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Was ist neu?

Corinna Fischer


Pro Mitglied, Brandenburg / Niedersachsen

Bei dieser Aufnahme...

...gefällt mir das Auge ein bischen besser als bei der anderen:

Der Toni :)
Der Toni :)
Corinna Fischer


Und was sagt Ihr dazu?


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Menschen, artgerechte Haltung und Pflege

Ein Handbuch für Katzen, die einen Menschen aufnehmen wollen.


Nicht alle Katzen mögen Menschen, zugebenermaßen haben Menschen eigenartige Verhaltensweisen, die sich mit denen der Katzen gelegentlich nicht vereinbaren lassen.

Haben Sie sich trotzdem für die Anschaffung eines Menschen entschieden, werden Sie eine Menge Freude an ihm haben, wenn Sie ihn behutsam an die Regeln des Zusammenlebens gewöhnen. Am besten gelingt das, wenn Sie auf ihn eingehen, aber dazu müssen Sie zunächst einiges über ihn wissen.

Im Gegensatz zu Ihnen ist Ihr Mensch tagaktiv und verschläft - zumindest im Sommer - die beste Tageszeit, die morgendliche Stunde vor Sonnenaufgang, in der wir Katzen jagen und gute Beute machen. Zur Zeit der Abenddämmerung ist der Mensch zwar in der Regel wach, vertrödelt diese Zeit aber meist vor dem Fernseher oder bei anderen unsinnigen Aktivitäten. Die geselligen Stunden um Mitternacht möchte Ihr Mensch schlafen und reagiert mitunter sehr ungehalten, wenn ein allzu munteres Spiel oder unseren rituellen Gesänge ihn dabei stören.

Am Tag jedoch, wo man so angenehm an einem sicheren Platz in der Sonne ruhen kann, wird ihr Mensch in hektische Aktivität verfallen, im Ernstfall sogar „arbeiten“, was uns Katzen, die wir für das Wohlbefinden unseres Menschen Sorge tragen, in Alarm versetzen sollte. Denn beim „Arbeiten“ verausgabt sich unser Mensch gegen seine Natur und ohne Rücksicht auf seine revoltierenden Sinne in aufreibenden Stresssituationen, deren wirklichen Sinn er bei Nachfrage nicht einmal plausibel darlegen kann. Oft verfolgen ihn die Erlebnisse bis in sein Heim und er ist übellaunig und unkonzentriert. Er kann dann aggressiv reagieren und ist gegebenenfalls erst einmal sich selbst zu überlassen, bis er sich etwas beruhigt hat. Dann ist er meist wieder zugänglich und kann sanft an seine Pflichten erinnert werden.

Das Angenehme am Halten eines Menschen sind die servierten Mahlzeiten mit Futter unserer Wahl - er versteht unsere Wünsche nicht immer gleich, jedoch bringen ihn Kritik und stete Ermahnung schnell auf den richtigen Weg. Die Herausforderung besteht darin, uns verständlich zu machen.

Nur wenige Menschen beherrschen die geistige Kommunikation, die auf menschisch „Telepathie“ genannt wird. Deshalb sind eindrucksvolle Gesten und die Gebärdensprache Kommunikationsmittel unserer Wahl. Sollte sich z.B. unsere Toilette einmal nicht in einwandfreiem Zustand befinden, so kann man das Geschäft ersatzweise auf dem kleinen Teppich im Bad erledigen und es mit dessen überstehenden Enden bedecken, wie es die Katzensitte gebietet.

Doch Vorsicht ist geboten!

Das wird beim Menschen einen aggressiven Ausbruch hervorrufen - man muss immer wieder davor warnen, dass Menschen - wie wir - Raubtiere sind, nur eben wesentlich aggressiver und mitunter zu sinnlosen Gewalttaten fähig. Deshalb ist im Fall einer Zurechtweisung immer ein Sicherheitsabstand erforderlich, damit es nicht zu Übergriffen kommt. Wir müssen, um Unfälle zu vermeiden, unseren Menschen sehr gut einschätzen lernen.

