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Domme - an der Dordogne

Domme - an der Dordogne

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Ingeborg K


World Mitglied, Neuss

Domme - an der Dordogne

- aus der Serie: Reise durch das Périgord-Frankreich

Unsere nächste Station war Domme.

Im Mittelalter als Bastide auf einem 250 Meter hohen Felsvorsprung über der Dordogne erbaut, gilt es heute als eines der schönsten Dörfer Frankreichs.

Die Entstehungsgeschichte der Bastide Domme steht im Zusammenhang mit der schon vorher am Westrand des Plateaus gelegenen Burgfeste Domme-Vieille aus dem 11. und 12. Jahrhundert. So wurde die östliche Seite des Plateaus auf Veranlassung König Phillip III.' des Kühnen 1281 durch dessen Seneschall Simon de Melun erworben, während die Burg selbst im Besitz des Bischofs von Sarlat blieb.

Die Gründung der Bastide Domme erfolgte 1281 durch Philipp den Kühnen zur effektiveren Kontrolle des Dordogne-Tals. Gleichzeitig sollten damit mögliche Ausdehnungsabsichten englischer Siedler in der Gascogne abgewendet werden.

Die königliche französische Bastide Domme wurde mit zahlreichen Privilegien ausgestattet, darunter das Recht zur Prägung eigener Münzen, die Benennung eigener Konsuln, die Einrichtung einer öffentlichen Verwaltung und lokalen Gerichtsbarkeit sowie zahlreiche Steuerbefreiungen.

Von 1307 bis 1318 hielt man im Stadttor Porte des Tours 70 Ritter des Templerordens als Gefangene.

Das am besten erhaltene Stadttor, gleichzeitig das Wahrzeichen Dommes, bezieht seinen Namen von den beiden flankierenden Türmen, außenseitig im Grundriss halbkreisförmig gerundet, stadtseitig plan hochgeführt, mit wuchtig wirkendem Bossenmauerwerk bekleidet. Diese Wachtürme wurden gegen Ende des 13. Jahrhunderts im Auftrag von Philipp dem Schönen errichtet. Zwischen 1307 und 1318 hat man in deren Untergeschossen siebzig Ritter des aufgelösten Templerordens gefangen gehalten. Sie haben an den Wänden zahlreiche Graffiti hinterlassen. Die Türme wurden auch danach noch lange als Gefängnisse benutzt. An der beidseitig anschließenden Stadtmauer sieht man auf den Außenseiten die Erker von mittelalterlichen Latrinen, in Art von Maschikulis. Auf den klobigen Mauerwerkstümpfen waren einst mit Schiefer eingedeckte Dachaufbauten aufgesetzt.

- http://de.wikipedia.org/wiki/Domme

Kommentare 4

  • Omar Wolocha 14. Januar 2012, 22:08

    ...wehrhaft.. und zu damaligen Zeit vielleicht auch sinnvoll.. doch heute sieht man wie die Zeit an dem Mauerwerk nagt...

    ein schönes Erinnerungsfoto,
    lg Omar
  • Briba 12. Januar 2012, 22:10

    Mauern erzählen Geschiche und tragen die Handschrift des Menschen. Hast Du die Graffitis der Gefangenen gesehen. Das muss sehr ergreifend sein, aber sicher nicht zu lesen?
    LG Briba
  • Himmelsstürmer 12. Januar 2012, 18:02

    Das sieht gut aus, ein sehr sehenswertes Bauwerk.

    Hg Ulli
  • Vitória Castelo Santos 12. Januar 2012, 17:50

    wunderschöne Perspektive und Farben,lg Vitoria