Diese Website verwendet Cookies, um verschiedene Funktionalitäten bereitzustellen, Anzeigen zu personalisieren und Zugriffe zu analysieren. Durch die Nutzung dieser Website erklärst Du Dich damit einverstanden, dass Cookies verwendet werden. Weitere Informationen  OK

Was ist neu?

LichtSchattenSucher


World Mitglied, Stuttgart

DER WÄCHTER DER BRÜCKE

Zufahrt zum Refugio Camping Nadis, Carretera Austral südlich von Cochrane/ chilenisches Patagonien
Fotografiert am 16.2.2012

Hier in absoluter Ruhe und herrlicher Landschaft hat eine deutsche Auswanderin aus dem Allgäu zusammen mit ihrem chilenischen Mann eine Estanzia mit einem wunderbaren Campingplatz aufgebaut.
Völlig ohne Autolärm und ohne elektrischen Strom kann man hier abschalten, wandern und völlig ungestört die Schönheit der patagonischen Natur geniessen.
Ausserdem gibt es Schwarzbrot und ich konnte mich mal wieder auf Schwäbisch unterhalten !

Doch über diesem kleinen Paradies hängen dunkle Wolken !
Internationale Konzerne mit Unterstützung der chilenischen Regierung planen genau hier einen Riesenstaudamm um die grossen Minen im Norden Chiles mit Strom zu versorgen. Dies würde bedeuten, dass mehrere tausend Kilometer Hochspannungsleitungen quer durch Chile gebaut werden müssten und dass das ganze Land hier einschliesslich der Farmen 30 Meter hoch unter Wasser stehen würde. In meinen Augen ein absoluter Schwachsinn, in der Atacama im Norden wäre ein Solarkraftwerk die wesentlich bessere, umweltfreundlichere und einfachere Lösung ...

Zum Glück gibt es eine starke Widerstandsbewegung und ich hoffe, dass dieser Blödsinn noch einmal verhindert werden kann.
Es war kein Zufall, dass zwei Tage später bei Coyhaique die Menschen auf die Strasse gingen und eine Strassenblockade an der Carretera Austral errichteten. Diese Aktion führte zu bürgerkriegsähnlichen Zuständen und sie dauert - von der Weltöffentlichkeit weitgehend unbeachtet - bis heute an. Doch davon später mehr ....

LAGUNA TORRE
LAGUNA TORRE
LichtSchattenSucher


ALS DIE WELT DEN ATEM ANHIELT
ALS DIE WELT DEN ATEM ANHIELT
LichtSchattenSucher


POWERFRAUEN
POWERFRAUEN
LichtSchattenSucher


MEINE WELT
MEINE WELT
LichtSchattenSucher

Kommentare 17

  • Daniele Coccia 10. April 2012, 9:21

    piacevole !!!
  • angel-dd 10. April 2012, 8:21

    Eine schöne Aufnahme einer tollen Landschaft, die Geschichte dazu leider nicht. Die Leute kämpfen schon einige Zeit gegen das Staudammprojekt Hydro-Aysén, nicht nur im Süden, auch in den Großstädten wie Santiago und Valpo und ich hoffe sehr, sie haben Erfolg. Genehmigt ist das Projekt wohl leider schon.
    LG Angel
  • Klaus Boldt 10. April 2012, 8:06

    wunderbare bildgestaltung, mit dem pferd ist es ja ein hammer anblick,tolle natürliche farben und gute tiefenschärfe

    lg klaus
  • Al Mille 9. April 2012, 22:01

    Es ist einfach eine unglaublich schöne Landschaft, dort auf der anderen Seite der Welt. Schön, dass du sie uns zeigst und mit deinen ausführlichen Texten beschreibst.

