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Barockdorf Bendeleben 1

Auf unserer Rückfahrt aus dem Harz besuchten wir das Barockdorf Bendeleben.

Bendeleben ist eine Gemeinde im thüringischen Kyffhäuserkreis, unweit der Kreisstadt Sondershausen an der Verbindungsstraße nach Bad Frankenhausen gelegen. Sie ist Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Kyffhäuser.

Eine Siedlung aus der Jungsteinzeit existierte am heutigen westlichen Ortsrand. Aus der Bronzezeit wurde ein Hockergrab in der Gemarkung freigelegt. Seit etwa 500 vor Chr. zeigen Bodenfunde die Besiedlung durch Germanen. Diese kannten die Eisengewinnung und -bearbeitung. Im Markgrafenholz befand sich wohl eine sagenumwobene Kultstätte. Ein dortiger Ringwall ist geschütztes Bodendenkmal.

Urkundlich erwähnt wurde Bendeleben um 870: das Kloster Fulda erhielt Besitz im Ort. Die Endsilbe "leben" deutet auf eine Siedlung der in den ersten Jahrhunderten n. Chr. eingewanderten germanischen Warnen oder Angeln. Ab 12. Jahrhundert wird ein Adelsgeschlecht von Bendeleben genannt. Dieses altritterliche thüringische Dienstmannengeschlecht der Landgrafen von Thüringen hatte seinen Stammsitz auf einer Burg Bendeleben. 1249 kam der Ort an die Markgrafen von Meißen. Um 1337 wurde das Rittergut Bendeleben erstmals urkundlich erwähnt. 1525 soll sich Balthasar von Bendeleben den aufständischen Bauern angeschlossen haben. 1539 wurde die Reformation eingeführt. 1573 kam der Magister Johannes Clajus als Pfarrer nach Bendeleben. Anstelle eines Vorgängerbaus aus dem 12./13. Jahrhundert baute der Ort 1588 die neue Kirche St. Pankreatii, 1623 war auch der Kirchturm vollendet. Im Dreißigjährigen Krieg hatte auch Bendeleben schwer unter Landsknechten, Hunger und Pest zu leiden.

1763 erwarb Johann Jacob von Uckermann (der "Zweite") Gut und Burg. Er ließ den baufälligen Rittersitz abtragen und ein Schloss an seiner Stelle errichten, baugleich dazu ein Inspektorenhaus - zusammen eine symmetrische Anlage. Gleichzeitig entstanden Wohn- und Wirtschaftsgebäude sowie weitere Bauten im barocken Stil. 1770 folgte die Neugestaltung des Lustgartens und der Bau einer Orangerie. Aus dem Hirschgarten wurde ein großer Schlosspark im englischen Stil. 1816 kam Bendeleben zum Fürstentum Schwarzburg-Sondershausen.

Text aus Wikipedia.

Schade, dass uns das Wetter einen Strich durch die Rechnung machte.

Die beiden Tafeln habe ich zum Verständnis mit fotografiert und solche Persönlichkeiten hatte Bendeleben zu Hauf.
Das Gebäude ist das heutige Pfarramt.
Die Kirche hat den schiefsten Turm, den ich je gesehen habe.

Alle Fotos von diesem Barockdorf kann man sehen unter:
http://horst-zwerenz.magix.net/meine-alben/!/oa/6552941/

Ich wünsche allen Freunden und Besucher meines Fotos einen guten Start in die neue Woche !

Kommentare 35

  • Zwecke 19. Juni 2012, 7:56

    Dankeschön Petra.:-)
    LG Horst
  • Petra Goethe 18. Juni 2012, 22:12

    Tolle Arbeit und Info
    Grüessli Petra
  • Zwecke 18. Juni 2012, 7:12

    Danke Klaus :-)
    LG Horst
  • Klaus-Günter Albrecht 16. Juni 2012, 21:59

    Hübsch ist das schon, für die Wessis noch recht unbekannt.
    Liebe Grüße Klaus
  • Zwecke 13. Juni 2012, 15:42

