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werner weis


World Mitglied

BATTERIE-RAUM in Schwanheide

VORBEMERKUNG:

Inzwischen habe ich bemerkt, dass dies für manche ein brisantes Thema ist - für mich auch. Ich habe mich bemüht, nur
- tatsächlich Geschehenes
- humorvoll,
- auch pointiert und immer
- liebevoll und
- freundlich zu formulieren
- ich möchte zunächst an meinem Text hier nichts verändern
- höre mir aber eventuelle Kritik
- (auch vielleicht an anderen Anmerkungen hier)
- ohne Bedingungen verbindlich und ergebnisoffen an.



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Ginger White: SCHWANHEIDE

1969, als ich Nachtschichten schob, OK, nur als Schüler und Student, nicht ein Leben lang, doch über Wochen immer wieder, da war ich auch mal am
Hühnerposten (dort ist jetzt die Zentralbibliothek) und wir packten Pakete um - aus Wagen in Säcke, auf Rutschen, in Säcke, auf Wagen...
mein erster Tag verwunderte mich, es war alles so voller Leichtigkeit und bester Laune hier - ich verglich es wohl fälschlicherweise mit der mich oft überfordernden Schule und es verwunderte mich, dass es plötzlich hieß: Frühstückspause! - Und da gab es Wiener Würstchen für Pfennige, und heiß und mit Senf und Brötchen - und dazu bestellten manche Alteingesessene "Rüber mit den Titten!" und das waren noch die echt-dreieckigen Tetrapacks eiskalte Vollmilch -
dann weiter gearbeitet bis zur Mittags-Pause - die Nachtschichten mit diesen witzigen Pausen also zunächst im Hühnerposten, dann Berliner Tor und da gingen die Schienen direkt ran und dann Umzug nach Diebsteich, die "Mittagspause" dort endlos lange von 2 Uhr bis 3 Uhr nachts und dort gab es Bier-Automaten, was nicht immer gut war und nachts kam um 4 Uhr der Paketwagen aus Kiel und der brachte Fisch-Konserven mit, natürlich für Pfennige - immer von 18 Uhr bis 6 Uhr dann.

Wenn es Pakete "nach drüben", also in die DDR oder sogenannte DDR gab, manchmal auch "in die Zone" und zu Weihnachten "mach schneller, es ist für unsere Brüder und Schwestern drüben..." - wenn es Pakete nach drüben gab, dann immer wieder bei Fehlwürfen der Schrei :
" S C H W A A A N H E I D E !!!"
Ja, nicht in den Sack mit "Hannover", nein da gab es extra Säcke, Rutschen und Gitterwagen nur für Schwanheide.

2009, hier besuchte ich vor ein paar Tagen mit meinem Cousin Schwanheide. Heute nur das Foto mit dem Schild - ein Schild in Schwanheide - endlich sah ich was von Schwanheide...
Bald aber mehr.

Denn wir auto-wanderten wieder langsam und über Dörfer und Feldwege und dabei ebntstanden einige Fotos, die ich bald noch einstellen werde.

Fotos aus und um Schwanheide.

Kommentare 32

  • Lila 25. Juli 2016, 16:49

    was es alles gibt ... und das mitten in der Natur !!!
    L.G. Lila
  • Helmi S. 13. Juni 2016, 16:16

    Das Foto finde ich schön bunt. Deine Geschichte ist interessant und auch lustig und sehr informativ.
    hg helmi
  • Peter Kloth-Schad 25. April 2016, 18:33

    ...Blitzableiter.
    Hülfe der auch gegen z.B. die gefürchteten Kugelblitze?
    Oder etwa gegen Geistesblitze??
    Ich denke, Letzteres hat schließlich die Oberhand gewonnen irgendwie, wogegen ein Kugelblitz, so es ihn denn wirklich gäbe was manche behaupten, mühelos an der Konstruktion abgeprallt und irgendwo weiter westlich zerschellt wäre...
  • Michael Jo. 25. April 2016, 10:49

    und ich sehe:
    dieser Batterie-Bunker wurde sicherheitshalber
    auch mit einem Blitzableiter geschützt
    - wenn das nicht schon alles sagt .. !!
  • Peter Kloth-Schad 25. April 2016, 9:37

    Deutscher Geschichtsunterricht...mit einem Bild.
    Bunter Batterieraum als Blickfänger.
    So muß das sein.
    Grüße aus Köln
    Peter
  • Inga Oberschelp 25. April 2016, 0:07

    Ein tolles farbiges Bild. Die Malerei nimmt schön die Farben der Wiese wieder auf.
    Liebe Grüße
    Inga
  • Michael Jo. 24. April 2016, 18:18

    @ Klick 3300 + x .. ?

