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Was ist neu?

Helmut Gensler


Free Mitglied, Dörfles-Esbach / Coburg

DIE einfache Lösung?

Es gibt junge Menschen, die in einem dunklen Sumpf aus Angst, Beklommenheit und kaum kontrollierbaren Emotionen leben. Einige von ihnen zerstören Sachen, um ihre übermächtigen Gefühle auszudrücken. Ihnen sind da passende Handlungsmöglichkeiten fremd.
Und dann gibt es “doctores“, die mit atemberaubender Geschwindigkeit eine fundierte Diagnose stellen und die passende Pille zur Hand haben.
Also, wir lernen daraus: Soziale und emotionale Auswirkungen werden biochemisch „geheilt“.
Ich liebe einfache Lösungen.

Kommentare 13

  • King. Kai 1. Januar 2008, 23:22

    Ein sehr nachdenkliches Szenario. Mir gefällt, wie du deine Gefühle mit deiner Fotokunst ausdrückst. Nachdenklich macht mich das in jeder Hinsicht.

    Zu deinem angesprochenen Thema kann ich nichts sagen. Doch was mich auch zusehends erschreckt, ist, dass es immer mehr junge Menschen gibt, die in einem dumpfen sozialen Sumpf versinken, der sich wahrscheinlich auch von Ängsten nährt und auch zu unkontrollierbaren Zerstörungen führt. Hoffentlich erfindet mal einer eine Pille, die gesellschaftlichen Machtführern mal die Augen öffnet.
    http://rammstein-europe.com/lyrics.php?sekce=zerstoren&l=de

    Gruß Kai
  • Eckhard Meineke 20. November 2007, 17:40

    Also gibt es sie doch noch, die Gerechtigkeit. HG, Eckhard
  • Helmut Gensler 20. November 2007, 13:21

    diese Dame ist "aus dem Geschäft" raus.. welch ein Segen für die entsprechenden Kinder..
  • Eckhard Meineke 19. November 2007, 13:59

    Das ist natürlich Missbrauch. Gerade mit diesen Pharmaka muss sehr verantwortungsbewusst umgegangen werden. HG, Eckhard
  • Helmut Gensler 19. November 2007, 12:22

    Ich habe bei meinen Schülern mindestens drei, die die biochemische Hilfe benötigen. Da lief die aufwändige Anamnese perfekt.
    Aber ich habe -als meinen schlimmsten Fall- auch vor längerer Zeit eine Medizinerin erlebt, die einem "sich selbst entdeckenden" Jungen Anti-Androgene verschrieb, bis der Stimmbruch sich fast zurückbildete.
  • Eckhard Meineke 18. November 2007, 22:23

    Weiß ich doch ... aber ich kenne auch einen Geheilten. HG, Eckhard
  • Eckhard Meineke 18. November 2007, 18:51

    Na gut, viele scheinbar einfache Lösungen sind in Wirklichkeit falsch. Was nun aber die Behandlung psychiatrischer Störungen betrifft, kann es sein, dass der Patient in der Tat organisch krank geworden ist. Da sollte man als Laie mit der Beurteilung von medikamentbegleiteten Therapien nicht voreilig sein. HG, Eckhard
  • T o m S 18. November 2007, 17:04

    ...das klingt aber mächtig resigniert, Farb Los - oder Tülay!

    Klar ist es wichtig, das alle eine konstruktive Bereitschaft mitbringen, etwas ändern zu WOLLEN und nicht nur darüber zu reden. Wenn man etwas ändern WILL und das betrifft BEIDE Seiten, klappt's auch mit dem Zusammensetzen und es können für beide Seiten akzeptable Kompromisse geschlossen werden.

    Das bedeutet ganz bestimmt nicht die Lösung für alle Probleme, aber dennoch für viele.

    Problembehandlung ist meiner Meinung nach z.B. mit Schülerhilfe vergleichbar: Was nützt es einem Schüler, wenn ich ihm zeige, wie er eine Aufgabe zu lösen hat? Definitiv nicht viel bis überhaupt nichts. Setze ich mich aber mit dem Schüler zusammen und versuche, konstruktive Bereitschaft auf BEIDEN Seiten vorausgesetzt, ihn dazu zu bringen, selbst Lösungsansätze zu entwickeln, und unterstütze ihn dabei, habe ich ihm mehr weitergeholfen, als alles andere. Das setzt aber eben den Weg der Kommunikation voraus.

