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Horst Schulmayer


Pro Mitglied, Region Stuttgart

Basstölpel - Lieferservice :-)

Das Verbreitungsgebiet erstreckt sich über den nördlichen Atlantik. Häufig ist er auch am Sankt-Lorenz-Strom, in Kanada und im Firth of Forth in Schottland zu finden. Der Basstölpel ist mit einer Größe von 86 bis 94 cm einem Gewicht von 2300 bis 3610 g und einer Flügelspannweite von bis zu 180 cm der größte Meeresvogel des Nordatlantiks. Die Altvögel haben ein weißes Gefieder mit schwarzen Flügelspitzen, einen gelb getönten Kopf und Hals sowie Schwimmhäute an den Füßen. Die Jungtiere sind dunkelbraun gefärbt mit weißen Sprenkeln. Basstölpel ernähren sich von Fischen und Tintenfischen, die sie aus großer Höhe stoßtauchend erbeuten. Um Fische zu erbeuten, stürzt sich der Basstölpel aus einer Höhe von über 30m herab und kann beim Aufprall auf die Wasseroberfläche eine Geschwindigkeit von bis zu 100 km/h erreichen. Im Sturzflug werden die Flügel abgewinkelt, um steuern zu können. Erst unmittelbar vor dem Aufprall auf die Wasseroberfläche werden die Flügel an den Körper angelegt und nach hinten gestreckt. Dadurch gelingt es dem Vogel, wie ein Projektil die Wasseroberfläche zu durchbrechen um Fische zu erbeuten. Um beim Aufprall auf dei Wasseroberfläche keinen Schaden zu nehmen, hat der Basstölpel nicht nur eine verdickte Schädeldecke, sondern auch Luftsäcke im Brust und Halsbereich. Dies schützen die inneren Organe vor Verletzungen. Basstölpel brüten in Kolonien an Felsküsten auf Meeresinseln. Die monogam lebenden Vogelpaare finden jedes Jahr im März an der Brutstätte des Vorjahres zusammen. Das Nest des Vorjahres wird dabei vom Männchen mit Gras und Erde weiter ausgebaut. Die Eiablage erfolgt zwischen Ende März und Mitte Mai. Der Basstölpel legt nur ein einziges Ei, welches blaugrün gefärbt und kalkig weiß überzogen ist. Das Ei wird von beiden Eltern abwechselnd 43-45 Tage lang bebrütet. Schon nach 60 Tagen hat das Küken das halbe Gewicht eines Altvogels erreicht. Nach ca. 90 Tagen wird der Jungvogel sich selbst überlassen. Noch flugunfähig lebt er 1-2 Wochen von seinen Fettreserven, bis er gelernt hat selbst zu fischen. Ende September verlassen Jung- und Altvögel das Festland und ziehen aufs Meer hinaus. Außerhalb der Brutzeit leben die Basstölpel überwiegend auf dem offene Meer. Im Winter findet man Basstölpel bis an die Küsten Mauretaniens.




Basstölpel
Basstölpel
Horst Schulmayer

Kommentare 9

  • Dorothee K. 10. März 2013, 10:32

    Puuh, das ist mir jetzt zu viel Text, den lese ich nicht durch. Sondern erfreue mich an dem Foto, schön, wie gleiten, anmutig und nur beim ganz rechten Vogel kann ich (evtl.) einen Fisch im Schnabel erkennen.
  • Ernst Heister 9. März 2013, 14:52

    Action am Himmel, schön getroffen....
    Grüße, Ernst
  • Eckhard Meineke 9. März 2013, 14:35

    Didaktisch wird ja für die Kleinen offenbar nicht so viel geleistet, aber vielleicht gucken sie sich die Technik "einfach" ab. Eckhard
  • Julian Hartmann 9. März 2013, 10:58

    Eine feine Studie und Erklärung.
    LG Julian
  • Wolfgang Zeiselmair 9. März 2013, 9:36

    Die hab ich bewusst noch nicht gesehen. Sind ja richtige Brummer. Den Flügeln nach freuen sie sich im Sturm zu wirbeln.
    Servus
    Wolfgang
  • Gerd Ka. 9. März 2013, 7:38

    Wunderbar! Das ist ja ein richtiges Spektakel und man meint den Lärm der Vögel zu hören.
    Viele Grüße,
    Gerd
  • © gafel 8. März 2013, 23:56

    Eine herrliche Flugaufnahme und ein sehr interessanter Text dazu.

    LG Gafel
  • Sonja.A 8. März 2013, 23:09

    Das Gezeter kann ich förmlich bis hier her hören.
    Eine tolle Flugaufnahme , selbst der Proviant ist deutlich zu erkennen :) Klasse !

    Lg Sonni
  • J.Kater 8. März 2013, 22:54

    Klasse schön scharf im Flug abgebildet!