    Hi Werner;

    Deine Ginger-W,-Geschichte regt mal wieder
    die Schmunzel-, Erinnerungs- und alle diesbezüglich übrigen Synapsen an;
    köstlich Deine Kurzgeschichte !

    Mein Freund Alwin arbeitete jahrelang nächtens
    in einem Brief- u. auch im Paketverteilerzentrum
    im Niederrheinischen;
    damit verdiente er sich vorwiegend den Lebensunterhalt für tagsüber als echter Künstler (Graphiker und Schrott-Skulpture-Schweisser)
    - gleichsam so auch als Lebenskünstler .

    Die Päckchen an unsere ' lieben Brüder & Schwestern in der > Zone < ' brachte ich des öfteren
    zur damals noch auf dem Dorf bestehenden
    Postdienest-Stelle;
    im Advent immer auch mit Nylon-Strümpfen
    bestimmter Grössen gepackt (die Wochen später dankenden Empfänger/ innen teilten meinen Eltern
    schon die nächsten Wünsche der wg. der Knappheit
    östlicher Konsumgüterindustrie-Produkte nachgefragten nachbarn / Kollegen / Verwandten .. mit), neben den obligatorischen Kaffeebohnen-Packungen, Schockolade etcetera-pp.
    Neben der hier weiter oben in einer Am. schon erwähnten Geschenk-Deklarierung wurde auch
    immer eine Liste der Päckhen-Inhaltsartikel
    beigelegt.
    Mitunter kam dan mit der Dankespost der Hinweis,,
    das diese Liste fehlte (immer dann, wenn die
    aufmersame Schnüffel-Beamterie der Kalten-Kriegs-Gegenseite offensichtlich mal wieder eines der
    gutgemeinten Geschenkobjekte geöffnet hatte ...

    Bei meinem ersten Berlin-Besuch (1962) besuchte
    ich - im Auftrag meiner Eltern - auch eine der
    Empfängerinnen im Bezirk Pankow.
    Auffällig war schon der Geruch nach DDR-Reinigungsmittel im Treppenhaus;
    später dann, als ich von Berlin-West gelegentlich
    die Reichsbahn-Waggons Richtung bestieg,
    wieder dieser typische geruch in der Nase, der mir beim ersten Grenzübertritt von Bln.-West nach Bln.-Ost schon an der Passkontrollstelle aufgefallen war - und in jenem Treppenhaus in Pankow ...
    - genau wie Eckhard Meinike es exakt beschreibt !

    Doch ich wollte hier noch auf andere Anmerkungen eingehen, die diese Geschichte(n) weiter untermauern;
    Dick unterstreichen möchte ich hier unbedingt Peter Kloth-Schads Hinweis auf die Notstromversorgung der Grenzüberwachungs-Anlagen
    im Falle eines Netzausfalls des öffentlichen Stromerzeugers Ost !
    Theoretisch hätte ein pfiffiger Ostbürger mit potentiellem Fluchtgedanken ohne diese zusätzlichen
    Spannungspuffer (Notstrombatterien, Notstrom-Diesel ..) leicht per Sabotage sich günstigere Bedingungen
    zur unbemerkten Flucht bei Nacht & Nebel schaffen können ...;
    so aber musste er bedenken, dass die Scheinwerfer-Batterien der Wachposten ebenso penibel gewartet wurden wie die mit Schwefelsäure-Elektrolyt gefüllten Bleiakkus in den Modulgestellen der Batterie-Bunker !

    Was das Szenario einer " Havarie " eines A-Ka-We's
    betraf / bzw. generell betrifft :
    Zu Zeiten des Kalten Krieges war die Gefahr einer
    Kernschmelze in Gesamtdeutschland noch relativ gering (der Kühlwasseraustritt im geborstenen Kühlwasserkreislauf des russischen AK-Reaktors
    bei Reinsberg (DDR) wurde schnell festgestellt und behoben).

