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..David in Schaffhausen..

David-Plastik, Münsterplatz Schaffhausen, von Karl Geiser

Karl Geiser, einer der bedeutendsten Schweizer Bildhauer des 20. Jahrhunderts, hat neben Skulpturen und Zeichnungen auch Tausende von Fotografien hinterlassen.

Geisers Mutter stirbt, als er elf Jahre alt ist. Nach der Matura (1917 in Bern) und Rekrutenschule (Thun) bezieht Geiser im Oktober 1918 in Bern sein erstes Atelier. Er erhält 1919 ein eidgenössisches Stipendium und reist im April 1920 nach München und Berlin. Nach einer Depression und einer Frankreichreise siedelt Geiser 1922 nach Zürich um. Unterbrochen von längeren Arbeitsaufenthalten in Paris (1926/27 und 1936-38) und mehreren Reisen nach Rom, Marseille, Genua und Berlin arbeitet und lebt Geiser bis zu seinem Tod in wechselnden Ateliers in Zürich, Küsnacht und Zollikon. Ab 1923 unterhält Geiser eine Beziehung mit Sasha Morgenthaler, der Frau von Ernst Morgenthaler; ab 1925 hat er erotische Beziehungen mit jungen Männern, die ihm oft Modell stehen - Geiser selbst spricht in Briefen offen von „Knabenliebe“. 1929 wird er wegen der Beziehung zu einem 18-Jährigen erstmals verhaftet. Sein Vater stirbt 1930. Im selben Jahr entsteht fast das gesamte druckgrafische Werk. 1940 wird Geiser zum Aktivdienst einberufen. Ab 1944 leidet Geiser an arthritischen Beschwerden. Karl Geiser wird am 5. April 1957 tot in seinem Atelier gefunden. Vermutet wird, dass er sich bereits Ende März das Leben genommen hat.

Am 4. Juni 1959 fand die Enthüllung der Plastiken von Karl Geiser statt, von denen die eine neben dem Nordportal des Münsters , die andere im ehemaligen Kräutergarten des Klosters aufgestellt worden ist. Am Fusse der beiden Davidgestalten steht folgende Inschrift zu lesen:

Diese Plastik wurde aus Mitteln der Zürcher Kulturspende, entstanden aus freundeidgenössischer Hilfe nach der irrtümlichen Bombardierung Schaffhausens am 1. April 1944, erworben. Schöpfer der Plastik, die in zeitgemässer Darstellung das Freiheitssymbol verkörpert, ist Karl Geiser. Dem Andenken an die Bombardierung, an die Solidarität des Schweizervolkes und dem Andenken an Karl Geiser ist diese Figur gewidmet.

Kommentare 5

  • Fredi Gyger 19. Oktober 2009, 21:14

    Danke für die ausführliche Info zu Karl Geiser und seinem Werk. Erst beim zweiten Hinsehen wird klar, dass der Junge (eben David) seien Fuss nicht auf einen Stein, sondern den Kopf von Goliath abstellt...
    herzliche Grüsse, Fredi
  • Thaysen Peter 18. Oktober 2009, 20:48

    Gefällt mir und dazu die Informationen.
    l.g.
    p.t.
  • Fröhlich Anni-Lina 18. Oktober 2009, 0:19

    Gute Aufnahme...
    mit interessanter Info...
    Liebe Grüsse Anni
  • Homa 17. Oktober 2009, 14:04

    Dem Kopf nach, kann der Riese garnicht so groß gewesen sein. Das dokumentiert auch dein schönes Bild. Es sei denn, der Künstler hat sich bei David, in der Perspektive etwas vertan. LG Homa
  • Rudolf A. 17. Oktober 2009, 10:26

    irgendwie gruselig mit dem Kopf wo der Fuß darauf steht
    lG Rudolf