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Der Boulevard Roadster

Der Boulevard Roadster

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Markus Merz


Basic Mitglied, Bad Honnef

Der Boulevard Roadster

Der Importeur Max Hoffmann, ein Kaufmann der deutsche Sportwagen in die USA importierte, hatte Daimler Benz überredet einen kleinen offenen Sportwagen für den US Markt zu bauen. Das Ergebniss seiner Überzeugungskünste wurde zusammen mit dem 300SL am 6. Februar 1954 auf der "International Motor Sports Show" in New York vorgestellt.

1955 lief die Serienproduktion des optisch mit dem 300SL Flügeltürer verwandten Roadsters an. Die Basis und Technik wurde vom Typ 180 gestellt. Der Motor war eine vollkommene Neuentwicklung, ein 4-Zylinder mit obenliegender Nockenwelle, der dank zweier 2 Register-Fallstromvergaser 105 PS bei 5700 U/min leistete und knapp 1,9 Liter Hubraum vorzuweisen hatte.

Mit dem 190SL und dem 300SL schlug Mercedes einen neuen Weg ein, alle Roadster der Marke sollten ab nun ein eigenständiges Gesicht mit dem Großen Stern tragen. Der Mercedes 190 SL wurde bis 1963 insgesamt ca. 25000 mal gebaut und ist damit eines der erfolgreichsten deutschen Cabrios dieser Zeit.

Besonders bei der Damenwelt galt der Roadster als Traumwagen. Die berümteste Fahrerin, Rosemarie Nitribitt, fehlt in keiner Biografie des Roadsters. Der Neupreis betrug 16500 DM, nicht wenig für eine Zeit in der Männer im Durchschnitt brutto 1,96 Mark die Stunde verdienten (Frauen 1,23 Mark).

Im laufe der Jahre wurden am 190SL nur geringfügige Änderungen vorgenommen. Im März 1956 wurden breite Chromleisten am oberen Türabschluss eingesetzt, im Juni 1956 erhielt der 190 SL die größeren Rückleuchten der Typen 220 a, 219 und 220 S. Im Juli 1957 wurde die hintere Kennzeichenbeleuchtung in die Stoßstangenhörner verlegt, sodass einer Montage der seinerzeit eingeführten breiteren Kennzeichenschilder nichts mehr im Wege stand. Damit gehörten die hinteren Stoßstangenhörner, mit denen man zuvor nur die USA-Ausführung serienmäßig ausgerüstet hatte, zur Grundausstattung. Für die Frontpartie waren sie auf Wunsch lieferbar.

Viele 190SL existieren dank der robusten Bauweise auch heute noch, der Grossteil in den südlichen Bundesstaaten der USA oder als Liebhaberfahrzeug in deutschen Garagen.


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