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Was ist neu?

Ulrich Kirschbaum


Basic Mitglied, Mittelhessen

Beugungsunschärfe?

Weil es so schwer ist, kleine Objekte von vorn bis hinten scharf darzustellen, bietet sich die Stapeltechnik an. Dies stößt aber bei filigranen Gebilden (wie der hier abgebildeten Usnea florida; lateinisch floridus = reichblühend) oft an ihre Grenzen. Daher habe ich die abgebildete Flechte mit f 25 aufgenommen, was aber wiederum zu Beugungsunschärfen führen soll. Da ich nicht weiß, wie das aussieht, bitte ich die Spezialisten, dazu ein paar kritische Anmerkungen zu machen. Aufnahme vom Stativ, mit 20 D, 50 mm Makro, 1 sec., ISO 100.

Kommentare 15

  • bri-cecile 20. Dezember 2008, 16:41

    Das sieht ganz fragil und doch extrem bizarr aus -- faszinierend!!!
    LG bri-cecile
  • K. Wystub 13. April 2008, 21:28

    Ein sehr interessantes Bild, das mich sogar ein wenig an ein Geisterfetzenfisch erinnert ... Gefällt mir gut!, LG, Christian
  • Michael Leipold 23. März 2008, 9:51

    Ich finde auch das es insgesamt gar nicht so schlecht aussieht was du da zeigst.
    Bei f25 geht leider ein Teil der Schärfe verloren. Es ist auch recht objektivabhängig bis zu welcher Blende es noch zu sehr guter Schärfenleistung kommt.
    Am bessten man testet sein Objektiv mal in welchem Blendbereich man optimale Qualität erreicht.
    Wenn man den kennt stellt man die oberste Blenbe mit noch guter Abbildungsleistung ein. Mit einem Bild wirst du diese filigrane Flechte in dieser von mir erwähnten Einstellung nicht von vorne bis hinten scharf bekommen.
    Ich denke aber mit etwa 3-4 Bildern. Mit dem Verfahren
    wie es Andreas Kuntze beschreibt könntest du es dann mal auprobieren.
    Ich würde wenn es dann immer noch nicht so richtig funktioniert zur manuellen Methode gehen.
    Dabei schneidet man alle scharfen Bereiche per Hand aus. Man fängt von hinten nach vorne an und fügt alles scharfe Stück für Stück wieder zu einem Bild wieder zusammen. Man muss aber alle Bilder vorher auf gleiche Abildungssgröße bringen.
    Ich mache das Gelegendlich bei meinen Rosenbildern so. Ist natürlich eine schweine Arbeit, also genau das richtige für solch ein Wetter.
    LG Michael
  • Dieter Craasmann 19. März 2008, 14:34

    Ich habe nichts zu meckern an der Aufnahme,
    der Fokus liegt sehr gut auf dem Flechtendetail
    im rechten unteren Bildteil.
    Eine sehr schöne Aufnahme von diesem filigranen
    Gebilde.
    Viele Grüsse
    Dieter
  • Ulrich Kirschbaum 7. März 2008, 12:59

    An alle: Danke für die Bemerkungen und Tipps.
    @JosefSepp: Ich gebe Dir recht für künstlerische Aufnahmen; für dokumentarische (und das ist mein Ziel) sollte so viel wie möglich scharf dargestellt werden.
    @Andreas, Patrik: Werde einmal eine Serie mit unterschiedlichen Blenden machen. Wenn man bei den Bildgrößen, die in der FC vorgegeben sind, auch bei starkem Abblenden nichts (oder fast nichts) bemerkt, dann entscheide ich mich für die kleinste Blende, die noch eine Erhöhung der Schärfentiefe erkennen lässt.
    @ Andreas: Danke für den Link.
    @Conny: Da hilft nur Warten, bis der Wind sich legt (Warten kennst Du ja von Deinen Lichtstimmungen). Meine Aufnahme ist aber im Zimmer gemacht.
    @wolf08: Danke auch für Deinen Link, aber das ist mir zu hoch; ich probiere es einfach aus.
    mfg Ulrich
  • Patrik Brunner 6. März 2008, 21:54

    Ulrich,
    mach mal eine Blendenreihe von etwas und schau sie Dir dann mit einem Betrachter so an, dass Du auf Knopfdruck hin- und herschalten kannst, am besten 1:1 anschauen... je geschlossener dass die Blende ist, desto grösser wird die Tiefenschärfe, aber die Detailschärfe nimmt sichtbar ab (sichtbar beim direkten Vergleich)... aber ob das dann auch bei einer Einzelaufnahme sichtbar ist, hängt natürlich von vielen Faktoren ab, wie auch dem Objektiv...
    Gruss Patrik
  • Katrin MeGa 6. März 2008, 21:19

