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Agora Bilddiskussion intensiv


Community Manager , Köln

Decision - Entscheidung

Spielregeln der Sektion Agora - Bilddiskussion intensiv findet Ihr hier: http://www.fotocommunity.de/info/Agora_-_Bilddiskussion_intensiv


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Hier werden unkonstruktive und/oder verletzende Anmerkungen gelöscht. Wir bitten darum die Diskussion aufs Bild zu fokussieren und persönliche Streitigkeiten, genauso wie irgendwelche Vermutungen über den Bildautor, aus der Diskussion herauszulassen.

1. Das Foto darf noch nicht auf der fotocommunity veröffentlicht worden sein
2. Der Fotograf bleibt bis zum Schluss anonym und darf sich erst in einem Schlusskommentar äußern, den er an uns ( Bilddiskussion_Intensiv@fotocommunity.net ) vorher sendet.
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Kommentare 39

Die Diskussion für dieses Foto ist deaktiviert.

  • Agora Bilddiskussion intensiv 5. November 2014, 18:07

    Ralf Od :
    "Erst einmal vielen Dank an alle, die sich die Zeit genommen und Mühe gemacht haben, das Bild zu kommentieren. Die vielen Meinungen zeigen mir
    zuallererst, wie unterschiedlich und vielschichtig
    Wahrnehmung und Interpretation sein können, - und das ist natürlich gut so.

    In Bezug auf die handwerkliche Kritik scheint es mir nicht gelungen zu sein, z.B. Einsamkeit der Location oder "Hitze" im Bild auszudrücken. Das sehe ich
    und würde das heute sicher anders machen. Bewusst wurde allerdings auf deutliche Gewaltelemente wie Blut, Einschusslöcher o.a. verzichtet, um das Bild nicht auf bloße Gewaltdarstellung zu reduzieren (das Bild als
    "Gewalt verherrlichend" zu bezeichnen sehe ich in unserer Zeit jedoch als Anachronismus an).

    Dass der Begriff "Slapstik" hierbei auftaucht, ist durchaus naheliegend. Tatsächlich bleibt aber, dass der Text nicht im Nachhinein dem Bild angepasst wurde, sondern die Intention darauf lag, dem Moment eine
    Geschichte zu geben. Meine wäre die eines gescheiterten Paares, das sich in den Fallstricken seiner komplizierten verruchten Vergangenheit
    verlaufen hat, jemand Schuld hat und das Bild die Konsequenz, den letzten Ausweg daraus zeigt.

    Der Mann steht aufgrund seiner an Slapstik erinnernden Haltung eher als Trottel da, der es versaut hat, die Frau ist Opfer und gedrungener Täter zugleich, gleichgültig, emotionslos. Dass der ADAC ins Spiel gebracht wurde, finde ich witzig und im Rahmen der gewollten Interpretationsmöglichkeiten, von denen es ja noch mehr gab, absolut zulässig.

    Ich hatte nicht den Anspruch, ein für jeden "witziges", "interessantes" oder "interpretationsfähiges" Bild zu machen. Das geht wohl nicht. Für mich waren aber nahezu alle Kommentare interessant und hilfreich. Um es handwerklich und/oder gestalterisch besser zu machen, um verschiedene Wahrnehmungsmöglichkeiten besser zu verstehen und auch, um meine eigene Wahrnehmung - ebenfalls in Bezug auf Bilder von anderen und deren
    Intentionen - immer wieder dann auf den Prüfstand zu stellen, insbesondere wenn ich mit einem Bild beim potentiellen Betrachter eine bestimmte Wirkung auslösen möchte. Das ist mir hier nicht rundum
    gelungen. Vielen Dank."
  • madin susu 1. November 2014, 21:32

    also ich fand die Geschichte vom Herminsche klasse und plausibel. Der Einwand von Helge hat mich zum nachdenken angeregt und war nicht so ganz von der Hand zu weisen. Also habe ich mal meine Frau gebeten, sich ebenso über das Sofa zu legen und zu entspannen. Sie hat sich zwar Mühe gegeben, war aber leider nicht so ganz locker. Also habe ich etwas nachgeholfen, die Knarre ist zwar eine andere, aber das sollte wohl eine untergeordnete Rolle spielen, und siehe da, Madame blieb exakt in dieser Position, womit die Geschichte vom Herminsche bestätigt ist.