    Natürlich hat Peter völlig recht:
    Kernschmelze bleibt Kernschmelze - und die kennt
    keine Grenze !! ;
    Soll sie vermieden werden, muss vorbeugend ein
    Komplex an Notkühlsystemen intergriert werden !!!

    Im Fall von Fukoshima versagte diese Vermeidungstechnologie, weil mit der ersten Tsunamie-Welle gleich das Dieselagrregat der Notstromversorgung aus der verankerung gerissen wurde (und dessen Versorgungstanks ebenso ..),
    so dass mit den Batterien allein diese Katastrophe h nicht mehr zu verhindern war .
    Äusserst verwunderlich ist es schon, dass in einem
    erdbebengefährdeten Land wie Japan zwar die Nuklearmeiler vrmeintlich ' erdbebensicher ' gebaut wurden, doch die Tanks der Notstromversorgungs-Diesel wie auch das eigentliche NS-Aggregat
    der Wucht dieser Welle nicht standhielt, bzw. nicht
    weit höhert auf einem entsprechend stabilen Betonpodest positioniert wurde ! .. ;-(((

    Bei uns im Nachwende-Deutschland machen wir uns
    Gedanken über Terror-Attacken per Flugzeug-Absturz-Szenarien auf hiesige AK-Meiler;
    - im Land der Erdbeben (und ergo Tsunamigefahren)
    aber dachte offensichtlich niemand vorsorglich an stabil- gegründete Fundamente und entsprechend sicher hoch verlegte Notstromversorgungs-Einrichtungen .. ?????

    Was die Hinweise auf der Tür zu dieser
    Notstromversorgung betrifft:
    die sind eindeutig und korrekt (!)
    - und ich entdecken daran kein zu beanstandendes Technokratie-Beamtendeutsch.
    Einzig:
    hier hätte das Verbot offen Feuers und ' offenem '
    Licht einerseits getrennt werden können
    vom zusätzlichen Hinweis auf das Rauchverbot.

    Bei jeder potentiellen Gefarhrenstelle im Bereich der
    Technik - auch der Forschung - werden diese Hinweiszeichen u. Warnungen deutlich angebracht.
    Wer mit elektrolytbasierten Spannungserzeugern
    (auch Galvanik-Bädern) zu tun hat, weiss, dass er in deren Bereichen nicht Rauchen darf !
    - und nicht umsonst sind die Elektroinstallationen
    in diesen Räumen in explosionsgeschützter Ausführung vorgeschrieben !

    was hier förmlich ' ins Auge sticht '
    ist die pinkneongelb-schwarze Graffity
    mit himmleblauer Begleitung auf ziegellroter Wand,
    die den Blick von der Stahltür ins Naturgrün der hinteren Umgebung zieht.
    Sollte so absichtlich die weitaus schlimmere Gefahr nuklearer Verseuchung assoziiert werden ??

