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Was ist neu?

Erich Kübler


Pro Mitglied, München

Bilderschrift der Naxi

Die Dongba-Schrift geht einer Überlieferung nach auf das 13. Jahrhundert zurück. Sie scheint tatsächlich keineswegs älter zu sein. Die Dongba-Schrift wurde nur von den Dongba als Erinnerungshilfe oder Vorlage bei ihren Ritualen benutzt. Sie besteht aus etwa 1400 Zeichen, von denen 90 % echte Piktogramme darstellen. Damit besitzt sie den höchsten Anteil an Piktogrammen in allen heute noch geschriebenen Schriften und wird häufig verallgemeinernd zur Hieroglyphen-Schrift erklärt. Sie ist trotz ihres manchmal naiven Erscheinungsbildes höchst komplex und nur sehr schwer erlernbar. Besonders ältere Texte stellen eher Erinnerungshilfen dar, die aus dem Kopf ergänzt werden müssen.
Nachdem es fast keine Schriftkundigen mehr gab, wurde das Dongba-Forschungsinstitut gegründet. Dort und in einigen anderen universitären Einrichtungen hat man inzwischen damit begonnen, den gewaltigen überlieferten Schriften-Korpus zu bearbeiten.

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