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Was ist neu?

Peter Emmert


Free Mitglied, Wülfrath

Bei 30 Grad im Schatten...

...genau der richtige Platz zum abkühlen.
Ich beneide diesen Frosch um sein Nass :-)

Die Braunfrösche sind aber nicht die populärsten Frösche überhaupt. Das ist vielmehr der Wasser- oder Teichfrosch (Rana esculenta) aus der Gruppe der Grünfrösche, der mit seinen beidseits hinter der Mundspalte hervorquellenden Schallblasen die nächtlichen Froschkonzerte anstimmt, der das Vorbild aller Frösche in Kinderbüchern und auf Karten des »Schwarzen Peter«-Spiels ist und der in ungezählten Exemplaren das Objekt der Präparierübungen und Versuche von Biologen und Medizinern war und ist.Seit einiger Zeit weiß man nun aber, daß es sich beim Wasserfrosch gar nicht um eine eigenständige Art handelt, sondern um einen Hybridfrosch, entstanden als Kreuzungsprodukt zweier anderer Arten. In Südwesteuropa lebt ein sehr kleiner, nur etwa 5 cm langer Grünfrosch, Rana lessonae, dessen Verbreitungsgebiet sich in Mitteleuropa mit dem des großen, bis 17 cm langen Seefrosches (Rana ridibunda) überlappt. Der Wasserfrosch ist mit 7 bis 9, höchstens 12 cm nun das Produkt der Kreuzung dieser beiden Arten, die sich ständig fruchtbar miteinander paaren. Dieses Ergebnis wurde nachvollzogen und durch Untersuchungen der Chromosomen und der Serumeiweiße gesichert.
Man nimmt nun an, daß hier eine ursprünglich einheitliche Art durch die Eiszeit in je eine Art in einem west- und osteuropäischen Rückzugsgebiet aufgespalten wurde. Diese beiden Arten traten nach der Eiszeit in Mitteleuropa wieder in Kontakt. Obwohl sie sich schon deutlich gegeneinander verändert hatten, wie z. B. ihr Serumproteinmuster ergibt, lag der seltene Fall vor, daß sie sich noch weitgehend fruchtbar miteinander kreuzen konnten. Allerdings ist die Fruchtbarkeit des Kreuzungsprodukts Rana esculenta deutlich gegenüber der der beiden Ausgangsarten gemindert, wie man inzwischen feststellen konnte. Reine Hybridbestände aus Wasserfröschen, die sich nur untereinander kreuzen können, produzieren immer mehr unbefruchtete Eier, und es entstehen mehr und mehr mißgebildete ðLarven. Der Wasserfrosch scheint also den Kontakt mit dem Kleinen Teichfrosch und dem Seefrosch nötig zu haben, um sich selbst erhalten zu können.Gefährdet sind besonders die großen Arten, weil sie weltweit von Froschschenkel-Jägern verfolgt werden. Bei uns stehen inzwischen 3 Arten der Gattung Rana auf der Roten Liste der gefährdeten bzw. stark gefährdeten Arten, und zwar der Seefrosch (Rana ridibunda), der Moorfrosch (R. arvalis) und der Springfrosch (R. dalmatina).

Aufgenommen mit Dimage 7i.

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