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Was ist neu?

Thomas Jüngling


Pro Mitglied, Quedlinburg

Die Ablösung der Dampftraktion...

...steht im Harz schon bereit. Sehr bald werden die aus Lokomotiven der Baureihe 110 auf Schmalspur umgebauten "Harzkamele" im Harz dem Dampf ein Ende bereiten und einen wirtschaftlicheren Betrieb ermöglichen.

So hätte es geschehen können und ich meine, dass dies zu DDR-Zeiten durchaus der Plan war. Aber wie wir alle wissen, kam's anders und es dampft bis heute im Harz. Besagte Dieselloks sind heute nur noch in kleiner Stückzahl unterwegs - von einst zehn Stück röhren nur noch drei durch den Harz. Der Rest wurde entweder zur Normalspurlok zurückgebaut und verkauft oder steht als Ersatzteilspender herum, wie in Nordhausen und Wernigerode Westerntor.
Am Tag der Aufnahme waren übrigens alle drei betriebsfähigen Maschinen im Bw Wernigerode anwesend. Die dritte im Bunde, die Nordhäuser Planlok, versteckte sich aber im Lokschuppen.

Die Aufnahme selbst hätte zu Reichsbahnzeiten durchaus so in etwa entstehen können (...bis auf einige Details, die das Foto als neuzeitlich entlarven, wie das nervige "Laufgitter" an der Drehscheibe!): aufgenommen mit Exa 1a und Carl-Zeiss-Tessar 50 mm auf Schwarzweißfilm, ISO 100. Das extreme Gegenlicht und die mäßige Leistung des entwickelnden Labors machten allerdings doch eine leichte Tonemapping-Behandlung notwendig, um den Tiefen etwas mehr Zeichnung zu geben. Verwendet wurde der Scan von der Foto-CD. Da mein Negativscanner auch nicht der beste ist, habe ich es selbst diesmal nicht versucht. Ich träume ja davon, meine Fotos irgendwann selbst zu entwickeln...aber dafür fehlt noch einiges...
Auch dieses Foto stammt vom 13.03.2013, an dem die digitale Spiegelreflex zu Hause blieb. Nur Exa 1b und Praktica L2 durften ran - eben die zeitgemäße Technik für dieses Motiv.

Kommentare 4

  • Ralf Fickenscher 23. März 2013, 13:13

    Eine Hammer Zeitreise ! Großartig in Szene gesetzt so das es auch kaum aufällt das es sich um eine Neuzeit aufnahme Handelt Super.

    Vg.Ralf
  • Maschinensetzer 23. März 2013, 1:01

    Ich erinnere mich noch zu gut an diese Horrormeldungen, die da im Laufe der Achtziger zu uns aus dem Harz herüberkamen.

    Eine gewisse Schadenfreude kann ich nicht verhehlen darüber, dass es – aus welchen Gründen auch immer – nicht geklappt hat!

    Du hast natürlich Recht, wenn Du behauptest, dass man sich auf die Labors in Hinsicht der Qualität nicht verlassen sollte.

    Eine schöne Ahnung des Machbaren zeigt das Bild, aber wenn Entwicklung und Scan nicht optimal sind, kann das Tessar-(Adlerblick)-Objektiv zwar in der Schärfe, aber nicht bei den Kontrasten glänzen!

    Thomas, die Selbstentwicklung von SW-Filmen erfordert aber kein großes und teures Fotolabor! Es genügen ein komplett abdunkelbarer Raum, vier Behälter für Flüssigkeiten: Entwickler, Stoppbad, Fixierer und Bier – und eine Entwicklungsdose, möglichst die Große von Jobo, damit die Flüssigkeiten gut zirkulieren können.

    Bei Licht kannst Du dann mit der einen Hand die Entwicklungsdose im vorgegebenen Takt drehen, und mit der Anderen die Bierflasche ansetzen... – nur Vorsicht, nicht verwechseln!

    Viele Grüße
    Thomas
  • Dieter Jüngling 22. März 2013, 22:18

    Ja, wenn....
    Dann wäre nicht eine HSB Dampflok übrig geblieben.
    Im Rahmen des "Jugendobjektes - Schrott für die DDR Stahlproduktion" wären die alle eingeschmolzen worden.
    Nur gut, dass es nicht mehr dazu kam. Der Rückbau auf Kohlefeuerung war schon fatal.
    Die Aufnahme, so wie du sie erstellt und bearbeitet hast, finde ich in Ordnung.
    Gruß nach Quedlinburg
  • makna 22. März 2013, 21:45

    Hervorragende "Zeitreise", zeitgemäß fotografiert - Respekt !!!
    BG makna