    Zur Bilddiskussion: Beim Betrachten des Bildes fühlte ich mich in meine Jugend zurückversetzt, gestellte groteske Szenerien, in SW selbst entwickelt, und einen Heidenspaß gehabt. in sofern hat's funktioniert und ich vermisse keine großartigen Erläuterungen oder Interpretationen. Ich hätte nur vorher den Wagen aus dem Hintergrund weggefahren, der stört mich irgendwie....

  • Matthias von Schramm 1. November 2014, 17:51

    @ Helge Jörn

    Du hast noch nicht viel Tote gesehen, oder?
  • Helge Jörn 1. November 2014, 17:18

    Das Bild soll eine Geschichte erzählen? Wird für mich schwierig, denn der Kerl im Kofferraum kann weder bewußtlos noch tot sein. Er liegt einfach nicht weit genug mit dem Oberkörper auf der Ladefläche, um bei erschlaffter Muskulatur in dieser Position stabil zu bleiben. So wie er da drappiert ist muss er seine Lage mit Hilfe der Oberschenkel und der Bauchmuskeln halten, sonst würde er zur Seite wegrutschen.
    Also kein Mord und leider auch kein Frauenmörder (außer Gefecht gesetzt). Sorry Herminsche:)

    Mein Vorschlag:
    Ein Gangsterpärchen auf dem Weg zur Bank/Post/Juwelierladen oder was an so einem sonnigen Tag ausraubt macht auf einer unbefahrenen Seitenstraße (siehe Belag derselben) Halt für einen letzten Check (rechts der zweite Fluchtwagen).
    ER: "Liebling, wo hast Du meine Knarre?"
    SIE: "..."
    ER: "WO IST MEINE KNARRE?"
    SIE: "Aber Du wolltest doch ..."
    ER: "Ich kümmere mich um die Wagen. Du um die Waffen. Oder?"
    SIE: "Deine war doch so schmutzig vom letzten Überfall und ...."
    ER: "DU HAST SIE NICHT SCHON WIEDER IN DIE WASCHMASCHINE GESTECKT!"
    Sie blickt betreten zu Boden. Er fällt vornüber und beißt schluchzend in die Auslegeware! Jetzt muss sie erst eine rauchen.
    Dies legt den Schluss nahe, dass die beiden keine Profis sind:)
  • Matthias von Schramm 1. November 2014, 14:54

    @ herminsche

    deine geschichte hat mir sehr gefallen.
  • H. Sophia 1. November 2014, 14:45

    Der ADAC läßt aber lange auf sich warten.... *seufz*
  • Willy Brüchle 1. November 2014, 14:35

    Wieso ist bei diesem langweilig gestellten Bild dauernd von Zigaretten die Rede? In meinen Augen ist es ein Lichteinfall. MfG, w.b.
  • Das Herminsche 29. Oktober 2014, 20:21

    Sie hatte ne Panne - Keilriemen wohl gerissen - und saß so rum im Kofferraum ihres Vans und wartete auf den ADAC, auf der Landstraße kurz vor Bielefeld. Er, der gesuchte berühmtberüchtigte Gütersloher Frauenmörder, war grade auf dem Weg nach Elverdissen zu seiner kränklichen Großmutter, wollte Ihr Federweißen und Zwiebelkuchen bringen - da erblickte er sie, scheinbar hilflos am Straßenrand, kein anderes Auto oder Menschlein weit und breit. Instinktiv - ein Frauenmörder kann ja gar nicht anders - fuhr er langsamer, hielt an und nahm seine .... (Modell könnt ihr selber googeln) aus dem Handschuhfach, stieg aus und ging auf sie zu. Die Waffe genau auf ihren Kopf gerichtet. Als er direkt vor ihr stand und sie angrinste (dämlich, ziemlich sogar), trat sie ihm mit einem kräftigen Tritt (sie ist Fußballtrainerin der weiblichen bielefelder B-Jugend, jeden Donnerstag Abend), in die Eier (klänge "Gemächt" oder "Geschlechtsteile" passender - wie heißt das bei nem Frauenmörder korrekt?), entwand ihm mit einem routinierten Griff (sie ist Realschullehrerin) die Waffe und hämmerte ihm damit ordentlich eins über den Schädel. Eigentlich ist sie Nichtraucherin, aber in seiner Gesäßtasche steckte ne Packung Pueblo und n Feuerzeug. Jetzt wartet sie auf den ADAC und die Polizei und verflucht seine zweite Gesäßtasche, in der leider nur sein Handy und kein Flachmann steckte (Handy und Kippen liegen natürlich jetzt genau hinter ihrem Hintern im Kofferraum). Warum er sich nicht ganz durchbiegt, obwohl er bewusstlos ist, wie die Farbe aus dem Bild gewichen und die zu harten Kontraste ins Bild gekommen sind und warum unten rechts schon die Nacht hereinbricht, kann sie sich auch nicht erklären. Aber sie ist zufrieden, dass sie nicht zu faul war, das Altglas und das Altpapier heute Morgen noch aus dem Kofferraum in die Container zu werfen.
  • TSB 26. Oktober 2014, 9:34

