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smokeonthewater


World Mitglied, Berlin

Die Aspiranten von Grodno

Vor 100 Jahren im Juni begann mit dem Attentat von Sarajevo der 1. Weltkrieg.
Grund genug, um im Kriegsfotoalbum und -tagebuch meines Großvaters väterlicherseits zu blättern.

Opa Walther war im Oktober 1917 in Rumänien zum Unteroffizier in der dortigen Fernsprecheinheit befördert worden.
Im April 1918 wurde er zu einem "Aspirantenkurs" nach Grodno geschickt, wo er Feldwebel wurde und auch Offiziere ausgebildet wurden.

Auf allen drei Fotos ist Walther inmitten seiner deutschen Kameraden zu sehen (siehe rote Markierungen in der Miniatur).
Das Bild links unten ist offenbar auf der Schlafstube mit einem Selbstauslöser vom Spind herunter geschossen worden.

Kommentare 2

  • smokeonthewater 4. August 2014, 20:15

    @Erhard: Vielen Dank für die Anmerkung. Selbstauslöser gab's aber doch schon; ich selbst war im Besitz mehrerer antiker Balgenkameras, eine davon auch für Platten aus dieser Zeit. Neben der Blitzpulverpfanne gehörte auch ein solcher Selbstauslöser dazu. Er wurde wie ein Kurzzeitwecker aufgezogen und an den Drahtauslöser gehängt. Meines Wissens haben Agfa und Kodak zeitgleich noch vor 1900 den mechanischen Verschluss für Drahtauslöser auf den Markt gebracht und mit der Vermarktung einfacher Amateurkameras auch gleich den Selbstauslöser.

    Bei dem Stubenfoto weist alles auf Selbstauslöser hin, sonst wären nicht Teile des Sturmgepäcks, das als Kameraunterlage auf dem Spind gedient haben muss, auf dem Bild drauf. Und schließlich sollte ja die komplette Besatzung auf dem Bild sein. Es wirkt auch so, als musste es schnell gehen.
  • erlo35 4. August 2014, 17:41

    Natürlich ein hochwertvolles Zeitdokument.
    Fototechnisch war das damals Steinzeit, der Compurverschluss war noch nicht erfunden, man fotografierte mit einfachsten Mitteln, die Kameras waren Holzkästen etc., alles bekannt. Und Selbstauslöser gabs auch noch nicht, sodaß wohl ein Kamerad das Ganze bedienen musste.
    vG Erhard

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Ordner Spuren des Kriegs
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