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Ursula Elise


Pro Mitglied, Hamburg

Bilder und Texte 11: Friedrich Hölderlin

Der Archipelagus bezeichnet die Ägäis. Hier der Anfang von Hölderlins großem Gedicht:

Der Archipelagus
Kehren die Kraniche wieder zu dir, und suchen zu deinen
Ufern wieder die Schiffe den Lauf, umatmen erwünschte
Lüfte dir die beruhigte Flut, und sonnet der Delphin
Aus der Tiefe gelockt am neuen Lichte den Rücken?
Blüht Ionien? ists die Zeit? denn immer im Frühling,
Wenn den Lebenden sich das Herz erneut und die erste
Liebe den Menschen erwacht und goldner Zeiten Erinnrung,
Komm ich zu dir und grüß' in deiner Stille dich, Alter!

Kommentare 7

  • Ursula Elise 18. Oktober 2013, 13:38

    @smokeonthewater: welche Handschriften kennst du?
    Gruß Ursula
  • smokeonthewater 18. Oktober 2013, 3:52

    Ja, erstaunlich unchaotisch für eine Hölderlin-Handschrift: nur eine einzige Korrektur, und alles in sauberen Zeilenfluchten!
    Genie und Wahnsinn lagen bei ihm dicht beieinander, vielleicht ist dies das Geheimnis seiner Sprachmusikalität. Aber ich denke, es liegt auch an der Anwendung klassischer griechischer Versmaße und Lyrikformen auf das Deutsche. Darin war und ist er unerreicht. Der Text hier scheint in Hexametern geschrieben, wenngleich nicht mit dem Zeilenfall übereinstimmend. (Eben doch chaotisch.)
    Ich finde das Bild gelungen. Der Meister hat die Welt vielleicht auch durch einen Schleier wahrgenommen.
    LG Dieter
  • Ursula Elise 17. Oktober 2013, 23:23

    So schön ist Hölderlins Handschrift nur in Reinschriften. An Entwurfshandschriften kann man verzweifeln. Es ist aber alles entziffert.
    Und ja, Andreas, die Musikalität seiner Sprache ist wohl unerreicht.
    U
  • Hans Mentzschel 17. Oktober 2013, 22:37

    Friedrich war der perfekte Kallograph und brachte das Deutsche zum Schwingen, nicht wahr?
    LG Hans Me.
  • Sigrid Springer 17. Oktober 2013, 22:08

    sehr schön hast Du die alten Schriftenzeichen fotografiert, die Geschichte erzählen

    Lg sigrid
  • Andreas Boeckh 17. Oktober 2013, 22:03

    Hölderlin ist der einzige deutsche Dichter, den ich kenne, der die ansonsten recht sperrige deutsche Sprache in Musik verwandeln konnte. Dass er eine geradezu kalligraphische Handschrift hatte, wusste ich bisher nicht.
    Andreas
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