Diese Website verwendet Cookies, um verschiedene Funktionalitäten bereitzustellen, Anzeigen zu personalisieren und Zugriffe zu analysieren. Durch die Nutzung dieser Website erklärst Du Dich damit einverstanden, dass Cookies verwendet werden. Weitere Informationen  OK

Was ist neu?

Johannes Selmansberger


Free Mitglied, Vilsheim

Die Geschichte vom Bären

Es war am 23. Juni 2006 in einem Waldgebiet in der nähe von Brasov (Rumänien). Die Dämmerung hatte schon eingesetzt, als ich zu Liviu sagte: „ Sie mal, was dort vorne für ein riesiger Hund läuft!“ Ich gleichen Moment müsse ich mich korrigieren: „Das ist ja ein Bär“ Er war neugierig. Aus wenigen Metern begutachtete er uns misstrauisch.
Er meinte: „Ich brauche keine Angst zu haben, obwohl ich ziemlich sauer auf euch bin “.„Warum?“ fragte ich. Darauf der Bär: „Menschen stellen für Bären nicht nur eine potentielle sondern eine reale Gefahr dar. Die 3.500 Bären in den Karpaten sind in großer Sorge. Und deshalb plane der große Rat der Bären eine Tötungsgenehmigung für menschliche, aber in erster Linie politische Entscheidungsträger einzuführen!“ „Das könnt ihr doch nicht machen“, erwiderte ich empört. „Doch“, sagte der Bär. „Warum nicht? „ „Das ist aus ethischen und religiösen Gründen nicht vertretbar“ war mein Argument. „Ich sehe das ganz anders. “, meinte der Bär. Er sei ein sehr religiöser Bär und ich muss auch verstehen, dass das Leben der Bären höher einzustufen ist als das Leben der Menschen, weil der große Gott der Bären, den Bären als sein Ebenbild erschaffen hat. „Das ist doch Unsinn“ sagte ich: „Gott hat den Menschen als sein Ebenbild erschaffen! Ich gehöre der christlichen Religion an. Ich weiß das!„ „Hör mir auf mit eurer Religion“ erwiderte der Bär. „Wo kommst du überhaupt her?“ „Aus Deutschland, genauer gesagt aus Bayern“, war meine Antwort.“ „Gerade du musst reden“ erregte sich mein Gesprächspartner. Er habe gehört, dass ein bayerischer Politiker den letzten Bruder in Bayern zum Abschuss freigegeben hat. Er finde das unerhört. Solche Maßnahmen erfordern drastische Gegenmaßnahmen. Und jetzt müsse er weiter, weil ihm schon der Magen knurre und weil er auch keine Lust mehr hat mit jemanden zu diskutieren, der so verschobene Ansichten wie ich hat. Er drehte sich um und verschwand ohne sich zu verabschieden. Ich rief ihm noch hinterher: "Ich bin damit nicht einverstanden"
Mein Begleiter Liviu fragte mich noch: Wo hast Du die Sprache der Bären gelernt?
Ich sagte: „Man muss ihm nur ihn die Augen sehen, dann versteht man was er sagen will“.
Wir machten uns weiter auf den Weg nach Busteni!

33 Stunden später wurde in Bayern der Bär Bruno erschossen!

Kommentare 1

  • R. Alex 22. April 2013, 19:01

    Super Geschichte. Bin vollkommen mit den Bären einverstanden und werde zur Bärenreligion konvertieren.

Informationen

Sektion
Klicks 866
Veröffentlicht
Sprache
Lizenz

Exif

Kamera Canon EOS 20D
Objektiv ---
Blende 4
Belichtungszeit 1/60
Brennweite 100.0 mm
ISO 400