    Wie willst Du einem jungen Menschen helfen, der wie auf dem Bild, ein Werk zerstört, gleichgültig ob es sein eigenes ist, oder das eines anderen?

    Wenn es sein eigenes Werk ist, mangelte es ihm offensichtlich nicht am Wille, es zu erschaffen. Aber woher kommt der Wille, es anschließend wieder zu zerstören? Woher kommt der Wille vieler Jugendlicher, öffentliches Eigentum, also auch ihr eigenes, zu beschmieren oder zu zerstören? Wie willst Du diesen Jungendlichen helfen, ohne Dich mit ihnen eventuell zusammenzusetzen?

    Über die "Rollenverteilung" in meinem Bild (dankeschön für die Werbung), lässt sich übrigens eben nicht streiten, weil es völlig egal ist, wer "oben" und wer "unten" steht, also am Rande des Abgrunds oder auf dem (vermeintlich) sicheren Boden. Die Rollen sind beliebig austauschbar!

    Meine Meinung ist und bleibt jedenfalls, dass ein "Helfen" allein überhaupt keinen Sinn macht, ohne zu versuchen, die Ursache zu finden und die lässt sich eben meist nur über den Dialog finden. Wir können doch nicht damit aufhören, miteinander zu kommunizieren und nur noch versuchen, uns gegenseitig zu helfen.

    Gruß, Tom :o)
  • Helmut Gensler 18. November 2007, 16:55

    @ TomS und Tülay
    Wenn es mehr Menschen gibt, die sich einmischen und direkt helfen, so bewegt sich was. Zumindest für den einzelnen Betroffenen.
    Ich weiß sehr gut, wie viel Kraft und Ausdauer das verlangt. Aber ich will/kann ja auch nicht die ganze Welt verändern.... nur in meinem Umfeld möchte ich mich auch wohlfühlen. Und da gehören andere Menschen und wie es ihnen geht dazu.

    Bibel,neues Testament: Liebe deinen Nächsten wie dich selbst.
  • Mortie 18. November 2007, 13:48

    NA--
    DA HASTE JA EIN HEIKLES THEMA ANGESCHNITTEN!!
    MIR AUCH NICHT GANZ FREMD...
    ABER ICH HABE NOCH RECHTZEITIG DIE KURVE GEKRIEGT UND LEBE JETZT ZWAR AUCH MIT ÄNGSTEN UND SCHLIMMEN PSYCHISCHEN MOMENTEN--
    ABER OHNE *D*R*O*G*E*N*
    ...EGAL OB AUF REZEPT ODER NICHT...
    LG AUS BOCHUM, BETTINA
  • T o m S 18. November 2007, 11:01

    Die einfachste Lösung ist auch die profitträchtigste und damit erklärt sich eigentlich von selbst, welche die am häufigsten angewandte Therapieform ist und leider wohl auch bleiben wird.
    Was zurück bleibt, ist die bittere Erkenntnis, dass es im Gesundheitssystem wohl mehr um steigende Aktienkurse, als um die Gesundheit der Menschen geht, abgesehen von ein paar Ausnahmen natürlich.
    Aber wer fragt schon danach, wie der dunkle Sumpf aus Angst, Beklommenheit und kaum kontrollierbaren Emotionen entsteht, in dem die beschrieben jungen Menschen leben? Ist die Erklärung - wie so oft - einfach nur in der steigenden Gewalt in Computerspielen und Videofilmen zu suchen? Oder ist es doch ein wenig komplexer?
    Egal - Pille rein und gut ist's!

    Gruß, Tom

    P.S.: Meine Meinung: Man muss sich schon zusammensetzen, um sich auseinanderzusetzen!
  • Cathrin Deumel 18. November 2007, 9:58

    pro
  • Chicki 18. November 2007, 9:50

    helmut, das ist stark. gott sei dank geben ja nicht alle gleich biochemische lösungen!!
    lg moni