Diese Website verwendet Cookies, um verschiedene Funktionalitäten bereitzustellen, Anzeigen zu personalisieren und Zugriffe zu analysieren. Durch die Nutzung dieser Website erklärst Du Dich damit einverstanden, dass Cookies verwendet werden. Weitere Informationen  OK

Was ist neu?
Die kleine Riesin und ihr Onkel der Tiefseetaucher

Die kleine Riesin und ihr Onkel der Tiefseetaucher

1.144 3

Christian Rubusch


Free Mitglied, Berlin

Die kleine Riesin und ihr Onkel der Tiefseetaucher

Brandenburger Tor 03.10.09

Die Vorgeschichte

Die Kleine Riesin, die Mauer und der Tiefseetaucher

Es war einmal vor langer Zeit, da war Berlin noch ein Sumpfgebiet und Riesen lebten dort.
Sie pflanzten große Wurzeln ins Wasser, aus denen nach und nach Bäume emporwuchsen, deren Stämme ihnen später als Pfähle für ihre Behausungen dienten. In einer dieser Hütten wohnte eine Kleine Riesin zusammen mit ihrem Onkel, dem Großen Riesen. Er hatte ihr ein wundersames Boot geschenkt, mit dem sie über das Festland reisen konnte.
Aber eines Tages rissen die Land- und Meeresungeheuer die Stadt entzwei. Einer der beiden Teile wurde von Mauern umschlossen.
Auf diese Weise wurde der Große Riese von der Kleinen Riesin getrennt. Sein Zorn darüber war so groß, dass er sich in den Fluss stürzte und von dort aus die Tiefen der Ozeane durchwanderte, um den schlafenden Geysir am Meeresgrund zu suchen. Lange Jahre vergingen, bis er ihn schließlich fand.
Er schleppte ihn unter die Mauern der Stadt und weckte ihn unsanft auf. Die Erde bebte, das Mauerwerk wurde unterspült und zerbröckelte, ein Sturmwind setzte das Boot der Kleinen Riesin in Bewegung und hob die Wurzeln der Bäume in die Lüfte.
Als alles vorbei ist, entsteigt der Große Riese dem Fluss und macht sich auf die Suche.
Die Kleine Riesin erwacht neben ihrem Boot und entdeckt einen Postsack mit Briefen, die nie zugestellt wurden. Sie beschließt, die Post zu verteilen, und findet auf ihrem Weg durch die Stadt ihren Onkel, den Großen Riesen, wieder.

Als symbolische Geste für den Mauerfall vor 20 Jahren fielen sich der 15 Meter hohe Große Riese und die Riesin mit siebenhalb Metern in die Arme.

Bewegt wurden die Marionetten mit Hilfe von Seilzügen. Insgesamt sind 200 Künstler der französischen Compagnie Royal de Luxe an dem Projekt beteiligt.

Kameramodell Canon EOS 1000D
Objektiv EF-S55-250mm f/4-5.6 IS
Brennweite 171.0 mm

Kommentare 3

  • Emma Rabe 18. Oktober 2009, 20:21

    Ihr könnt ja auch einfach lesen.. steht oben drin... er: 15 meter, sie: 7,5 meter.
    Sehr schön in Szene gesetzt. War wirklich ein schönes Schauspiel und sehr aussagekräftig.

    LG Emma
  • Frau W. 4. Oktober 2009, 8:37

    Wie lange vorher warst Du da?
    Ich bin so gegen 13 Uhr unter den Linden aufgeschlagen, hatte dort aber keine Chance mehr etwas zu sehen und als ich nach Westen wechseln wollte, war alles abgesperrt und man hat niemanden mehr durchgelassen. Unter den Linden war mir das zu gefährlich. Links ein Baustellenzaun und rechts die Häuser, eine Menschenmasse und die kleine Riesin. Die Polizei hat dann auch dort abgesperrt und ich habe es vorgezogen zu gehen. Der Blick auf die Marionetten wäre ohnehin nur sehr eingeschränkt gewesen. :-(
  • Jochen B 3. Oktober 2009, 23:50

    Sicherlich ein schönes Portrait, aber ohne Angabe der Bruchkraft der lila Lastgurte lasst sich die Größe der Figuren eigentlich nicht erahnen...