    Schwanheide:
    ein paar km südlich schwante mir 1979 Ungemach
    - bzw. hätte mir ' schwanen ' können noch zu Zeiten
    dieser DeDeErrrrr (in diesem damals nocht nicht-Kohl'schen Lande):
    eine Bürgerinitiative ' B 5 offenhalten für den umweltfreundlichen Transitverkehr per Fahrrad '
    (so ähnlich damals die Forderung an die deutsch-deutsche Politik) radelte damals einigemale von Berlin (west) nach Hamburg.
    Die neue Autobahnstrecke zwischen B und HH
    ging schleichend ihrer Vollendung entgegen
    und mit ihrer Fertigstellung sollte die bis dato als ' Transitstrecke ' genutzte ehemalige B5 abgelöst werden.
    Einige Aktivisten der neu augekommenden Grünen-Bewegung hatten eine Formalien-Lücke in der
    Benutzung der alten Strassenverbindung von Spandau (Berlin) bis zu Grenzstelle bei Boitzenburg / Lauenburg (Elbe) entdeckt, die zwar motorisierte Zweiräder zuliess, aber das Befahren mit muskelgetriebenen Zweirädern nicht ausdrücklich
    untersagte.
    Da die DDR-Verwaltung auf das Geld der BRD
    für den Autobahnbau angewiesen war,
    fand man für die Dauer der letzten 2 Jahres vor Eröffnung der gesamten Neubaustrecke den ungeschriebenen (!) Passus, dass auch Personen mit Fahrrädern die alte Strecke ohne Zwischenstop abseits der ausgeschilderten Strecke vom Sonnenaufgang bis 1 Stunde vor Sonnenuntergang befahren durften.
    Also übten sich knapp 200 Aktivisten in wochenendlichen Radtouren quer & kreuz durch (West-)Berlin steigernd bis zur Tagesstrecke von 200 Kilometern.
    Nur wer diese Tortur mindestens 2x geschafft hatte,
    ' durfte ' sich der Initiative anschliessen und zur politisch-alternativen Demo-Tour über die etwa 185 km Etappe von Grenze bis Grenze mit starten.
    Natürlich wurden diese Radler höchst argwöhnisch von der Staatsmacht der DeDeErrrr beäugt und
    demonstrativ auf den ersten zwei- drei Terminen
    ' escortiert ';
    entsprechende politische Forderungen per Fähnchen oder Aufdrucken der Fahrrad-Ini ' Grüne Radler ' wurden dabei untersagt.
    Ich hatte 2 1/2 x die Übungsralley in Berlin mit ach & krach absolviert, obwohl ich meine Kondition damals als sehr gut befand.
    Meine Frau mit Kleinkind startete Vormittags mit dem
    PKW samt Fahrrad-Dachträger obenauf mit einem Kinderbuggy und zwei montiertens Drahteseln (einer als potentioneller Ersatz für mich, ein weiters für den Fall des Falles zum Verschwindenlassen im Kofferraum ).
    Wie vage vereinbart, trafen wir uns nicht weit von Ribbecks zu Ribbecks Birnbaum im Havelland,
    wo ich eine Reifenpanne vortäuschte ... und gut 40 km weiter westlich wieder mein Sportrad vom Dachträger nahm und .......
    Das Feld der Aktivisten war bis dato über eine Länge von mehreren Kilometern auseinander gedriftet,
    und so schloss ich mich wieder an.
    Das mulmige Gefühl dann kurz vor Lauenburg .. ;
    doch ich durfte ungeschoren passieren
    und auch meine Frau wurde keiner extra Sonderkontrolle unterzogen
    - durchaaaatmen, geschafft !

    Ein (oder 2) Jahr(e) später ging neue die Autobahn in voller Länge in Betrieb
    und Schluss war's mit dieser Radler-Episode im deutsch-deutschen Grenzverkehr.

    Die Rückreise traten wir drei dann am nächsten Tag
    gemeinsam per Auto an.

    Schwanheide blieb mir in Erinnerung als Grenzbahnhof im Zugverkehr zwischen B.und HH
    (und umgekehrt).

    Michael

    http://www.norbert-weise.de/fdl-wsa.htm
  • Eva-Maria Nehring 24. April 2016, 16:02

    Ja,
    ein damalig heißes Thema,
    zwischenzeitlich von anderen "heißen" Themen abgelöst.
    Ich war jetzt 3306
    :-)
    LG Eva
  • werner weis 24. April 2016, 14:04



    dieses Foto hat heute 3300 Klicks - Deine Worte hier,
    durchaus mit sehr ernstem Kern, sie mobilisieren, sich darin reinzufühlen, reinzufühlen in biblische Amageddon-Szenarios, die der Mensch ja immer wieder selber schafft: CHILD IN TIME, dieser song von Deep Purple war zwar naiv aber er hatte diesen ernstzunehmenden Kern... ich danke Dir für diese neue Anm. !
  • Peter Kloth-Schad 24. April 2016, 13:15

