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Pro Mitglied, Eschweiler

Camp Astrid ... oder besser was davon übrig ist !

Camp Astrid [kæmp astrid] ist der Name einer ehemaligen belgischen Kaserne, die nach dem Zweiten Weltkrieg von der damaligen belgischen Besatzungsmacht 1948 auf 37 Hektar im Propsteier Wald bei Eschweiler im Kreis Aachen errichtet wurde. Der offizielle Name war Quartier Reine Astrid auf Französisch bzw. Kwartier Koningin Astrid auf Niederländisch – benannt nach Astrid von Schweden. Die Liegenschaft stellte somit exterritoriales Gebiet dar. Der Kaserne angegliedert war ein Material- und Munitionsdepot. Der umlaufende Zaun der gesamten Liegenschaft hatte eine Länge von etwa 10 km und umschloss ein Areal von 350 Hektar.

Die primäre Aufgabe war der Nachschub, die Versorgung der Einheiten mit sogenannten Verbrauchsgütern. Daraus resultierten die Tätigkeiten des militärischen Transports , der Umschlag, das Lagern und das Bewachen von Material und Munition, das Bergen und Instandsetzen der Fahrzeuge und der Gerätschaften, das Gewährleisten der Einsatzbereitschaft der Fahrzeuge und des Gerätes. Weiterer Schwerpunkt und Aufgabe war die Ausbildung der Soldaten in militärischer Hinsicht und in ihren fachlichen Verwendungen.

Die Anlage verfügte über einen eigenen Gleisanschluss, so dass Transporte auch über die Schiene abgewickelt werden konnten.

Das im Wald gelegene Camp hatte viele Einrichtungen, die den belgischen Soldaten das Arbeiten und Leben für sie und ihren Familien angenehm machen sollten: Kirche, Casino, Kino, Freibad, Post, Einkaufsladen, Sportplatz, Tennisplatz, Sporthalle und Angelteich. Die Familien der Zeit- und der Berufssoldaten wohnten hingegen in Stolberg in eigenen Siedlungen außerhalb der Kaserne. Die Kinder gingen in eigene Schulen.

Ende 1946 war auch der Baubeginn des Camp Eschweiler im Eschweiler Stadtwald beim Donnerberg. Es wurde später in Camp Zeebrugge umbenannt und ist zusammen mit Camp Astrid die zweite belgische Kaserne auf Eschweiler Stadtgebiet. Die ersten belgischen Soldaten rückten im Sommer 1947 ein. Am 20. Dezember 1956 wurde das belgische Camp Zeebrugge teilweise von der neu aufgestellten Bundeswehr übernommen, und als Donnerbergkaserne Eschweiler besteht sie heute noch.

Das 1. Belgische Corps wurde mit Aufnahme der Bundesrepublik Deutschland in die NATO 1955 von der Besatzungsmacht zur Schutzmacht und war Teil der NATO-Kräfte in dem den Belgiern zugewiesenen Korridor, der auf 270 km Länge und 190 km Breite von Aachen bis Kassel reichte.

Volker Rühe, Bundesminister der Verteidigung, überreichte 1995 persönlich in Anerkennung gemeinsamer Arbeit für Friede und Freiheit das Fahnenband der Bundesrepublik Deutschland.

Siehe auch :
http://de.wikipedia.org/wiki/Camp_Astrid

Kommentare 2

  • -Gudrun- 22. Mai 2007, 20:59

    also im "fast-dunkeln" hab ich mir vor angst fast in die hose gemacht...war richtig gruselig...

    :-*
  • Roland Klecker 20. Mai 2007, 12:38

    Feine Collage, hast Dir sehr viel Mühe gegeben, das sieht man,
    und danke für die Info!

    Liebe Grüße,
    roland