Diese Website verwendet Cookies, um verschiedene Funktionalitäten bereitzustellen, Anzeigen zu personalisieren und Zugriffe zu analysieren. Durch die Nutzung dieser Website erklärst Du Dich damit einverstanden, dass Cookies verwendet werden. Weitere Informationen  OK

Was ist neu?

Matthias von Schramm


World Mitglied, Hamburg

Die dumme Sache 3

Actionsampling inner Nacht - S 1 und S 11 und fein rot der Licht Einfall - Kodak Elitechrome Diascan. Dazu der feine dritte und letzte Teil der neuen Geschichte.

Die dumme Sache 2
Die dumme Sache 2
Matthias von Schramm

...

Die dumme Sache 3

Stur, wie Käthe nun einmal ist, zieht sich aus, um sich in der von ihr gewünschten Weise festnehmen zu lassen. Das lässt sich der Kommissar mit hübschem Bubenblick auch gefallen. Ich ziehe mich auch aus, nämlich aus Solidarität. Das verändert den Gesichtsausdruck des Kommissars ins Düstere. Noch ein Abschiedskuss und die Arme nach vorne gestreckt. Der Herr Kommissar hat aber gar keine Handschellen dabei.
„So ein blödes Arschloch!“, denken Käthe und ich parallel – glaube ich. Mich macht das so sauer, dass ich das Küchenmesser vom Tisch nehme und die Klinge mit ziemlichem Heldenschmackes und Beistand für meine Freundin und so in sein Herz ramme. Der Kommissar sackt sofort besinnungslos zu Boden. In meinem Rausch durch die Bluttat und durch die Freude, dass mir auch mal was auf Anhieb gelingt, schneide ich dem Kommissar noch die Kehle durch und um sicher zu gehen entweide ich ihn behände und handwerklich gar nicht mal so ungeschickt.

Käthe meint, dass ich immer wieder zu Übertreibungen neigen würde und doch auch mal zur Ruhe kommen müsse, obwohl ein gewisses euphorisches Empfinden ja auch mal ganz schön an mir sei. Aber die Blutbestie stünde mir nicht und ich solle den Kannibalismus lassen. Also letzteres habe ich gar nicht vor. Was Käthe immer denkt. So zerteilen wir den Kommissar fachgerecht und in Ruhe und verpacken ihn in die leeren Kartons von Käthes zuletzt gelieferter Heimkinoanlage. Da der Kühlschrank zu wenig fasst, suchen wir ein schattiges Plätzchen in der Vorratskammer.

Durch vorsichtige Anrufe bei Gläubigern und Behörden, erfahren wir, dass es gar keinen Haftbefehl für Käthe gibt. Der Kommissar war also gar kein Kommissar, sondern nur ein Lustmolch, der sich unter falschem Vorwand an unbescholtene Damen heran machen wollte.

Puuh, da haben wir noch mal Glück gehabt. Kein Gefängnis und kein toter Kommissar in Käthes Wohnung. Doch allmählich fängt es an zu stinken.

15. November 2007

Kommentare 13