Er geht aufrecht auf den Hinterbeinen, und da er in den seltensten Fällen die wichtigen Streck- und Dehnübungen beim Aufrichten aus der Ruhehaltung ausführt, klagt er oft über Schmerzen im Rücken, in den Gelenken und im Schulterbereich. Er ist relativ ungelenkig und steif in seinen Bewegungen. Seine Zähne und Krallen sind für die Jagd und die Verteidigung ungeeignet, er bedient sich aber diverser Hilfsmittel, wenn er sie zur Hand hat. Seine Instinkte sind verkümmert und sein Verhalten deshalb oft unangepasst. Er verständigt sich mit seinen Artgenossen durch lautliche Äußerungen und nennt dieses „Sprache“. Diese Form der Kommunikation ist sehr missverständlich und vielleicht sind die sozialen Bindungen der Menschen deshalb so instabil. Freundschaften und Partnerschaften sind oft nur von vorübergehender Dauer, und gehen oft in erbitterten Auseinandersetzungen auseinander. Zu diesen Zeiten ist der Mensch besonders launisch und aggressiv und vergisst sogar seine Pflichten gegenüber der ihn betreuenden Katze. Fütterungen bleiben aus und Toiletten bleiben oft tagelang ungereinigt.

Weibliche Menschen pflegen ein absurdes Ritual, das sie „Diät“ nennen. Sie versagen sich dabei jede Form schmackhafter Nahrung und hungern sich oft an die Grenze ihrer Existenzfähigkeit. Leider übertragen sie diese Unsitte auch auf uns Katzen, und eine solche Heimstatt ist es gewiss wert, dass man sie wechselt. Der Glaube, durch eine „Diät“ die Liebe und Anerkennung gewinnen zu können, nach der sie sich sehnen, wird um so stärker, je weniger dieses Ziel erreichbar ist. Wenigen Menschinnen gelingt es, meist nach langem Leidensweg und dauerhaften Gesundheitsschäden, die Absurdität dieser Vorgehensweise zu durchschauen und zu einem gesunden Essverhalten zurückzukehren.

Männliche Menschen neigen dazu, sich in unnötige Aktivitäten zu stürzen, die sie „Hobby“ nennen; Sie sitzen vor dem „Computer“ oder waschen den kaum verschmutzten Wagen. Sie tun dies, um sich vor der Auseinandersetzung mit den weiblichen Menschen zu bewahren, die ihnen offensichtlich unangenehm ist, solange es sich nicht um den reinen Vorgang der Begattung handelt.
Im Gegensatz zu den weiblichen Menschen haben einige Männer noch Reste einer Körperbehaarung und pflegen diese als „Bart“ im Gesicht. Dies trägt erheblich zu ihrer Ästhetik bei. Denn Menschen sind bis auf wenige Körperzonen unbehaart und tragen ersatzweise Kleidung, die sie jedoch immer wieder umständlich wechseln müssen. Ohne diese Kleidung, die ihre empfindliche Haut schützt, könnten sie wohl nicht überleben. Vielleicht gilt es bei ihnen deshalb als äußerst verwerflich, sich unbekleidet zu zeigen.

Zu Hause allein allerdings beschleunigen sie den Verfall ihrer so empfindlichen nackten Haut, indem sie diese mit Wasser und schädlichen chemischen Substanzen auslaugen. Einige Menschen degenerieren ihre Haut durch übermäßigen Aufenthalt in der Sonne, die daraus resultierende braune Verfärbung nennen sie „attraktiv“, die entstehenden Runzeln jedoch fürchten sie wie die Pest und geben viel von ihrem Geld aus, um diese durch Cremes und Salben zu lindern.

