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Was ist neu?

Tore Straubhaar


Pro Mitglied, Höxter

der Mondlandfluß

Radtour Island, September 2013

Es sind nur Steine und Sand, Kilometer um Kilometer, und wenn es eine Pflanze gibt, dann einen Strandhafer. Nachdem ich gleich zu Beginn dieser Etappe einen Höhenzug überwinden muß, öffnet sich weites unendliches Land vor mir. So weit ich sehen kann ist eigentlich nichts, und doch so viel Neues. Die Senken sind weit und weiter, darin vereinzelt Hügel, Bergketten und als König der Berge in der Ferne der Herðubreið.

Es könnte genauso gut der Mond sein, die Hochlandpiste führt immer weiter in eine fantastische Landschaft. Farben, Formen und Strukturen, die ich so noch nie gesehen haben. Über allem ein stahlblauer Himmel mit langsam dahin ziehenden Wolkenschiffen, deren Schatten das Land umso unwirtlicher erscheinen lassen.

Ich kann weit gucken. Die Piste führt ohne große Steigungen schnurstracks dahin, bis ich eine hügeligere Gegend erreiche. Vulkanland, denke ich mir, und kurve um große Felsbrocken herum, die mir eher als eine Art Riesenmaulwurfshaufen erscheinen. Dann ein Rauschen. Hier muß gleich der Fluß kommen, den ich schon auf der Landkarte gesehen haben. Aber ich fahre noch einige Zeit, ehe das Rauschen immer stärker wird.

Der Herðubreið erscheint immer größer, eine letzte kleine Kuppe und noch eine scharfe Kurve, und da strömt er nun gewaltig mit unbändiger Kraft ... der Mondlandfluß ...






Ich fände es super, wenn auch andere Menschen und zukünftige Generationen noch ähnliche Erlebnisse auf dem isländischen Hochland sammeln könnten, wie Jens und ich das getan haben. Schaut Euch bitte einmal folgendes Bild von Jens an uns lest seinen Text dazu:

Kommentare 17

  • Julia Wylenzek 21. Oktober 2013, 9:43

    Wunderschön!!!
    LG
  • Stephan.Mertens 13. Oktober 2013, 19:31

    Hej Tore,
    sieht nach einer interessanten, aber auch kargen Gegend aus.Sogar das Wasser ist grau gefärbt. Wie gut, dass der Himmel dann wenigstens seine blaue Seite zeigt.
    Eine schöne Aufnahme ist dir hier wieder gelungen.

    Gruß,
    Stephan
  • RonaldJ 13. Oktober 2013, 8:34

    Moin Tore,
    Mondlandschaft! Das ist genau das, wonach es aussieht. Wenn man eine solche Weite vor sich hat, dann kann man doch so richtig tief durchatmen. In der Stadt oder überhaupt in der Enge touristisch überlaufener Orte habe ich oft das Gefühl, dass es mir die Luft abschnürt. Viel zu selten im Leben besteht die Möglichkeit, so eine Situation bewusst zu erleben.
    Ich genieße und atme ganz tief durch.
    Viele Grüße
    Ronald
  • UlliB. 11. Oktober 2013, 20:23

    So langsam glaube ich, daß Du Dir An- und Augenblicke mit dem Fahrrad erstrampelt hast, die dem gemeinen Offroader eher verborgen bleiben - hinter Glasscheiben und mit DIesel in der Nase ist der Blick wohl ein anderer. Ein wunderbares Pano dieser kargen und doch schönen Landschaft!
    Grüße von Ulli
  • Axel Wesche 11. Oktober 2013, 17:47

    durch die Langzeitbelichtung hast Du eine sehr schöne Stimmung erzeugt und im Panoramaformat bekommt man einen guten Überblick über diese herrliche Landschaft, bin überzeugt, daß Du bei diesem Anblick die ganzen Anstrengungen schnell vergessen hast
    lg Axel
  • AGo. 10. Oktober 2013, 10:50

    eine landschaft die faszinert.. und begeistert.
    die bildgestaltung und die tiefenwirkung ist grandis.
    eine sehr gute bilddokumentation.
    glg Angelika
  • scanpics 9. Oktober 2013, 21:20

