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Denkmal und Mahnmal in Ankara - Motiv vom Weltenbummler - März 2013

Denkmal und Mahnmal in Ankara - Motiv vom Weltenbummler - März 2013

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K.-H.Schulz


Pro Mitglied, Göppingen

Denkmal und Mahnmal in Ankara - Motiv vom Weltenbummler - März 2013

Als Offizier und Machtpolitiker von eigener Art, der die Modernisierung seines Landes nach westlichem Vorbild beharrlich vorantrieb, hat Mustafa Kemal Atatürk mit weitreichenden gesellschaftlichen Reformen einen in dieser Form einmaligen Staatstypus geschaffen. Darauf beruhen – trotz einiger Schattenseiten seines Wirkens – die personenkultartige Verehrung, die ihm in der Türkei bis heute entgegengebracht wird, und die Unangefochtenheit des ihm verliehenen Nachnamens Vater der Türken
Nicht nur in der Türkei, wo noch heute jede herabsetzende Äußerung über den Staatsgründer unter Strafe steht, wurde und wird Mustafa Kemal Atatürk für seine Lebensleistung Respekt gezollt und ein ehrendes Andenken bewahrt. Die Spanne seiner Bewunderer reicht u. a. vom bereits zitierten britischen Premierminister Lloyd George, dem Gegner im Ersten Weltkrieg, über den NS-„Führer“ und Diktator Adolf Hitler, der ihn mit rassistischer Begründung – seiner blauen Augen wegen – gern an seiner Seite gesehen hätte[19], bis zu den amerikanischen Präsidenten Franklin D. Roosevelt und John F. Kennedy, der ihn zum 25. Todestag 1963 mit den Worten würdigte:[
„Der Name „Atatürk“ erinnert mich an die historischen Siege eines der größten Männer dieses Jahrhunderts, an seine schöpferische Fähigkeit zu regieren, an seine Weitsicht, an seinen großen Mut und an sein Können als Soldat.“
Das Heer, aus dessen Reihen Mustafa Kemal aufgestiegen war und das er seit den Befreiungskriegen auf sich verpflichtet hatte, blieb, insbesondere gegenüber islamistischen Tendenzen, nicht nur in den Wechselfällen der politischen Entwicklung nach dem Tode Atatürks, sondern während des gesamten 20. Jahrhunderts die autoritäre Garantiemacht des Kemalismus. Diese noch immer bestehende Sonderstellung der Armee in der Republik Türkei gehört zu dem von Atatürk hinterlassenen politischen Erbe, auch wenn unterdessen längst ein pluralistisches Parteiensystem existiert und Regierungswechsel nach Wahlen häufig stattgefunden haben

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