    LG Al Mille
  • Dorothea P. 9. April 2012, 21:10

    Ein wunderbares Fleckchen Erde.......
    Aber Schönheit kann nicht in Geld gemessen werden.....
    Ich wünsch der Widerstandsbewegung alles Gute!
    lg, Dorothea
  • Angela Höfer 9. April 2012, 16:29

    ich hoffe es passiert nichts
    es wäre ein unding diese natur zu zerstören
    aber der mensch wirds schon noch schaffen unseren schönen planeten kaputt zu machen
    schade
  • LichtSchattenSucher 9. April 2012, 16:08

    Danke für alle Anmerkungen !

    Zu roro ro : Da bin ich nicht so ganz Deiner Meinung. Aber Du bringst einen auf gute Ideen !
    Windkraftanlagen würden weder in menschenleeren Gebieten Patagoniens und noch weniger in der Atacama-Wüste stören !
    Mich wundert sowieso, dass die Windkraft bisher dort überhaupt nicht genutzt wird und das bei der ungeheuren Kraft und Energie, die der Wind dort hat ...
    Man müsste die Rotoren nur sturmsicher bauen ...
  • roro ro 9. April 2012, 14:54

    Tja, was wäre ein Schwabe ohne Schwazbrot ;-)
    In Sachen Brot würdest Du in fast ganz Südamerika leiden.

    In der Tat ein schützenswertes Idyll. Eine gigantischee Solarfarm wird den Industrie-energiebedarf nur bedingt decken können, da rund um die Uhr produziert wird. Vielleicht ist Wasserkraft vielerorts das geringste Übel. Jedenfalls besser, als dem deutschen Vorbild zu folgen und mit zigtausenden Windkraftanlagen der Landschaft den Rest zu geben, die dann gerade mal halb so viel Energie produzieren wie Itaipú. Und das noch in Schüben.
    lg, roland
  • Rolf Pessel 9. April 2012, 12:54

    erstens wieder ein sehr schönes Foto und zweitens eine Story, die sich leider so oft wiederholt, aber zum Glück wird der Fortschritts- und Machbarkeitsglaube langsam abgelöst. So hoffe ich mit Dir, dass dieses Projekt nicht zustande kommt, gerade da in Chile sicher noch einige andere Möglichkeiten der Stromgewinnung bestehen.
    LG Rolf
  • Mal Ente 9. April 2012, 12:31

    Schön, wie du uns an deinen Eindrücken teilhaben lässt.
    LG Gunnar
  • SINA 9. April 2012, 11:30

    ein wundervolles Bild ,
    gefällt mir ausgezeichnet
    schönes Licht
    eine besondere Komposition des Bildes
    und ein schöner Titel ...lächel...
    lg.Kristine
  • Matthias Polakowski 9. April 2012, 11:21

    Jedes deiner Fotos ist eine Geschichte für sich.
    Neben der beeindruckenden Landschaft auch jedes mal ein spannender Text!
  • barbara hetterich 9. April 2012, 11:11

    Wieder eine sehr schöne Geschichte zu einem sehr schönen Foto.
    Dir zur Info, im Norden Namibiass soll auch ein Staudamm gebaut werden, Mitten im Gebiet der Himbas, auf deren Heiliger Erde. Auch da gibt es Gott sei Dank Widerstand. Eine Straße durch die Seregenti wurde Gott sei Dank gestoppt. Die Chinesen in Afrika, Oh weija.
    Dir noch einen schönen Montag
    Barbara
  • eltatio 9. April 2012, 11:08

    Der Raubtierkapitalismus hinterlässt überall seine Spuren.
    Es wird Zeit das der Mensch begreift das man ein System braucht in dem alles recycelt und verwertet wird und in dem es den Begriff "Müll" nicht mehr gibt und nicht geben darf.
    Das hat die Erde schon, nur wir verstehen es einfach nicht.
  • Siegfried Duerschlag 9. April 2012, 11:07

    Es wäre Schade,
    an der Natur was zu ändern -
    wie du schreibst.
    Da hattest du eine schöne Begegnung.
    wunderbare Naur auch mit dem Wächter.
    gut aufgenommen.
    LG Siegfried

Informationen

Sektion
Ordner Patagonien
Klicks 1.537
Veröffentlicht
Sprache
Lizenz

Öffentliche Favoriten