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Was ist neu?
Die Fackel bei Endgeschwindigkeit...

Die Fackel bei Endgeschwindigkeit...

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Veit Huber


Basic Mitglied, Hamm

Die Fackel bei Endgeschwindigkeit...

12 lange Sekunden nach der Zündung von 21 kg Sprengstoff schlug die Hörder Fackel mit einer noch näher zu berechnenden Geschwindigkeit auf ein Stahlbetonfundament in Brückenforn, das sich nicht mal schüttelte.
Die drei Rohre, die früher das Konvertergas zum Brenner leiteten, schmiegten sich Sekundenbruchteile später wie eine Tischdecke über die Betonbrücke.
Durch die plötzliche Verkürzung der Rohrleitung rissen die Verschraubungen zwischen den Brennern und der Rohrleitung und die Fackelspitze setzte die letzten Meter ihrer gravitationsbedingten Bewegung ohne die langjährige Zuleitung fort.
Nach kurz andauernder - nun rein trägheitsbedingten - Blechumformung bei Kontakt mit dem Hoesch-Gelände verzog sich der Staub langsam...

Die 1/125 sec. Belichtungszeit vermochte nicht der Bewegungsunschärfe der Fackel bei Endgeschwindigkeit entgegenwirken...

Kommentare 33

  • Veit Huber 2. Februar 2004, 16:43

    @Robert:
    Ich hoffe, Deine suiziden Gedanken halten sich auf den Bereich der Fahrzeuge mit Lichtgeschwindigkeit beschränkt, denn dann kann dir nix passieren. Obs noch mit Bohnen und Co. einher geht, ist dann auch egal.
    Sicher hätte man mit der fallenden Fackel in form eines Flaschenzuges einen großen eimer Wasser auf 100 m Höhe ziehen können, der dann ein Pelton-Turbine antreiben hätte können, aber daraus wäre die Kilowattstunde Strom ein klein wenig teurer als vom Wind oder vonne Sonne. Aber sicher subventioniert unser lieber Umweltminister Tritt-Ihn Dir auch solche Vorhaben, bei denen der Energieaufwand für die Peripherieanlagen größer ist, als der Energieumsatz des eigentlichen Gerätes...

    Beste Grüße
    Veit
  • Robert Speicher 1. Februar 2004, 14:34

    Gut wir wissen jetzt, daß wir eine Aufschlagsenergie von 1,5-5 GJ irgendwo hatten. Aber nun mal zu einem GESCHEITEN Vorschlag! Wie hätte man diese Energei nutzen können? Wenn ICH mit 10facher Lichtgeschwindigkeit mit meinem Aut gegen eine Mauer gerast wäre.... O hauerhauerha das hätte einen Schlag getan und danz Dortmund wäre taghell erleuchtet gewesen...
    Vorher noch fleißig Zwiebeln und Bohnen gefuttert und dann mit 10fach Lichtgeschwindigkeit an die Wand....;-))))

    Gott sei Dank ist uns trotz all des Abrisswahns noch wenigstens der Humor geblieben und nun definiert sich ein Wort völlig neu:
    GALGENHUMOR!

    Schönen Tag noch und Glückauf
    ROBERT
  • Rainer Klüsener 30. Januar 2004, 17:31

    @Sebastian: Auf keinen Fall :-) Bauingenieurwesen ist es gewesen...
    lg
    Rainer
  • Sebastian Suchanek 30. Januar 2004, 16:24

    @Rainer:
    "Bingo-Studium"? Ist das eine andere Bezeichnung für BWL? ;-)

    SCNR,
    Sebastian
  • Rainer Klüsener 30. Januar 2004, 10:39

    Ich weiß jetzt genau, warum ich mein Studium (Bingo) abgebrochen habe :-)
    Weiter so, selbst für mich als Laie unheimlich interessant *lachmichweg*
  • Veit Huber 30. Januar 2004, 10:21

    Wobei noch zu bemerken wäre, daß natürlich nur ein Bruchteil der eben berechneten Energie auf der Stahlbetonbrücke umgesetzt wurde...
  • westfalenhuette punkt de 30. Januar 2004, 10:02

    Was das Teil wog war wohl gar nicht so klar, da keine Originalpläne mehr exisiteren. Allerdings weiß man, daß beim Bau das Wort "Stahlbeton" auf "Stahl" betont wurde. Der Sprengmeister ging von 10.000 t aus, woraus er dann seine 21 kg Sprengstoff berechnete.