    Sie hatten mit Deutscher Gründlichkeit an alles gedacht...an fast alles.
    An den Zerfall der UDSSR hatten sie nicht gedacht...und den damit verbundenen Domino-Effekt.
    Die Batterieen sollten wohl im Falle des Netzausfalls Strom für die 'Grenzsicherungsanlagen' liefern.
    Ein ganz heißes Thema, aber in ganz anderem Zusammenhang.
    Im Falle eines Falles würde in einem Atomkraftwerk Notstrom erforderlich zum Aufrechterhalten der Sicherheit, bzw. der Kühlung. Das Atom ist dumm, es strahlt wie verrückt und lässt sich nicht wirklich daran hindern. Und wenn es nicht gekühlt wird, dann...
    2, in dürren Worten zwei(!) Stunden hält so ein Batteriedings durch im Falle eines Falles. Dann MÜSSEN die Notstromaggregate laufen und die Kühlmittelpumpen versorgen. Sonst ist Tschernobyl oder Fukushima...
    Wer sich das ausgedacht hat und für sicher hält kann nicht ganz bei Trost sein, meine Meinung.
    Sicher ist da nur der Tod.
    Nachdenkliche Grüße am Sonntag
    Peter
  • werner weis 24. April 2016, 11:16



  • werner weis 10. August 2009, 15:09


    NIVEAUVOLLE ERZÄHLUNGEN

    @Uli
    Du gibst den hier
    (Dank den bisher Anmerkenden!!!)
    sowieso schon ungewöhnlich niveauvollen Erzählungen
    hiermit schon wieder einen neuen Drive der dies alles reflektierenden
    Draufsicht auf Tatsachen der Vergangenheit

    ----------------------ich danke auch Dir !!!
  • Uwe Vollmann 8. August 2009, 15:12

    Hallo Werner, die übertriebene Perspektive ist etwas Besonderes und macht das Bild in seiner Aussage noch stärker! Dein Text ist sehr gut und stimmt mich nachdenklich! Ich werde mir Schwanheide merken!
    LG Uwe
  • liesel47 7. August 2009, 8:36

    Da Care-Pakete und Spenden in unmittelbarem Zusammenhang stehen, noch ein paar Gedanken aus eigenem Erleben. Bisher habe ich immer ohne Hinterfragen und sehr großzügig getragene Kleidung an die Armen der Welt weiter gereicht. Bei einem Besuch von Katatura, dem Schwarzenviertel von Windhoek in Namibia lagerten auf dem Markt riesige Bekleidungsberge, von denen die einheimische Bevölkerung das Benötigte käuflich erwerben konnte. Es waren Spendenpakete, von denen wir immer dachten, dass sie ohne Kommerz an die Bedürftigen gehen! Seitdem spende ich nicht mehr anonym, sondern an Empfänger, die mir bekannt sind! Hilfe ist wichtig und nötig, sie muß aber auch an der Stelle ankommen, wo sie gebraucht wird.LG von Liesel
  • Kueslowski 7. August 2009, 7:46

    Ein Genuß Deinen Bildern und Texten zu folgen.

    Einen hab ich auchzu Paketen:
    Nach den Unruhen in Polen Anfang der 80er schickten wir zu Weihnachten Päckchen nach Polen. Damals begriff ich noch gar nicht, was da los war.

    Irgendwie seltsam, dass solche Päckchen immer ostwärts gehen.
    USA -> Westdeutschland -> Ostdeutschland -> Polen.

    LG Michael
  • Horst-W. 6. August 2009, 22:36

    Ja, an diese Carepakete erinnere ich mich auch noch! Wir bekamen welche über den Kindergarten... Mann waren da gute Sachen drin! Und ja, dankbar waren wir auch sehr... meine Eltern konnten es erst gar nicht glauben... es waren ja wildfremde Leute, unsere früheren "Feinde"... die uns da lange Zeit großzügig unterstützt haben...
    LG Horst
  • werner weis 6. August 2009, 22:19


    Danke für die bisherigen Anmerkungen, sie fördern die Verständigung über ein sensibles Thema - und:

    Ich muss jetzt auch grad daran denken, dass meine Familie hier im Westen um 1958/62 viele Care-Pakete von einer amerikanischen Famile erhielt, dies ähnelte unserem späteren Tun Richtung DDR, allerdings schickten wir nur Pakete an Verwandte, die Care-Pakete bekamen wir von "wildfremden" amerikanischen Familien - wir schrieben dann fleißig Dankesschreiben.
  • Foto-Volker 5. August 2009, 19:35

