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Der Panther (frei nach Rilke)

Der Panther (frei nach Rilke)

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Fedja Galperin


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Der Panther (frei nach Rilke)

Sein Blick ist vom Vorübergehn der Stäbe
so müd geworden, dass er nichts mehr hält.
Ihm ist, als ob es tausend Stäbe gäbe
und hinter tausend Stäben keine Welt.

Der weiche Gang geschmeidig starker Schritte,
der sich im allerkleinsten Kreise dreht,
ist wie ein Tanz von Kraft um eine Mitte,
in der betäubt ein großer Wille steht.

Nur manchmal schiebt der Vorhang der Pupille
sich lautlos auf -. Dann geht ein Bild hinein,
geht durch der Glieder angespannte Stille -
und hört im Herzen auf zu sein.


Rainer Maria Rilke, 6.11.1902, Paris



Das hier ist ein Schneeleopard - bei den Schatten der Stäbe und den Fugen der Backsteine mußte ich gleich an Rilke denken.

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