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Was ist neu?
**** barriere.frei [kraftlos im leben(?)] ****

**** barriere.frei [kraftlos im leben(?)] ****

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Peter Purgar


Pro Mitglied, Graz

**** barriere.frei [kraftlos im leben(?)] ****

Wer steht dir eher negativ gegenüber, wer eher positiv....
„Frauen reagieren meist eher gut auf mich, Probleme habe ich mit pubertierenden Gruppen. Die ländliche Bevölkerung ist oft nicht aufgeschlossen oder überfordert mit meiner Behinderung. Da gibt es auch hin und wieder beleidigende Worte mir gegenüber. Über diese Ablehnung ärgere ich mich sehr wohl und das nagt an meinem Selbstbewusstsein. Deswegen sind mir auch Fotos von meiner Person ein Gräuel. Ich sehe mich dann selbst, so wie ich einfach in Wirklichkeit aussehe und das möchte ich nicht sehen – das ist mein Selbstschutzmechanismus!“

Was würde dich sehr glücklich machen, was würdest du dir wünschen und wovon träumst du?
„Mein größter Wunsch wäre, dass mein derzeitiger Gesundheitszustand solange wie möglich bestehen bleiben soll. Meine Bandscheiben werden momentan immer schlechter und dies betrifft meine ganze Wirbelsäule. Vor allem wenn meine Halswirbelsäule in Mitleidenschaft gezogen wird verliere ich neben meiner schon eingeschränkten Motorik auch das Gefühl und die Sensibilität in großen Teilen meines Körpers. Alles wäre dann komplett weg. Diesen Schlag psychisch zu verarbeiten wäre für mich sicher ein sehr großes Problem.
Auch von einer Partnerschaft träume ich nach wie vor, nicht nur in sexueller Hinsicht, sondern vor allem jemanden an seiner Seite zu haben der mit einem durchs Leben geht, aber nicht als Betreuungsperson.“

Welche Barrieren sind dein größtes Problem? Wie barrierefrei möchtest du gerne sein?
So banal es klingen mag, aber Stufen sind eines meiner größten Probleme, vor allem die Vielzahl der unnötigen Stufen. Sei es im öffentlichen Bereich, bei den Ämtern und Ärzten oder in der Gastronomie. Es wird bei öffentlichen Neubauten Barrierefreiheit vorgeschrieben, aber es wird leider nicht immer so umgesetzt. Die Kosten sind meist, wenn sie gleich ordentlich mit eingeplant werden, im Gesamtkonzept nicht der Rede wert. Mein Rollstuhl hat mit mir ca. 180 kg und da wird jede Kante zum unüberwindbaren Hindernis. Eingangsstufen sind sehr beliebt und für mich ein echtes Ärgernis.
Ich werde manchmal auch nicht für voll genommen. Manche Menschen meinen, wenn man im Rollstuhl sitzt hat derjenige auch eine geistige Behinderung. Einige Leute sprechen nicht mit mir sondern nur mit meinen Assistenten oder meiner Mutter, auch wenn es im Gespräch um meine Person geht. Diese Scheu mich direkt anzureden macht mir zu schaffen, nagt am Selbstwertgefühl und lässt mich wiederum über meine Situation nachdenken.

Kommentare 212

  • Peter Purgar 14. Juni 2010, 13:38

    Dank euch allen für eure Anmerkungen!

    Schön zu sehen dass die Bilder nach wie vor anregen sich über dieses Thema Gedanken zu machen ...

