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DIE FREUDE UND DER SCHOCK

Villa O`Higgins, Südchile / Patagonien
Fotografiert am 21.2.2012

Als ich Villa O`Higgins - die Pionierstadt und den Aussenposten am Rand der Wildnis - erreicht hatte war dies durchaus ein Grund zur Freude.
Der Ort markiert den Endpunkt der berühmten Carretera Austral und war eine wichtiges Etappenziel meiner Patagonienreise.

Ausserdem war die Vorfreude gross auf den nächsten Abschnitt meiner Fahrt: Für Autos und Busse ist hier nämlich Endstation und es gibt nur eine Fahrtrichtung - zurück ! Speziell für Radfahrer und Wanderer gibt es aber seit einigen Jahren einen abenteuerlichen Weg über die Grenze nach Argentinien - zuerst mit dem Schiff über den Lago O`Higgins und dann auf einem Wanderweg mit mehreren Fluss- und Bachdurchquerungen zum Lago del Desierto, wo dann wiederum eine Personenfähre benutzt werden muss um schliesslich den Nationalpark Los Glaciares zu erreichen ...

Diese Freude sollte aber nicht lange anhalten !
Wie schon erwähnt hatte vor einigen Tagen bei Coyhaique eine Strassenblockade begonnen mit der Folge, dass keinerlei Fahrzeuge - keine Touristenautos, keinerlei Lieferfahrzeuge und auch keine Tankfahrzeuge - mehr durchgelassen wurden .
Chile ist zwar das reichste Land Südamerikas, es gibt aber riesige Unterschiede zwischen Arm und Reich, grosse soziale Sprengsätze und berechtigte Unzufriedenheit von den Studenten bis hin zu den sozial Benachteiligten. Speziell in Patagonien sind die Lebenshaltungskosten deutlich höher wie im Rest Chiles, nicht aber die Einkommen der Menschen. Die berechtigten Proteste richteten sich vor allem gegen hohe Sprit- und Gaspreise aber auch gegen den unsinnigen Bau von riesigen Staudämmen - ohne die Menschen vor Ort auch nur zu fragen.

Kurz nachdem ich jetzt in Villa O`Higgins angekommen war, erfuhr ich von einem kanadischen Reiseradler, dass am Tag zuvor die letzte Fähre Richtung Argentinien abgefahren war und dass mangels Treibstoff auf absehbare Zeit auch mit keiner weiteren Fahrt zu rechnen sei !
Dies war wirklich ein Schock für mich, den ich sass jetzt ohnmächtig fest wie in einer Falle !
Der einzige Ausweg würde bedeuten zurückzufahren und einen Umweg von über 900 Kilometer in Kauf zu nehmen, mit dem Fahrrad auf diesen Pisten ein zusätzlicher Zeitaufwand von mindestens 12 Tagen...







Kommentare 18

  • Gerhard Illig 15. Februar 2013, 8:51

    Man sieht deinen Ruhe austrahlenden Bildern die Strapazen des Radelns nicht an. Respekt!
  • Arnold. Meyer 22. April 2012, 12:42

    tolle Infos für Radfahrer.
    vg Arnold
  • Klaus Boldt 20. April 2012, 8:12

    klasse perspektive, unheimlich gute tiefenschärfe, in dem licht und wolkenhimmel eine tolle stimmung in der aufnahme

    lg klaus
  • Kirsten G. 19. April 2012, 21:55

    Eine wunderbare Geschichte......was du so erlebt hast.
    BIn gespannt, wie es weitergeht.
    LG
    Kirsten
  • Horst Schulmayer 19. April 2012, 21:36

    Zusammen mit Deinen kurzen Berichten sind es wirklich ganz besondere Aufnahmen, die Du uns hier zeigst. Schock? Im Nachhinein sieht es im Leben oft anders aus. Andere Menschen würden Dich und Deine Reisen darum eher beneiden und der fotografischen Ausbeute hat es sicher auch nicht geschadet... :-))
    Gruß Horst
  • Uli Weibler 19. April 2012, 21:18

    ..das sind die Erfahrungen eines Menschen, der die Unzulänglichkeiten seiner Ramenbedingungen erfährt... Gott sei Dank sind wir davon in unseren Breitengraden derzeit meilenweit entfernt...
    LG Uli
  • Dorothea P. 19. April 2012, 21:00

    Der Ort sieht nicht so aus, als könnte man hier ein paar Tage verweilen und sich ausrasten....
    Bin gespannt, wann es weitergeht!
    lg, Dorothea
  • Horst Seibel 19. April 2012, 20:44

    So ist eben Abenteuer-Urlaub. Halte durch, es wird eine Lösung geben.
    VG
    Horst
  • Mal Ente 19. April 2012, 19:37

    Klasse! Bin auf deine Fortsetzung gespannt!
    LG Gunnar
  • Joe Cameras 19. April 2012, 19:12

    Mach das nett so spannend ;)

    LG
    Joe
  • angel-dd 19. April 2012, 16:55

    In einer schönen Landschaft leben die Leute schon, aber sonst ist das Leben dort sicher nicht einfach, wie Du ja auch beschreibst. Schöne Aufnahme.
    LG Angel
  • nur ein moment 19. April 2012, 16:05


    ...ach Du Sch...... ock ;-)))

    Dein Kampfgeist und Dein Durchhaltewille ist beneidenswert!!! Was für ein Abenteuer; Herrlich gegensätzlich finde ich diese Aufnahme, am Ende der Welt! Bin gespannt wie es weiter gegangen ist...
    vg, nur ein moment
  • Angela Höfer 19. April 2012, 12:46

    wieder sehr informativ
    klasse bild dazu ja
    das gefälle zwischen arm und reich ist echt so langsam ausgereizt
  • Krebs 19. April 2012, 9:32

    Eine Story wertet immer auf, sei es ein Produkt, eine Persönlichkeit, oder wie hier, ein Foto. Wenn sie Spannung hinterläßt, kommt man zu 1000 & eine Nacht, oder... wie Reich-Ranitzki überlebt hat.
    VG Peter
  • Gerd Frey 19. April 2012, 9:28

    das ist ja richtig spannend...aber ich erahne eine glückliche wendung.
    das hier wirkt etwas wie eine art von modernem fort - und das in sehr schöner umgebung.
    vg gerd
  • Daniele Coccia 19. April 2012, 9:27

    bella luce bei colori !!!
  • barbara hetterich 19. April 2012, 8:48

    jetzt bin ich gerspannt wie es weiter geht !!!!
    Tolle Aufnahme, die Stadt so eingerahmt zwischen den Bergen. Eine Falle :-))
    LG barbara
  • Siegfried Duerschlag 19. April 2012, 8:48

    Freude und Schock - war es für dich.
    Das kann ich gut verstehen.
    ein schöner Blick auf die Ortschaft
    und die Berglandschaft samt Himmel
    im Hintergrund.
    Besonders gut sind auch die Farben.
    Gefällt mir.
    LG Siegfried