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Was ist neu?
Bilder aus der Totenstadt #1

Bilder aus der Totenstadt #1

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La Wendu


Free Mitglied, Berlin

Bilder aus der Totenstadt #1

Im Land der Pyramiden ist es nicht verwunderlich, dass es in der Hauptstadt weitläufige Areale gibt, wo die Toten nach Jahrtausenden alten Bräuchen in geräumigen Mausoleen bestattet werden. Da Kairo aber mit angeblich 20 Millionen Einwohnern aus allen Nähten platzt, ist es ebenso wenig verwunderlich, dass sich die Lebenden die Ruhestätten der Toten als Lebensraum zurück erobert haben. Nach Schätzungen wohnen mindestens 150000 Menschen in den Totenstädten. Die Stadtverwaltung hat dieses Faktum akzeptiert und dort Strom und Wasser verlegt. So gehen die Menschen zwischen den Gräbern und in den Mausoleen ihren normalen Tätigkeiten nach und sind meist gern dazu bereit, den Fremden "ihre" Gräber zu zeigen.

Kommentare 8

  • Foto-Graf ICH 21. März 2005, 15:14

    Die Information ist mir nicht neu, aber das Bild ist was Besonderes.
    Gruß, ICH
  • Alexandra P. 20. März 2005, 1:31

    Interessante Information. Die Aufnahme finde ich sehr gelungen. Eine gute Momentaufnahme mit klasse Licht.
    LG Alexandra
  • sortie | de | camions 20. März 2005, 0:30

    mit den Toten zu leben, ist ja in vielen Kulturkreisen viel selbstverständlicher als bei uns. dein Bild zeigt diese Selbstverständlichkeit in warmen Farben - auch wenn es im konkreten Fall auch aus der Not geboren ist.
  • Sylvia Mancini 19. März 2005, 23:44

    Danke für die Erklärung, Wendula.
  • La Wendu 19. März 2005, 23:40

    @ johannes: östlich von der zitadelle erstrecken sich die totenstädte sowohl nach norden wie nach süden, insgesamt so groß wie manche deutsche großstadt. touristen sieht man dort so gut wie gar nicht, vielleicht, weil es dort angeblich gefährlich ist. dabei sind die menschen dort sehr freundlich. fahr ruhig mal hin bei deinem nächsten besuch in kairo.

    @ owen: du sagst es! wir europäer wollen das bloß nicht wahrhaben.

    @ sylvia: die alten ägypter haben geglaubt, dass die toten im jenseits genauso weiterleben wie zu lebzeiten, vorausgesetzt, sie werden dafür mit allem nötigen ausgestattet. diese überzeugung scheint sich bei den ägyptischen muslims und christen bis heute gehalten zu haben. totsein ist nur ein anderer zustand, ohne jeden schrecken. die mausoleen werden halt gebraucht, damit man die toten zuhause besuchen und mit ihnen feiern kann. oder heute halt bei ihnen wohnen kann, selbst wenn man mit ihnen nicht verwandt ist.
  • Sylvia Mancini 19. März 2005, 23:08

    Eigenartig, in dieser Nachbarschaft zu leben...wo doch die meisten Zivilisationen versuchen, die Toten möglichst weit weg von den Stätten der Lebenden zu verbannen. Die Menschen dort, haben sie keine Angst?
  • Owen Noah 19. März 2005, 22:47

    defintiv ein wendula bild...

    die ganz welt ist wohl von den toten von millionen
    jahren gepflastert, drauf wandeln wir und leben wir.
    und ab und an gesellt sich einer von uns dazu.
  • Johannes Müller 19. März 2005, 21:59

    Sehr interessant, obwohl ich schon mehrmals in Kairo war wusste ich das nicht. Danke für die Info und das die Wohnsituation treffend darstellende Bild. LG Hannes

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