    Rechnen wir nochmal kurz nach: 10.000 t, 98 Meter Höhe. Der Ausstieg ist auf 84 Meter Höhe, darüber die 14 Meter darüber sind dann nur noch die Brenner und das Maschinenhaus des Aufzugs. In der Fackel selbst sieht es nahezu überall gleich aus, die drei vier Gitterblechebenen haben nun wirklich keinen Einfluss. Geht man davon aus, daß die Brenner auch etwas wiegen, haben wir den Schwerpunkt ungefähr auf 42,5 m. Ergibt dann E_pot = 10.000.000 kg * 9,81 m/s2 * 42,5 m = 4,17 GJ. Und die Stahlbetonplatte hinter den Konverterfundamenten, voll getroffen, hat gerade mal einen kleinen Kratzer.
  • Veit Huber 30. Januar 2004, 9:01

    Mensch Markus, laß uns doch mal...
  • Markus Grünthaler 30. Januar 2004, 8:32

    @Veit, Sebastian: Ich hoffe wir stören Euch nicht, sagt bescheid wenn Ihr fertig seit..........!:-))
  • Sebastian Suchanek 29. Januar 2004, 23:15

    @Robert:
    Nein, so kann man das nicht rechnen. Die knapp 200km/h beziehen sich ausschließlich auf die Spitze der Fackel. Je weiter Du in Richtung des Fußes kommst, desto niedriger wird die Geschwindigkeit, bis sie direkt am Fuß annähernd Null wird. (Die Winkelgeschwindigkeit bleibt aber konstant.)
    Du kannst Dir die Lösung zwar natürlich über E_kin = 1/2*m*v² ausrechnen und dabei brav über die gesamte Länge integrieren, aber das macht keinen Spaß. :-)

    Viel eleganter ist folgender Ansatz: Woher hat die Fackel ihre Bewegungsenergie beim Aufschlag? Von der potentiellen Energie (="Lageenergie"), die zuvor in ihr gespeichert war. Diese berechnet sich über E_pot = m*g*h.
    m hast Du selbst mit 4.000t angegeben. (Woher hast Du die Zahl eigentlich?)
    g ist der sog. Ortsfaktor und beträgt in Europa ca. 9,81m/s²
    Bei h wird's kniffelig: Betrachten wir die Fackel als kompakten Massepunkt eingedampft auf den Schwerpunkt, um einfacher rechnen zu können. Gehen wir davon aus, daß der eigentliche Fackelaufbau im Verhältnis zum Betonturm "nix" wiegt und daß der Betonteil 90m hoch ist und eine homogene Masseverteilung hat. (Diese Annahmen haben Veit und ich bei unseren bisherigen Überschlagsrechnungen mehr oder weniger auch gemacht.)
    Damit liegt der Schwerpunkt auf halber Höhe, also 45m.
    Setzen wir also ein:
    E_pot = 4.000.000kg * 9,81m/s² * 45m.
    Das ergibt dann rund 1,77GJ.
    Um diese Energie freizusetzen, mußt Du überschlägig mit Deinem Auto mit 5,5facher Schallgeschwindigkeit in eine Mauer rasen.

    @Veit: So besser? ;-)


    Tschüs & HTH,
    Sebastian
  • Robert Speicher 29. Januar 2004, 21:44

    Zum Bild ist alles gesagt - traurig traurig....

    Zum Unterricht:
    Hat einer mal die Aufschlagenergie ausgerechnet? Wie war das noch? 1/2mv²
    na ja m kennen wir ja = 4000t = 4000000kg
    und v? 192Km/h = (x3600)m/s und das zum ²
    boar ej

  • Veit Huber 29. Januar 2004, 13:31

    Immer zu Diensten, Herr Wenke!!!
  • Heiko Wenke 28. Januar 2004, 22:33

    Na, geht doch! :-)))
  • Veit Huber 28. Januar 2004, 11:23

    @ Sebastian:
    Und hier kriegen wir beides hin, siehe Andreas: Studieren mit der FC...

    Grüße
    Veit
  • Andreas Grav 28. Januar 2004, 3:34

    Studieren in der FC ;-))

    Auch Guten Tag.

    Andreas.