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Was ist neu?

Horst Lehmitz


World Mitglied, Amelinghausen Lüneburger Heide

Der letzte Gang.........

Eine Besichtigung des Krematoriums in Hamburg machte diese (mir)einmaligen Bilder möglich!700-800°C ist die durchschnittliche Temperatur in den Öfen.Die Särge brennen schon beim Einschub.Die leichte Unschärfe entstand durch die enorme Hitze die einem entgegenschlug.Dank an einen FC-Kollegen der mir diese Aufnahmen ermöglicht hat!
Es werden weitere Uploads folgen!

Kommentare 14

  • Brigitte A. 8. Februar 2004, 23:40

    Wir leben leider in einer Kultur, in der der Tod und sogar Krankheit...nicht gesellschaftsfähig sind. Die Medien suggerieren einen Jugendwahn und "Alte" werden oft abgeschoben. Mir fehlt da der Respekt vor der Weisheit und der Erfahrung der sogenannten "Alten".
    Wenn wir lernen, den Tod. als einen Teil des Lebens anzunehmen, können wir bei allem Schmerz um den Verlust der geliebten Menschen, doch respektieren, daß auch der Tod würdevoll ist.
    Pietät ist, was wir daraus machen.
    Ich will das Ganze hier nicht unnötig weiter "aufblähen", aber dem Fotografen möchte ich sagen "Hut ab", das Thema wurde von ihm sachlich und würdevoll präsentiert!
    Ich kann es annehmen.
    LG
    BrigittA.


  • Mona Lisa 8. Februar 2004, 22:38

    Ich verfolge diese Diskussion nun seit gestern sehr interessiert und mache mir - wie wohl jeder hier - so meine Gedanken zu diesem ernsten Thema. Trotz unterschiedlicher Standpunkte verlief bisher der Meinungsaustausch relativ sachlich! Die Grenze des guten Geschmacks ist aber für mich eindeutig mit dieser Bemerkung von Anne Deobald überschritten:
    Zitat: "schade, dass der sarg zu ist, dann wäre es bestimmt ein galerievorschlag geworden!"
    Das ist ja wirklich das Letzte, was Horst mit diesem Bild beabsichtigte. Ihn in eine Ecke mit Yellow-Press-Fotografen zu stellen ist wohl unangemessen (um mich mal vorsichtig auszudrücken)! Monika
  • Horst Wunderlich 8. Februar 2004, 20:50

    Ich stimme Dirks Ausführungen zu.
    Der Tod ist ein Teil des Lebens.
    Und welche Vorstellung ist schlimmer zu ertragen:
    Unter der Erde in einem langen Prozeß zu Erde zu werden oder in einem relativ kurzen Prozeß zu Asche zu werden?
  • Dirk Rotermundt 8. Februar 2004, 12:25

    @Anne Deobald (Robert):
    Deine Ansicht kann ich nicht teilen, auch wenn es sicherlich ein trauriger und wirklich nicht schöner Anlass ist, dass soetwas geschieht. Aber es ist ein Teil von uns allen, ein Teil des Lebens, da wir ja alle nunmal nicht unsterblich sind.
    In dem Sarg liegt nicht der Mensch im herkömmlichen Sinne, denn es ist nur seine physikalische, biomechanische Hülle. Das, was uns alle ausmacht, unser Denken, Fühlen, unsere Persönlichkeit, unser Selbst, die Seele also, verbrennt nicht mit, denn sie ist bereits auf einer anderen Ebene.
    Auch wenn Dir dieser Anblick Schmerz bereitet, so versuche es doch zu akzeptieren, dass dies ein Bestandteil des Lebens ist, auch wenn das momentan noch sehr schwer sein mag.
    Viele Grüße,
    Dirk
  • Brigitte A. 7. Februar 2004, 20:54

    Danke....
    mein Vater ist vor einem Vierteljahr verstorben und ER wollte eingeäschert werden.
    Er war einige Tage aufgebahrt, so daß jeder Abschied nehmen konnte.
    Das WIE....der Einäscherung, konnte ich mir nicht richtig vorstellen und es sollte auch niemand dabei sein.
    Mir gab die Trauerfeier mit Urne etwas Unwirkliches....ein Sarg indem ich mir den Verstorbenen liegend vorstelle, hätte mir mehr weh getan.
    Dabei sieht es so (die Verbrennung), nicht unästhetisch aus.
    Deine Bilder sind sehr wirkungsvoll, technisch sehr gut und mich berührt das Thema also privat.
    Beeindruckend, wie Du das Thema umsetzt,.
    LG
    BrigittA.
  • Danuta Butler 7. Februar 2004, 18:04

    Und es bleibt...
    Die Erinnerung...
    Grüße
    Dana
  • Dirk Rotermundt 7. Februar 2004, 13:07

