den Anweisungen des Fotografen folgt, aber nicht bereit ist, ihre bloßen Brüste fotografieren zu lassen. Also das falsche Modell für das Foto. Und den Gesichtsausdruck kann ich wegen des Lichtmangels nicht richtig beurteilen.

    LG Hans
  • Philipp Baumann 22. Februar 2011, 17:36

    Ich hab es nun schon sehr oft angesehen - immer wieder mal nur ein paar Sekunden, mal ein paar Minuten. Langsam wird mir auch klarer, was ich vielleicht anders gemacht hätte. Für mich ist es der Schnitt bzw. die Position des Models im Bild. Ich hätte wohl ein Hochformat daraus gemacht. Gerade links vom Model stört mich diese große Weißfläche.

    Positiv empfinde ich die Pose des Models - ebenso wie den Gesichtsausdruck. Evtl. hätte ich aber noch versucht, das Gesicht etwas aufzuhellen.

    ]LG Philipp

    EDIT:
    Ok - im Quadrat find ichs noch besser:
  • Karl Steiner KS 22. Februar 2011, 15:40

    naja so wirklich kann ich mit dem Bild nichts anfangen , aber, wenn es dem Fotographen gefällt auch ok, er kennt ja seine Geschichte dazu und das ist eben schon das ein Bild für eine wichtig ist, für mich wäre es höchstens eines für die T.... hab mich erst vor ein paar Wochen von 1000enden Fotos auf meiner Festplatte befreit, ab und zu ist loslassen auch kein Fehler.
    Aber weiterhin gut Licht und viel viel Spaß beim knipsen
  • Stephan N. 22. Februar 2011, 15:10

    @ Christian A.Cramer: Die technische Seite habe ich ganz bewusst nicht in meine kurze Betrachtung einbezogen. Dass das Bild trotz technischer Schwächen große Wirkung hervorruft, zeigt ja diese Diskussion hier. Hat nichts mit einem "Mengenrabatt" vieler Kritiken zu tun.
  • solis tenebris 22. Februar 2011, 14:26

    Auf mich wirkt die Frau unsicher, ist sich Ihrer Schönheit nicht bewußt und schämt sich Ihrer Nacktheit, was durch die völlig geschlossenen Hände und die verkrampfte,schützende Haltung der Arme deutlich wird. Man kann also in die Psyche der Frau eintauchen, auch die restliche Körperhaltung stimmt, also ich finde das Bild sehr ausdrucksstark und es vermittelt ein Gefühl der Verletztheit. Es sieht so aus als könnten in paar Worte und das Abdimmen des Lichtes die Atmosphäre und die Frau auflockern. - Sehr schön -
  • Stefan Reitmayer 22. Februar 2011, 14:15

    Also ich finde man könnte über die technische Umsetzung an sich diskutieren. Über das Bild selber aber nicht. Das Bild weckt Eindrücke. Von erotisch, frieren, lüstern bis einfach nur schlecht. Das ist ja eben das künstlerische. Man weckt Gefühle.
    Auf mich wirkt die Dame eher lüstern. So als würde sie gerade stripen und der Beobachter ein Foto von ihr machen. Der Blick ist wie eine Momentaufnahme. Beim Stripen schaut man halt eher ernst als das man lacht... Finde es durchaus gelungen. Frieren kann ich nicht teilen. Also wenn eine Dame halbnackt ist und friert glaube ich nicht das sie sich so an die Brüste fasst...(jedenfalls denke ich das)
  • misspent youth 22. Februar 2011, 13:45

    Naja gestalterische Fehler, sind rein subjektiv. Jeder hat ein anderes Empfinden.
  • Christian A. Cramer 22. Februar 2011, 13:07

    @Stephan N.
    Nur weil ein Bild etwas auslöst, ist es nicht automatisch gut.
    Hier werden technische wie gestalterische Fehler aufgezeigt, das ist kein auslösen eines Gefühls, sondern schlichte Kritik.
    Ein Foto wird nicht besser umso mehr Kritiker es hat.

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