Diese Website verwendet Cookies, um verschiedene Funktionalitäten bereitzustellen, Anzeigen zu personalisieren und Zugriffe zu analysieren. Durch die Nutzung dieser Website erklärst Du Dich damit einverstanden, dass Cookies verwendet werden. Weitere Informationen  OK

Was ist neu?
1.208 7

Norbert Lutzner


Free Mitglied, Dresden

Desiderata

Die Lebensregel von Baltimore
(...oder Dresden??? )
;-)

Gehe gelassen inmitten von Lärm und Hast
und denke an den Frieden der Stille.

So weit als möglich, ohne dich aufzugeben,
sei auf gutem Fuß mit jedermann.
Sprich deine Wahrheit ruhig und klar aus,
und höre Andere an,
auch wenn sie langweilig und unwissend sind,
denn auch sie haben an ihrem Schicksal zu tragen.
Meide die Lauten und Streitsüchtigen.
Sie verwirren den Geist.

Vergleichst du dich mit anderen,
kannst du hochmütig oder verbittert werden,
denn immer wird es Menschen geben,
die bedeutender oder schwächer sind als du.
Erfreue dich am Erreichten und an deinen Plänen.
Bemühe dich um deinen eigenen Werdegang,
wie bescheiden er auch sein mag;
er ist ein fester Besitz im Wandel der Zeit.

Sei vorsichtig bei deinen Geschäften,
denn die Welt ist voller Betrügerei.
Aber lass deswegen das Gute nicht aus den Augen,
denn Tugend ist auch vorhanden:
Viele streben nach Idealen,
und Helden gibt es überall im Leben.

Sei du selbst.
Täusche vor allem keine falschen Gefühle vor.
Sei auch nicht zynisch, wenn es um Liebe geht,
denn trotz aller Öde und Enttäuschung verdorrt sie nicht,
sondern wächst weiter wie Gras.

Höre freundlich auf den Ratschlag des Alters,
und verzichte mit Anmut auf die Dinge der Jugend.
Stärke die Kräfte deines Geistes,
um dich bei plötzlichem Unglück dadurch zu schützen.
Quäle dich nicht mit Wahnbildern.
Viele Ängste kommen aus Erschöpfung und Einsamkeit.
Bei aller angemessenen Disziplin,
sei freundlich zu dir selbst.
Genau wie die Bäume und Sterne,
so bist auch du ein Kind des Universums.
Du hast ein Recht auf deine Existenz.

Und ob du es verstehst oder nicht,
entfaltet sich die Welt so wie sie soll.
Bleibe also in Frieden mit Gott,
was immer er für dich bedeutet,
und was immer deine Sehnsüchte und Mühen
in der lärmenden Verworrenheit des Lebens seien –
bewahre den Frieden in deiner Seele.
Bei allen Täuschungen, Plackereien und zerronnenen Träumen
ist es dennoch eine schöne Welt.

Sei vorsichtig. Strebe danach glücklich zu sein.

Max Ehrmann

Kommentare 7

  • hesch18 5. November 2015, 22:44

    bin als nicht-fotografierer aber betrachter eben an diesem bild hängengeblieben...
    es hat was von "gefrorener zeit", Atmosphäre wie bei Edward Hopper. Toll
  • Ela Ge 5. März 2008, 17:06

    hach, seufz .......

    einfach ein langes wunderbares genießen und freuen auf die zukunft :-))))
    ela
  • Bernd Hans Müller 3. März 2008, 22:18

    ich glaube es ist alles gesagt, ich finds einfach überwältigend diese silhouette im gegenlicht und die einbeziehung der mauer, des pavillons und der bäume
    gruß bernd
  • Joachim Kretschmer 3. März 2008, 20:47

    . . . klasse, Norbert, das ist einer der schönsten Blicke auf Dresden . . . VG, Joachim.
  • Frechdax . 2. März 2008, 21:08

    Das ist wunderbar komponiert..ein malerisches Bild der Silhouette von Dresden und dieses wirklich interessante Gedicht dazu.
    Ich kannte es nicht, doch es gefällt mir.
    Es ist nicht gerade neu und doch so wahr, was darin steht.
  • Martina Bie. 2. März 2008, 19:49

    Eine ganze Weile schon sitze ich vor diesem Bild, und ich kann mich an seiner Schönheit gar nicht sattsehen.
    Verschiedene Silhouettengruppen sind zu sehen, aber sie sind kein dunkler Einheitsbrei geworden, sondern differenziert erscheinen sie, so dass die Aufnahme eie große räumliche Tiefe aufweist. Viele Details sind erkennbar: die Zweige der Bäume, die Brückenbögen und im Hintergrund die Akademie (?) und die anderen bekannten Gebäude mit feinen Einzelheiten.
    Ein zartes, sanftes Licht liegt über allem, und ich kann es den Spaziergängern gut nachfühlen, dass sie hier flanieren mögen... Der letzte Satz des Gedichtes findet seine Erfüllung...
    Ein Maler hätte das Bild nicht besser machen können.
    LG Martina
  • Matthias Naumann 2. März 2008, 18:39

    Die Silhouette in einem phantastischen Licht... das war aber nicht an diesem Wochenende! ;-)