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Was ist neu?

Thomas Jüngling


Pro Mitglied, Quedlinburg

Das Licht am Ende des Tunnels...

...ist in diesem Falle kein Zug. Und es wird auch nie wieder ein Zug kommen. Der Tunnel gehörte einst zum alten Streckenverlauf der Rübelandbahn, wie ich unter

Ein längst vergessener Tunnel...
Ein längst vergessener Tunnel...
Thomas Jüngling
eingehender beschrieben habe. Er wurde bereits 1931 stillgelegt und zugemauert.

Ich hatte heute folgende Idee: Das komplette Osterwochenende hatte ich an der Rübelandbahn verbracht, auf der Jagd nach Dampflokomotiven. Im Gespräch mit anderen Fans kam man dann immer wieder auf das Thema des alten Streckenverlaufes. Keiner von denen, mit denen ich sprach, wusste, dass die Strecke einst anders aussah und dass in Rübeland noch der alte Bahnhof existiert! Das gab mir zu denken und so raffte ich mich heute spontan auf, die alte Rübelandbahn zu erkunden. Also schnell ein Buch aus guter alter DDR-Produktion über jene Strecke aus dem Regal geholt, zur eigenen Orientierung ein paar Infos aus dem Netz gezogen und los!
Anfangen wollte ich in Michaelstein, dem Spitzkehrenbahnhof, und wollte mir die Reste des Bielsteintunnels suchen. Leider fand ich auch nach langem Suchen den Weg dorthin nicht. Also weiter nach Hüttenrode, dort den Bahnhof in Augenschein genommen. Leider war auch hier im tiefen Schnee nicht viel zu sehen. Aber, wie ich ja dank meiner Kletterei am Osterwochenende wusste, sollte Neuwerk interessant werden. Ich stellte mein Auto ab und suchte mir den Weg zum Portal des Bismarcktunnels, welches sich direkt unter dem Kreuztalviadukt befinden musste – zuvor hatte ich es nie wahrgenommen! Dank mitgeführter Literatur sollte ich es schnell finden. Und nicht genug! Ich fand sogar einen Weg in den Tunnel! Erst war mir etwas mulmig, sodass ich erst vorsichtig mit der Taschenlampe alles inspizierte, aber dann stieg ich samt Fotoausrüstung ein und machte ein paar Aufnahmen – Stativ war zum Glück dabei. Im Tunnel liegt manches Gerümpel, an den Wänden erinnern ein paar Isolatoren daran, dass dort wohl mal Telegrafenleitungen hingen. Ansonsten erinnern nur die Abdrücke der Schwellen im Schotter daran, dass hier mal ein Gleis lag. Nachdem die Augen sich an die Dunkelheit gewöhnt haben, wird auch der Lichtschein vom anderen Ende sichtbar. Die Portale sind zwar zugemauert, aber man hat Löcher gelassen – ich nehme an, um eine gewisse Luftzirkulation zu ermöglichen. Im Bild ist das Portal, über dem später das Kreutalviadukt errichtet wurde. Der neuere Nebelholztunnel, der heute von der Rübelandbahn durchfahren wird, befindet sich direkt über mir im Berg.

Ein Vergleichsbild...
Ein Vergleichsbild...
Thomas Jüngling

Aufnahme vom 03.04.2013 mit Canon EOS 1100D im manuellen Modus, bis auf den Rahmen keine Bearbeitung.

Neuer Versuch, 29.06.2013:
Der Tunnelgeist...
Der Tunnelgeist...
Thomas Jüngling

Kommentare 5

  • Michael PK 5. April 2013, 17:38

    Das Motiv ist sehr gelungen und Du hast Dir hier sehr viel Arbeit mit einem guten Ausgang gemacht
  • makna 4. April 2013, 8:20

    Nun also das 2. Motiv Deiner - hier sieht man es: abenteuerlichen ! - Geschichts-Tour! Irgendwie unheimlich, und dennoch mit dem Licht am Ende des Tunnels tröstlich.

    Sehr gut gemacht !!! Besonders die reflektierenden Steine der Tunnelwölbung verleihen dem Motiv das "gewisse Etwas"!

    BG makna
  • Laufmann-ml194 4. April 2013, 8:03

    gute Hintergrundinfos
    - eine Richtschnur für Veröffentlichungen

    das Foto
    - hoffentlich auch symbolisch für den zögerlichen Frühling

    Ähnliche Situationen gibt´s an der Tauern-Südrampe bei Oberfalkenstein in den alten Tunnels der früheren Strecke
    so was ist einfach spannende moderne Archälogie

    vfg Markus ml194
  • ronnym1972 4. April 2013, 6:28

    Sehr schöne Dokumentation, auch das Foto kommt wirklich gut rüber. Respekt auch für deinen Mut , Dich in den "eigentlich" zugemauerten Tunnel zu steigen.
    Einfach klasse.
    VG Ronny
  • Dieter Jüngling 3. April 2013, 22:33

    Da hast du dir sehr viel Mühe gemacht und bist zum Erfolg gekommen. Das finde ich echt gut.
    Das Buch "Die Rübelandbahn" ist dafür wie geschaffen.
    Gruß von zu Hause

Informationen

Sektion
Ordner Rübelandbahn
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Veröffentlicht
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Lizenz

Exif

Kamera Canon EOS 1100D
Objektiv Canon EF-S 18-55mm f/3.5-5.6 IS II
Blende 13
Belichtungszeit 90
Brennweite 34.0 mm
ISO 200