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Wolfgang Hille


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Burg Weesenstein1

Die Geschichte Schloss Weesensteins begann vor über 700 Jahren als mittelalterliche Wehranlage. Die urkundliche Ersterwähnung 1318 spricht vom zur reichsunmittelbaren Burggrafschaft Dohna gehörendem „Weysinberg, dem huse“.
Im Ergebnis der sogenannten Dohnaschen Fehde wurde Weesenstein markgräflich-meißnisches Lehen und für mehr als 350 Jahre ständiger Wohnsitz der Familie von Bünau. Im 15. und 16. Jahrhundert zählte die Weesensteiner Linie des Geschlechtes zu den einflußreichsten und vermögendsten Adelshäusern in Sachsen. Zeitweilig besaßen sie großen Grundbesitz, Bergwerke und bedeutende Einkünfte im Osterzgebirge und in Böhmen. Schloss Weesenstein war das repräsentative Zentrum des Bünau-Landes. Mit dem katastrophalen Ende des barocken Sachsen waren jedoch auch die finanziellen Möglichkeiten der Bünaus erschöpft. Sie mussten sich von Schloss und Herrschaft Weesenstein trennen.
Die unmittelbar zuvor geadelten Barone von Uckermann hatten die Anlage für zwei Generationen in Besitz und kultivierten vor allem die Parklandschaft weiter. Danach erwarb 1830 König Anton von Sachsen Weesenstein für die Privatschatulle der Wettiner. Das Schloss wurde „königlich“ und beherbergte vor allem unter König Johann manch berühmten Gast.
Nach dem ersten Weltkrieg verkaufte Prinz Johann Georg Schloss und Rittergut an Bürgerliche. Von ihnen erwarb der Landesverein Sächsischer Heimatschutz das Schloss und gründete 1934 das seither mit wenigen Unterbrechungen bestehende Museum. Im zweiten Weltkrieg waren die Burgräume eines der Hauptdepots evakuierter Dresdner Kunstschätze. Nach 1945 vor allem in Trägerschaft der Gemeinde Weesenstein, sind Schloss, Park und Museum heute im Besitz des Freistaates Sachsen.

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