    Asche zu Asche...
    Das Foto gefällt mir sehr gut, die Vorstellung betrachte ich jedoch, wie wohl jeder, mit sehr gemischten Gefühlen.
    @Rainer:
    Die "Entsorgung" letztlich das anonyme Grab, was wohl wirklich immer mehr in "Mode" kommen, zeigen auch, wie sich unsere Gesellschaft mitlerweile entwickelt. Ach bei den Lebenden ist es ja inzwischen so, daß Menschen, die in irgendeiner Form nicht mehr für den Staat nützlich sind, an Wichtigkeit verlieren und so kommt es dann zu sehr zweifelhalten Diskussionen darüber, bis zu welchem Alter diese Menschen dann noch medikamentös behandelt werden sollten. Dies ist jedoch nur ein Beispiel und es lassen sich noch weitere finden und aufzeigen. Ich halte das für eine ganz miese und menschenunwürdige Entwicklung...
    Viele Grüße,
    Dirk
  • Rainer Pe. 7. Februar 2004, 11:48

    @gabi und auch alle anderen:
    - Über die Form des letzten Gangs entscheiden immer die Hinterbliebenen, ob das Endgültige hinter verschlossenen Türen stattfindet oder in ihrem Beisein
    - Diese "Dienstleistung" wird durch Menschen ausgeführt, die ohne ein Mindestmaß an technischer Hilfe unmittelbar auch der Hitze ausgesetzt wären. Hinzu kommt die körperliche Belastung durch das Heben und Tragen.
    - Heftiger in meinen Augen ist nicht die Form, wie so etwas abläuft, sondern dass in unseren Großstädten zunehmend Menschen ohne Trauer und Abschied "entsorgt" werden:
    Pflegeheim => Krematorium => anonymes Grab
  • Thomas Stölting 7. Februar 2004, 11:36

    Stimmt schon, die Situation wird allzugerne verdrängt. Um so wichtiger ist es, dass Du sie uns mit diesem Foto vor Augen führst.
    Aber letzter Gang = schwerer Gang? Ich weiss nicht. Für den betroffenen sicherlich nicht. Für die Lebenden vielleicht. Es ist nicht der Tod, der uns schrecken sollte, wenn schon, dann eher das Sterben...
    Aber genug der Philosophie. Es geht hier um ein Foto und da könnte man noch einiges verbessern (Schärfe, Bildausschnitt). Was aber hier vor allem zählt, ist die Bildaussage. Und die ist, wie auch die Kommentare zeigen, einfach klasse.

    Gruss Thomas
  • Mona Lisa 7. Februar 2004, 10:06

    Gewagtes Thema, aber gut gelöst! Auch der Rahmen passt hier, sieht nach Trauerkarte aus! Wenn man das lodernde Feuer versöhnlich sehen will, kann man es auch als das Licht deuten, das am Ende des Tunnels ja sein soll! ... Makaber wäre, die schöne Spiegelung im Fußboden zu loben! Lass ich dann also! :-)) Gruß Monika
  • G. Weber 7. Februar 2004, 9:16

    womöglich voll automatisiert
  • Kerl Marx 7. Februar 2004, 8:38

    Sabine umschreibt auch meine Gedanken und berührt damit ein Problem, welches wir verdrängen und dennoch gehört es zu uns .
    Es spricht aber auch die Gesellschaftskultur an, die Abschiedskultur, ich finde, dass wir in einer traurigen Zeit leben, in der Geburt und Tod als ökonomische Dimensionen wahrgenommen und gelebt werden.
    Es zeigt mir wieder deutlich, wie sehr sich die Menschen an eine Entsorgungsmentalität gewöhnt haben.....
    Hotte, gut gemacht, durch das Werk auch eine Problematik anzusprechen, der wir uns nicht entziehen können.
  • Sabine Kuhn 7. Februar 2004, 7:30

    … ist heftig… in dieser Darstellung, lieber Horst.
    Dein Photo führt mir vor Augen, wie unpersönlich diese Form des Weggeschoben-Werdens ist, mit einer Nummer, einem Zettel nur dran … ohne einen letzten Gruß, ohne ein Zeichen des Lebens, einer Blume vielleicht…
    Das Problem der Hitzeentwicklung sowie deren Wirkung kenne ich sehr gut von Brand-Aufnahmen: die Filme reagierten darauf immer mit einer Materialveränderung, die zu Unschärfen führte.
    … ein Bild, über das ich lange nachdenken werde,
    danke, dass du es uns zeigst, Horst.
    Lg Sabine
  • Heiko Hoffmann 7. Februar 2004, 7:07

    eindrucksvoll..ein recht düsteres Thema, Horst..unvermeidbar..Grüße von Heiko

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