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Das Gefängnis von "Annecy"

Das Gefängnis von "Annecy"

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Udo Krüger


Basic Mitglied, Troisdorf - Spich/ Bonn-Rhein-Sieg

Das Gefängnis von "Annecy"

Canon 20 D EF 17-40L USM

Wie ein Schiff aus Stein erhebt sich der Palast „Le Palais de l‘Ile“ seit acht Jahrhunderten zwischen den Wasseradern. Er diente als Herrensitz und Gefängnis, heute beherbergt er ein Museum.

Auch Annecy, die Haupstadt des Départements, spiegelt die wechselvolle Geschichte Hochsavoyens. Am Nordende des Lac von Annecy gelegen, steht die Stadt ganz im Zeichen des Wassers. Berühmt wurde die Stadt für ihr mittelalterliches Zentrum. Annecy wurde im 13. Jahrhundert auf Pfahlbauten über den vom See abfließenden Fluss Thiou erbaut. Die eng stehenden Häuser werden von zahllosen Kanälen umspült, die Annecy den Beinamen "Venedig der Alpen" einbrachten.

Das Gefängnis auf der Insel

In den Sommermonaten ergießt sich eine Flut von Touristen in die Altstadt. Über Brücken, Stege und durch verwinkelte Gassen drängen sie sich bis zum hoch gelegenen Schloss, das neben dem Museum zur Stadtgeschichte auch das Bio-Observatorium über den See von Annecy beherbergt. Besonders dicht wird das Gedränge auf der Brücke gegenüber dem Palais de l'Ile. Urlaubergruppen scharen sich um die Souvenir-Maler, die gelassen das wohl meist fotografierte Motiv Frankreichs nach dem Eiffelturm abpinseln. Wie ein Keil steht das ehemalige Stadtgefängnis auf einer Kanalinsel. 1132 wurde der steinerne Bau erstmals in Dokumenten erwähnt.
Nach Annecy kam 1568 auch der von den Calvinisten vertriebene Bischof von Genf und errichtete dort ein Bollwerk des Katholizismus. Im 16. und 17. Jahrhundert entstanden wie zum Trotz 17 Kirchen in der Altstadt. Für zwei Jahrhunderte nannte man Annecy das "Rom Savoyens", bis die französische Revolution der Religiosität ein jähes Ende setzte und viele Gotteshäuser in Textilfabriken oder Versammlungshallen umfunktionierte.

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