    Da werden Erinnerungen wach: Während meiner Dienstzeit in einer Nachrichteneinheit der NVA (ohne Wehrdienst hätte man nie eine Uni von innen gesehen), gab es auch einen Batterieraum und Eckeharrrd, der Ladewarrrt aus Eibau/Oberlausitz (im oberlausitzer Dialekt mit dem rollenden R hörte sich das spaßig an), lief ständig in einer von Schwefelsäuere zerfressenen Dienstuniform herum und handelte sich damit Ärger ein.
    Dass er sich auch die Lungen hätte verätzen können, störte niemanden, denn Arbeitsschutzvorrichtungen gab es außer Schutzbrille und Gummischürze meiner Erinnerung nach überhaupt nicht.
    Aber es scheint ihm nicht geschadet zu haben, denn er wohnt ebenfalls als Rentner gesund und munter in meiner Straße.
    VG Volker
  • Watndat 5. August 2009, 15:33

    hallo Werner..
    Ich möchte hiermit erwähnen dass du ein vorzüglicher Schreiber bist und natürlich ein guter Fotograf.
    Sehr interessante Geschichten sind , meines Erachtens , gern gelesen und nehme mir Zeit dafür..

    Als ich nach der Wende mit einem Freund in die frühere DDR fuhr (In Rathenow) fühlte ich mich in den frühen 60ger Jahre zurückversetzt.Die Strassen , Brücken , Treppen und Gehwege waren total Marode und baufällig..
    Sogar die Platten die als Fahrbahn benutzt wurden hatten fast dass Zeitliche gesegnet...

    Auch den Text zur Erinnerung der DDR-Zeiten von Herrn Horst Weingärtner war sehr interessant ausgeführt..
    Das Kindern sowas angetan wurden von der Polizei ..Spielsachen zerstören und zurückschicken war reine Schikane..
    Aber alles hat ein Ende ..nur die Erinnerung bleibt.

    Lg Klaus

  • Eckhard Meineke 5. August 2009, 0:05

    Lieber Werner, die Grammatik des Schildes ist vollkommen korrekt. Ich nehme an, dass man sich an einen Ort, an dem man früher zeitweise gelebt hat, nicht unbedingt aufgrund der Schilder erinnert, sondern aufgrund des Lebensgefühls, des Lichts, des Geruchs, der Menschen. Aber die Menschen findet man Jahrzehnte später nicht mehr so vor, wie man sie verlassen hat, und auch Orte pflegen sich zu verändern. Leider hatte man wahrscheinlich seinerzeit keine Kamera dabei. Eckhard
  • Heinz Schikora 4. August 2009, 21:51

    Feuer im Batteriraum kann gefährlich sein. Aber normalerweise hängen solche Schilder meistens an der Eingangstür und nicht irgendwo au der Wand. Mal ganz abgesehen davon, das hier einiges doppelt gemoppelt ist.
    Naja, mit Bürokratie müssen wir halt leben.
    Gruß, Heinz
  • Willi Thiel 4. August 2009, 21:47

    interessant
    hatte bisher mit unserem osten ex ddr nichts zu tuen.
    nein dort war ich nicht.
    fragt mich nicht warum ich weiß es auch nicht
    hat sich so ergeben.
    bin gespannt auf mehr
    das foto hier ist jedenfalls schonmal ein guter anfang
    finde das schräge von der seite des raumes mit der natur im hintergrund gelungen
    wirkt dierekt wie bio batterien...
    g willi
  • Wolfgang Weninger 4. August 2009, 20:43

    zumindest ist es jetzt schön bunt, da wirkt das Schild nicht ganz so dramatisch
    Servus, Wolfgang
  • Peter Kloth-Schad 4. August 2009, 19:51

    Man stelle sich ein solches Schild auf dem Batteriefach einer Kamera vor... :-)
    Wie vor.
    Deine Texte sind wunderbar!
    Wunderbare Einblicke in mir unbekanntes Leben.
    Weiter so!
    Gruß
    Peter
  • F A R N S W O R T H 4. August 2009, 18:13

    Kann mich, was die Texte angeht, nur Andrea anschließen !!
    Mach weiter so und ich will auch mehr sehen.
    lg, mario

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