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Was ist neu?

Michael Kersten


World Mitglied, Dortmund

Bienenfresser 1

Ich möchte mal etwas kritisches anmerken
Wie in jedem Jahr habe ich auch in diesem Jahr versucht Bienenfresser zu fotografieren. Ich bin mit einem riesen Trupp von „Vogelfreunden“ unter der „Leitung“ des NABU zu den Bruthöhlen der schönen Vögel gewandert. Natürlich erklärte man uns als Erstes, dass nur qualifizierte Personen mit Sondergenehmigung direkt zu den Vögeln dürfen. Wir, die Vogelfreunde, könnten uns aber anschauen wie die Vögel beringt werden. Das Annähern an die Bruthöhlen durch Unbefugte oder das Aufstellen von Fotohütten oder anderen Verstecken ist streng verboten und wird mit drastischen Strafen (man sprach von bis zu 1.000 EURO) belegt. Nur die Mitarbeiter von Nabu dürfen mit Netzen und anderen Fällen zu den Vögeln, alles im Sinne der Wissenschaft, um die Tiere zu fangen und in Säcke zu packen. Die Vögel werden dann beringt und mit GPS-Sender ausgestattet. Ergebnis dieser Prozedur ist es, dass man heute sagen kann, dass die Bienenfresser bis zum Kongo oder sogar bis Südafrika fliegen. (Wofür ist das wichtig und wenn ja gibt es heute nicht andere Wege in Zeiten moderner Kommunikationsmedien) Ich habe Euch 2 Fotos eingestellt, die die Not dieser Vögel zeigen. Ich habe bewusst die handelnden Personen herausgeschnitten um kein Problem mit dem Datenschutz zu bekommen. Die Frage darf wohl erlaubt sein ob Fotografen in einer Fotohütte die Vögel wirklich mehr stören als Nabu Mitarbeiter, die die Vögel mit Fallen fangen, beringen und dann „Vogelfreunden“ die Möglichkeit geben die Tiere zu streicheln. Oder wird hier die persönliche Eitelkeit einiger Menschen befriedigt und das im „Sinne“ der Wissenschaft?!

Kommentare 2

  • geonix 30. Juli 2017, 23:00

    Grundsätzlich kann ich den Frust, den manche Leute verursachen, wenn sie Fotografen generell als störend von solchen Plätzen ausschließen, verstehen. Es gibt bei allen Naturschutzvereinen solche, die alle Fotografen in einen Sack stecken.
    Andererseits: Natürlich ist es wichtig, die Zugrouten und Ziele der Vögel zu erforschen. Was sollen denn diese "anderen Wege in Zeiten moderner Kommunikationsmedien" sein? Selbst Minisender müssten ja irgendwie an den Vögeln angebracht werden um sie tausende Kilometer entfernt zweifelsfrei wieder identifizieren zu können.

    Das Wort "Not" finde ich hier auch etwas übertrieben. Not bekommen die Vögel durch fehlende Nistplätze oder zu wenige Insekten(Futter). Die Prozedur des Beringens ist, sofern sie tier- und fachgerecht durchgeführt wird, für die Vögel offenbar leicht verschmerzbar. Immerhin fliegen manche danach noch mehrere Jahre nach Südafrika und zurück, wie die Datenauswertungen zeigen.
    Allerdings halte ich es auch für unnötig, dass dabei eine Menschentraube um die Vögel rumsteht und jeder mal anfassen will. Sowas ist aber auch wieder dem Wunsch Vieler geschuldet, Naturschutz mal "hautnah" mitzuerleben. Und Nabu, BUND & Co. wollen/müssen diesem Wunsch anscheinend wenigstens manchmal nachkommen.
  • Alfons Klatt 30. Juli 2017, 20:24

    hi michael

    deine kritik am verhalten der nabu- leute kann ich gut nachvollziehen.
    aber
    der vogelschutz -für die bf- geht natürlich vor. jede störung kann die altvögel
    zum verlassen der brut bringen und das will ja wohl keiner?

    aber warum kann man nicht abgesetzt in hütten oder hinter tarnnetzen? die vögel beobachten bzw fotografieren? das sollte möglich sein und wird auch allgemein toleriert.

    da wird vermutlich wieder jemand den naturschutz gedanken übertreiben.
    deine kritik ist auf jedenfall gerechtfertigt.

    vg alfons+