Menschen möchten gemocht werden. Sie sehnen sich nach Liebe, Zuspruch und Bewunderung, und viele ihrer Anstrengung werden mit dieser Motivation unternommen, obgleich ihre Handlungen oft gerade die gegenteilige Intention vermuten lassen. Da wird gedroht und geprotzt und eindringlich das Revier verteidigt. Gerade wegen dieser emotionalen Zerrissenheit sind Menschen auf unsere Pflege angewiesen. Es ist immer wieder spannend zu erleben, wie sich der gestresste Mensch entspannt, wenn wir unseren Kehlkopfgesang anstimmen und die Wärme unseres Körpers mit ihm teilen. Wenn Sie erst einmal das Vertrauen ihres Menschen errungen haben, wird er oft ein umgänglicher Gefährte und lässt sich mitunter sogar willig führen. Dann verliert er viel von seiner Überheblichkeit, unter der er nicht zuletzt selbst erheblich leidet.
Denn trotz ihrer körperlichen Unzulänglichkeit und ihres degenerierten Verhaltens betrachten sich die Menschen als „Krone der Schöpfung“, bezeichnen ihre Mitgeschöpfe als „Tiere“, welche sie als nicht ebenbürtige Lebensform betrachten. Dem Gesetz nach werden Tiere als „Sache“ geführt und besitzen nur insofern einen Wert, als das sie einem Menschen gehören, der ihren Wert nach dem Grad ihrer Degeneration belegen kann durch Vorlage eines „Stammbaumes“. Aber auch dann sind Tiere der Willkür ihrer Besitzer schutzlos ausgeliefert.

Diese fatalen Fehleinschätzungen können nur resultieren aus der unzulänglichen Umsetzung des göttlichen Wortes in die verschiedenen Lautsprachen der Menschen. Sollten sie die innere Stimme oder den göttlichen Gesang des Universums doch einmal unvermittelt wahrnehmen, sind sie schnell völlig verstört und bedürfen nach Ansicht ihrer Mitmenschen der therapeutischen Behandlung. Deshalb ist eine sehr behutsame Heranführung an diesen Komplex erforderlich, damit unser Mensch nicht die Orientierung verliert und dem Aggressionsverhalten seiner Artgenossen zum Opfer fällt.

Deshalb ist es gut, dass schon viele Katzen Menschen adoptiert haben, und ihrem guten Einfluss ist es zu verdanken, dass von Katzen adoptierte Menschen sich nicht nur besser verstehen, jenseits der Irrtümer ihrer Lautsprache einen geistigen Konsens haben, der Ihnen ermöglicht mit einigen kurzen Stichworten (z.B. „auch ein Katzensklave?“) ein Zusammengehörigkeitsgefühl zu entwickeln, zu dem Sie sonst so spontan kaum fähig wären. Einige Menschen haben sich bereits in Gruppen, sogenannten „Vereinen“, organisiert, deren Zweck der Schutz der Katzen und die Wahrung unserer Interessen ist. Unter diesem Aspekt betrachtet, dient die Aufnahme eines Menschen sogar dem kätzischen Gemeinwohl.

Es ist nicht nur die Freude, unseren Menschen ausgelassen mit seinen Artgenossen herumtollen zu sehen, vor allem jenen, die auch unter kätzischer Obhut stehen, es ist auch der globale politische Aspekt, den wir nicht außer Acht lassen sollten. Millionen von Katzen setzen sich so ein, in allen wichtigen Positionen sorgen geschätzte und geachtete Katzen für den gesunden Katzenverstand, im weißen Haus in Washington ebenso wie in der Downing Street No. 10 in London. Wir sind stolz auf Katzen, die durch ihre Persönlichkeit und ihren Weitblick das Bild unserer Erde entscheidend mitbestimmen. So können auch Sie mit der liebevollen Führung Ihres Menschen dazu beitragen, dieser Welt etwas mehr Behaglichkeit zu verleihen. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen viel Freude mit Ihrem Menschen und viel Geduld und Liebe bei seiner Erziehung.
Anouk; nach Diktat auf dem Schoß eingeschlafen.

copyright by: Frauke Küster


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Kameramodell: Canon 450D
Objektiv: Canon EF 70-200mm 4 L IS USM
Aufnahmedatum: 05.10.2009
Uhrzeit: 07:55 Uhr
Blende: F/4,6
Brennweite: 169 mm
F-Nummer: F/4,5
Belichtungszeit: 1/400 Sek.
ISO: 100
Belichtungsprogramm: Zeitautomatik
Belichtungskompensierung: -0,3

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