    'n Abend Tore,
    im Vergleich zu meinem aktuellen Südkapsommerpanoramabildchen, meint man tatsächlich, Du warst auf einem anderen Planeten radeln ;-). Mehr Kontrastprogramm geht wirklich nicht.
    Völlig karg und unwirklich ... da muss man schon eine ordentliche Portion Charakterstärke mitbringen, um nicht in tiefe Depressionen zu verfallen.
    Die Langzeitbelichtung lässt den Fluss fast wie ein Gletscher aussehen - sehr cooler Effekt! Und zu diesem Zeitpunkt war der Wettergot Dir noch gnädig gestimmt. Insgesamt wieder ein klasse Einblick in diese fast (wegen der Brücke) unberührte Wildnis.
    Liebe Abendgrüße, Christian
  • Steffen Nitzsche 9. Oktober 2013, 20:33

    sehr geil
  • Stefan Johannsen 9. Oktober 2013, 16:41

    Hallo Tore,
    einsam und sehr lebensfeindlich wirkt die Landschaft um den Mondlandfluß.....
    und doch wird man Lebewesen finden die mit diesem Umfeld zurecht kommen....und Du natürlich.....
    Zum Glück gab es also auch Tage mit schönem Wetter....
    lg stefan
  • Körnchen71 9. Oktober 2013, 15:07

    Ohhhh, das ist aber wirklich sehr karg. Man könnte dich auch den Louis Armstrong von Island nennen;-)
    Aber bestimmt isses da auch wunderbar still.
    lg Tanja
  • JensBachmann 9. Oktober 2013, 13:43

    Hi Tore.
    Du bringst die Faszination Hochland hervorragend rüber! Es ist eine Landschaft die gleichzeitig durch Weite und winzige Details zu begeistern weiß, für Diejenigen die auch Hinschauen und die Weite bzw. Einsamkeit ertragen können. Ich war etwas weiter westlich hinter einem Bergzug zu Fuß unterwegs und war erstaunt, das doch fast überall einzeln stehende Pflänzchen zu finden sind. Und das in einer Landschaft in der jeder Niederschlag in flüssiger Form sofort im porösen Boden versickert. Es ist schade das viele Entscheidungsträger in diesen oberflächlich "öden" Landschaften nichts als ausbeutbare Energieressourcen sehen. Es sind die letzten Schätze dieser Welt!
    LG
    Jens
  • Thomas Rieger. 9. Oktober 2013, 13:03

    Ist das eine geile Landschaft,
    schön wo du überall rumkommst!

    Grüße
    Tom
  • Meina Giese 9. Oktober 2013, 10:45

    Es ist schon ein besonderes urtümliches Land!
    Wie immer eine ausgezeichnete Qualität und ein unterhaltsamer Text!
    L.G. Meina
  • flakkari 9. Oktober 2013, 9:20

    Tolle Aufnahme: Gestochen scharf und fantastische Wolkenbilder! Bist vermutlich eine ähnliche Route wie ich geradelt (im August)...
    LG, Steffen
  • Manfred Bartels 9. Oktober 2013, 8:44

    Du hast das gute Wetter erwischt, und ganz langsam führte dich dein Weg näher an die Burg der Götter.
    Aus der Schulzeit hatte ich noch irgendwo in den grauen Zellen vergraben, dass Lavaboden und Vulkanasche fruchtbarer Boden sein soll. Bis zu meinem ersten Islandbesuch hatte ich das geglaubt.
    Da muß ich wohl etwas vollkommen falsch verstanden haben....
    Es ist einsames Land dort oben, ein Büschel Strandhafer wird zu einem willkommenen Fotomotiv und Abwechslung in der Landschaft.
    Der Berg gibt die Richtung vor, nur ganz langsam kommt man ihm näher.
    Du hast dir eine sehr unwirtliche Strecke ausgesucht, wahrscheinlich bist du dort lange Zeit Niemandem begegnet.
    Es ist Abenteuerland ohne Bäcker und Café.
    Oder Mondland......
    Die Perspektive ist etwas flach, anders geht es aber nicht. In dieser kleinen Darstellung sind die vielen Details schlecht zu erkennen, da wird dein Original wohl etwas mehr Details sichtbar machen. Der Weitwinkel tut sein Übriges dazu.
    Die Brücke kann ich erkennen, und das unterscheidet die Landschaft vom Mond.
    LG Manfred
  • Doreen A. 9. Oktober 2013, 8:29

    Das Hochland zu durchfahren muss unbeschreiblich schwer und auch schön sein. Man kann sich gar nicht vorstellen, dass da oben was wachsen kann.
    Die Langzeitaufnahme ist klasse. Der wolkenbefleckte Himmel lässt den Blick in die Ferne schweifen.
    Super!!!
    L.Gr. Doreen
  • Editha Uhrmacher 9. Oktober 2013, 8:16

    bist du dir sicher, dass das nicht der mond ist?:-)

    es liest sich wieder herrlich und ich will gar nicht wissen, welche strapazen du meistern musstest.
    die aufnahme ist der ein knaller, sehr bizarr, wobei auch der himmel sein bestes gibt.
    ist doch recht einsam alles, hast du wenigstens zwischendurch gesungen... wir lagen vor madagaskar oder so, nur der unterhaltung wegen:-)
    ein promill deiner kondition möchte ich haben.
    ich bin begeistert tore und verfolge alles weiter.
    lg editha