    Die ganze Inszenierung (also wie der "Tote" da liegt) ist und bleibt - auch nach den vielen Anmerkungen - immer noch unlogisch. Das habe ich eingangs schon "gesagt".
    Ich schließe mich elvisfirewolf an: "Zu clean", zu gestellt, zu drapiert. Sie hat z. B. wohl schon beim/vor dem Schuß daran gedacht, dass sie danach auch noch einen Platz zum Sitzen braucht.

    Für ein roadmovie-Foto des Genres Krimi braucht es mehr als nur eine Pistole in der Hand und eine Zigarette lässig im Mundwinkel.
  • Matthias von Schramm 25. Oktober 2014, 15:22

    diese kommentarbewertungen nehmen hier so langsam überhand. kaum war es gelungen den einen hier vorerst loszuwerden, wachsen andere nach. fein ist das nicht.
  • elvisfirewolf 25. Oktober 2014, 13:37

    als erstes dachte ich:
    oha, da muß aber jemand unglaublich kurzsichtig sein, wenn er so sein reserverad im kofferraum sucht...
    und komischerweise blieb der gedanke auch dann, als ich die waffe in der hand der frau entdeckte.
    das, was der fotograf mit dem bild bezweckt, will sich bei mir partout nicht einstellen.
    dazu ist alles viel zu clean (kein schweiß, kein blut, keine patronenhülse am boden) und somit nicht konsequent umgesetzt.
    einzig das harte licht läßt auf eine um die mittagszeit hochstehende sonne schließen.
    die ganze szene wirkt auf mich eher unfreiwillig komisch (siehe meinen ersten gedanken).


  • elevatorjwo 24. Oktober 2014, 16:21

    Gott sei Dank gibt es hier auch intelligente und tiefgründige Kommentare.
    Wenn sie auch nicht unmittelbar zum Bild gehören so sind sie doch zumindest durch dieses initiiert und in jedem Fall köstlich zu lesen.
    Mein Dank gilt insbesondere WMeyer und garudawalk und ist ehrlich gemeint.
  • garudawalk 24. Oktober 2014, 10:31

    Kollege WMeyer, dessen Kommentare unter Bildern mir oft interessanter sind als die Foddos selbst, hat natürlich recht...und zerknirscht habe ich meinen Kopf an den gerade zufällig beiseitstehenden dritten Band der Literaturgeschichte Anselm Salzers geschlagen, wodurch ein erschröcklich abgründiger hohler Klang erzeugt wurde...
    Knirschende Grüße g.
  • WMeyer 24. Oktober 2014, 10:06

    garudawalk, der schon in jüngerer Vergangenheit den Schwerpunkt bisweilen mehr auf meine Kommentare als auf das jeweilige Foto gelegt hat, zitiert nicht nur ungenau, sondern weist die Sentenz auch noch einem falschen Urheber zu. "Abstrahieren heißt die Luft melken" stammt von Christian Friedrich Hebbel. Diese literarische Falschmünzerei rief mir allerdings einen der schönsten und - wie man sieht - immer wiedere treffenden Aphorismus von Georg Christoph Lichtenberg in Erinnerung: „Wenn ein Buch und ein Kopf zusammenstoßen und es klingt hohl, ist das allemal im Buch?“
  • garudawalk 24. Oktober 2014, 7:19

    Wieder mal sehr dialektisch gedacht vom Kollegen Meyer, - erinnert mich an Lichtenberg: "Abstrahieren heißt Luft zu melken".
    Aber im Ernst: Als Selfie eines Paares, überliefert an seine generationenübergreifend kichernden Nachkommen, hätte dieses Foddo doch gewiss einen großen Wert...
    Wertige Grüße g.

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