    Müsste bei Beugungsunschärfe nicht auch eine Dispersion der Farben zu beobachten sein? Sowas kann ich hier nicht erkennen, ich suche dabei die Randzonen der Flechtenästchen ab. Ich muss aber zugeben, dass ich vom fotografischen Standpunkt gar nichts dazu sagen kann, nur vom Begriff Beugung in der Optik, d.h. Physik.
    LG Katrin
  • Marina Lampsargis 6. März 2008, 20:55

    Bin immer wieder begeistert von Deiner dieser Technik ~ zur Beugungsunschärfe kann ich Dir leider nix ~ schade ~ hätte dir gern weiter geholfen ~ aber ein Klasse Bild ist es trotzdem
    LG ml
    PS: Frage mal bei dem Traumflieger an ~ kann Dir bestimmt was dazu sagen
  • Frank Moser 6. März 2008, 17:07

    Oft fotografiere ich mit f/32 und habe noch nicht gemerkt, dass dadurch Unschärfe entsteht - allerdings habe ich auch nie einen Vergleich, wie ihn Andreas vorschlägt, gemacht.
    Das Motiv ist ausgesprochen interessant und farblich ist die Aufnahme wirklich reizvoll.

    Gruß Frank.
  • Conny Wermke 6. März 2008, 14:09

    Ich finde die Aufnahme einfach beeindruckend..ich frage mich, wie Stapelaufnahmen bei so einem filigranen "Wesen" möglich sind..zumindest bei uns würde der Wind doch da stören..

    LG conny
  • Morgain Le Fey 6. März 2008, 13:08

    Zunächst einmal möchte ich anmerken, dass das eine höchst interessante Flechte ist, die hier vor dem dunklen Hintergrund ausgezeichnet zur Geltung kommt.

    Mit der Beugungsunschärfe ist es so eine Sache. Bei dieser geringen Auflösung hier, dürfte es sehr schwer fallen, einen Unterschied festzustellen. Manche Fotografen behaupten sogar, dass das überhaupt nur unter Labor-Bedingungen ins Gewicht fällt. Du solltest einfach mal bei so einem Motiv zusätzlich ein paar Aufnahmen mit offener Blende machen und die dann scharfen Bereiche bei voller Auflösung mit den gleichen Bereichen bei geschlossener Blende vergleichen. Ich sehe da bei meinen Bildern schon einen Unterschied in der Detailauflösung.

    Zum Stacking solcher Motive: CombineZM und auch andere Stacking-Software haben immer Probleme, wenn sich scharfe Bereiche vorn optisch zu nah an scharfen Bereichen hinten befinden. Das liegt einfach daran, dass unscharfe Bereiche im Vordergrund die eigentlich scharfen Bereiche im Hintergrund teilweise überdecken, wenn der Fokus weiter hinten liegt, denn die vorderen Bereiche sind dann optisch etwas größer, weil die Cam einfach näher dran ist. Für CombineZM gibt es mittlerweile ein Makro, das durch intelligentes rekursives Stacking diese Effekte minimieren kann. Allerdings wird dieser Qualitätsvorteil durch eine vielfach höhere Stacking-Zeit (mehrere Stunden) erkauft. Hier ein Link zu diesem Makro:

    http://hadleyweb.pwp.blueyonder.co.uk/CZM/MacroSets/DoDeepStack.htm

    Gruß Andreas
  • Werner Bartsch 6. März 2008, 12:48

    es gibt auf dem foto scharfe und weniger scharfe stellen. störend ist das nicht unbedingt, solange der gesamteindruck nicht unscharf ist.
    für mich ein gutes foto.
    lg. werner
  • Marianne Schön 6. März 2008, 12:05

    Da ich sehr wohl weiß wie schwierig sich die Flechten fotografieren lassen,
    kann ich nur staunen wie schön Du diese hier aufgenommen hast.
    NG Marianne
  • Wilhelm Martin Ewald 6. März 2008, 11:56

    Ich kann mich Josef nur anschließen finde es eine gelungenes Foto
    LG
    Martin
  • JosefSepp Hoffmann 6. März 2008, 11:40

    Es muss nicht alles immer scharf sein. Unschärfe nach hinten suggeriert Tief und Raum.
    Diese Pflanze macht viele Künstler Neidisch.

    Schöne Grüße