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Der Blasenstrauch...

...als herzlicher Sonntagsgruß aus meinem Garten!!!!!!
(Die Bilder aus Prag müssen noch etwas warten, denn die üppige Blütenvielfalt ist zu verlockend)

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Der Blasenstrauch ist ein sommergrüner, reich verzweigter Strauch. Er wird je nach Standort zwischen einem und vier Meter hoch. Die Triebe der unbedornten Zweige sind anfangs behaart und später kahl und hohl. Auffällig ist, dass die Rinde in Längsstreifen von Ästen und Stamm abfasert.

Die lang gestielten Blätter stehen wechselständig an den Zweigen. Es handelt sich um unpaarig gefiederte Blätter. Die einzelnen Fieder sind bis zu 3,5 Zentimeter lang und von breit elliptischer Form.
Aus den bestäubten Blüten entwickeln sich die für den Gelben Blasenstrauch typischen Hülsenfrüchte. Aufgrund der lang anhaltenden Blütezeit von Mai bis August kann man diese gemeinsam mit den Blüten am Strauch sehen.

Die Hülsenfrüchte sind sechs bis acht Zentimeter lang und durch Kohlendioxid aufgetrieben. Sie enthalten etwa 20 bis dreißig linsengroße und schwarze Samen. Bei Reife öffnet sich durch Austrocknung diese Hülse entlang der Rücken- und Bauchnaht um etwa ein bis zwei Zentimeter. Die Hülsen können den gesamten Winter über am Strauch bleiben, weshalb der Gelbe Blasenstrauch auch zu den Winterstehern zählt. In diesem Fall lösen sich die Samen durch Abtrocknen und werden durch starke Windbewegungen aus den Hülsen gerissen und anemochor verbreitet. Starke Stürme reißen jedoch die Hülsen vom Strauch und verbreiten sie als Ballonflieger. Diese Ausbreitungsstrategie wird als Meteorochorie bezeichnet. Schwächt der Wind ab, fallen die relativ schweren Früchte zu Boden und werden dort gelegentlich als Bodenläufer vom Wind vorangetrieben. Diese Ausbreitungsstrategie wird botanisch als Chamaechorie bezeichnet.
Der Gelbe Blasenstrauch ist in Nordafrika, in Südeuropa sowie dem südlichen Mitteleuropa und Westasien verbreitet. In Deutschland kommt er natürlich nur im Oberrheingebiet vor. Als Zierpflanze hat er jedoch seit dem 16. Jahrhundert ein breiteres Verbreitungsgebiet gefunden. Er wird gelegentlich an Straßenrändern oder in Gärten gepflanzt.

In seinem natürlichen Verbreitungsgebiet findet man ihn überwiegend auf meist trockenen Kalkböden. Er besiedelt vor allem trockene Hänge und Felsfluren und ist gelegentlich auch in lichten, submediterranen Laubwäldern zu finden.

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