    lg. Peter
  • Gabriele Krug 13. Juni 2010, 16:42

    Hallo Peter,
    seit Monaten war ich das erste Mal wieder in der Galerie, da musste ich mich erst mal durch Mengen flirtender Vögel kämpfen. Dein Bild ist das erst, das ich angeklickt habe und ich bin hier seit einer Stunde hängengeblieben. Die gesamte Serie ist hervorragend gemacht, rein technisch gesehen schon. Den Text brauchen die Fotos nicht wirklich, aber ich finde es toll, dass er da ist.
    Da wird für mich einiges klarer, vor allem zu den psychischen Barrieren der Betroffenen. Ich hatte solche Barrieren früher nicht, habe Behinderte so "normal" wie möglich behandelt, mich vor allem auf das konzentriert, was in dem Menschen drin steckt, ohne die Behinderung ganz aus dem Blick zu verlieren, um nichts völlig Falsches zu tun. Ich war immer sehr unvoreingenommen. Aber wenn es tiefer ging, bin ich an die psychischen Barrieren von betroffenen Menschen gestoßen, so dass ich sehr unsicher geworden bin, wie ich eine neue Bekanntschaft mit Handycap eigentlich angehen soll. Ich finde, wenn sich Betroffene menschlich ausgegrenzt fühlen, dann tragen sie oft ihren Teil dazu bei. Wir ""normalen"" Menschen können uns nicht richtig in unser Gegenüber mit Handycap hineindenken und viele "Behinderte" auch nicht in uns ohne Handycap. So kommt es immer wieder zu Missverständnissen, was dazu führt, dass sich der Betroffene ausgegrenzt fühlt und der nicht betroffene mit Unverständnis reagiert. Das passiert im Umgang zwischen "Normalos" aber genauso. Das ist ein Problem der Kommunikationsfähigkeit, nicht ob ich behindert oder nicht behindert bin.
    Zu den äußeren Barrieren muss ich aber sagen, dass mir als gesunder Frau viele Stufen auch auf die Neven fallen, weil sie einfach total gefährlich sind.

    Noch mal meine Gratulation zu Deiner Serie. Das hätte ich auch gern mitgemacht.
    Viele Grüße von Gabi

  • ZORTON34 19. März 2010, 12:35


    Excelente trabajo.
    Felicidades.
  • jamari lior 5. März 2010, 10:17

    sehr aussagekräftig, sehr bewegend und sehr gut


    vlg j
  • Mathias Schmitt1985 25. Januar 2010, 22:19

    Gratulation!!!

    LG Mathias
  • Andrea Martin 22. Januar 2010, 14:37

    Hallo Peter,
    ich finde Dein Bild sehr gut!
    Es regt zum Nachdenken an, wie man an Hand der Diskusonen gut erkennen kann.
    Manchmal sind Texte zu Bildern sehr Sinnvoll, um den Betrachter anzuhalten, genauer hinzusehen.
    Deine Wortwahl gefällt mir sehr.
    Neulich habe ich in einer Stellenanzeige gelesen: "Frauen und Behinderte werden bevorzugt behandelt"
    Ich habe schon in einigen Firmen gearbeitet in denen
    "Normale" mir wesentlich behinderter vorkamen als Behinderte.
    Das sehe ich wenn ich auf dieses Bild schaue.
    Ich wünsche Dir viel Glück und noch mehr Mut für die Zukunft und das Du durch die Fotografie Kraft findest!

    Liebe Grüße Andrea
  • Adamo Bress 20. Januar 2010, 18:02

    Ich bin schwer beeindruckt!
    LG
  • Peter Purgar 12. Januar 2010, 7:11

    Danke nochmals für eure Anmerkungen ... ich will auch niemanden einreden wie das Bild auf einen wirken soll oder muss ... Jeder sollte das für sich entscheiden und ich respektiere alle Meinungen und bin froh wenn man diese auch preis gibt ... Übrigens haben die Bilder der Serie barrierefrei fast 1000 Klicks ... dieses Interesse auch im Nachhinein freut mich umso mehr ... lg. Peter
  • Michael-Steffen 10. Januar 2010, 22:45

    +++PRO+++

    Lg Micha
  • s i k o 9. Januar 2010, 10:42

    Bilder sind zum anschauen da!

    Gelungenes Bild !!!
  • M.Gebel 8. Januar 2010, 16:48

    @lilith:
    ***Wäre da ein ganz normaler Mensch würde keiner das Bild beachten. ***

    1) darum geht es doch nicht. Es geht um das, was da ist und nicht um das, was wäre, wenn etwas nicht da ist.
    2) deine passage, "Wäre da ein ganz normaler Mensch", finde ich bezeichnend.

    Markus
  • lilith drusus 8. Januar 2010, 13:40

    Trotz des interessanten Themas wirkt das Foto sehr leblos, langweilig und zu gestellt. Ein Foto sollte allein durch seine Ausdruckskraft überzeugen, nicht durch Mitleid. Der wow-Effekt fehlt. Ich habe schon viel bessere Fotos gesehen. Ich denke, dass hier einfach viel Mitleid mit dem armen Mann im Spiel ist. Wäre da ein ganz normaler Mensch würde keiner das Bild beachten.
  • DerHater. 7. Januar 2010, 15:24

    Ein sehr schönes Foto.
    Ich würde ein Pro geben.
  • Budde Peter 7. Januar 2010, 10:12

    +++
  • Germano Rossi 7. Januar 2010, 0:40

    großartig!
    das kommt zu meinen favoriten

    lg Germano

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