    @An alle: Herzliches Dankeschön und nun geht es mit dem Barockdorf weiter :-)
    LG Horst
  • Richard. H Fischer 13. Juni 2012, 1:28

    Ist das original Fachbau von Anno dazumal? Das wäre viel zu akkurat für die Zeit, oder wurde es nach dem Krieg wieder restauriert?
    Eine interesnte Geschichte,Horst.
  • Norbert REN 12. Juni 2012, 18:50

    Lange habe ich mich mit Deinem Beitrag einschließlich der kompletten Diashow beschäftigt.
    Da hast Du Dir viel Mühe gemacht.
    Ja, es ist dort eine geschichtsträchtige Gegend, angefangen von der Frühgeschichte, Bronzezeit natürlich, über Mittelalter zur beginnenden Neuzeit.
    Eine Frage hat mich aber bis zum Schluss beschäftigt, nämlich warun sich Bendeleben nun gerade "Barockdorf " nennt.
    Alles was ich sah war älter. Auch die Zeitangaben im Text unter dem Bild.
    Bis zu den Bildern, von der Orangerie und dem Schloss natürlich.
    Du hast es spannend gemacht bis zum Schuss :-))
    LG. Norbert
  • Marianne Th 12. Juni 2012, 16:44

    Das Wetter hat nicht mitgespielt, schade,denn das geschichtsträchtige Haus wirkt mit diesem einheitsgrauen Himmel darüber ein wenig trist Wenig einladend für ein Pfarrhaus.
    Umso interessanter ist deine ausführliche Info dazu.
    LG marianne th
  • Helmut Johann Paseka 12. Juni 2012, 14:51

    . . Du hast Dir nicht umsonst viel Mühe gegeben unser Wissen aufzumöbeln, . . wie sonst hätte ich solches erfahren, . . Dank Dir, . .
    herzlichst Helmut
  • Dieter Behrens K.T. 12. Juni 2012, 10:57

    Interessante Beschreibung.

    LG a.In.Dieter
  • Rainer Switala 12. Juni 2012, 8:47

    interessante arbeit von dir
    sehr lehrreich die info dazu
    gruß rainer
  • FotoDX 11. Juni 2012, 22:31

    Sehr gut und informativ zusammengestellt!

    LG Felix
  • Wolfgang Weninger 11. Juni 2012, 19:49

    das Bauwerk ist hübsch, aber die Herren sind in unseren Breiten völlig unbekannt ...
    Servus, Wolfgang
  • Trautel R. 11. Juni 2012, 19:00

    das war ein krönender abschluss unserer letzten harztour, vor allem war der besuch der kirche mit den gehörten anekdoten sehr interessant. nur das wetter hätte etwas wärmer sein können. aber vielleicht kommen wir dort nochmals vorbei?
    lg trautel
  • BLACKCOON 11. Juni 2012, 12:36

    Wieder mal eine gute und nachvollziehbare Schulung für uns. Danke lieber Horst.
    lg bc
  • carlosb. 11. Juni 2012, 9:56

    Muss man den gekannt haben...Aber schöner alter Hof.

    Gruß Carlos
  • keims-ukas 11. Juni 2012, 8:02

    Geschichte pur, in Bild und Text!
    Eine sehr interessante Doku von Dir, informativ und gut durch die Collage unterstützt.
    Man weiß eigentlich viel zu wenig über seine Heimat und seine Persönlichkeiten aus vergangenen Jahrhunderten. Gute Fleißarbeit von Dir.
    LG, Uwe!
  • Herta-Wien 11. Juni 2012, 7:32

    Eine geschichtsträchtige Aufnahme mit toller Info Horst.
    Auch Dir eine tolle Woche.
    Einen lieben Gruß
    Herta
  • Heide G. 11. Juni 2012, 7:05

    hat schon viel erlebt dieses Haus. Eine gut gestaltete Collage!
  • Maria Kohler 11. Juni 2012, 5:49

    Das scheint ja ein geschichtsträchtiger Ört zu sein.
    Sehr gute Aufnahmen und super Info dazu. Habe von diesem Ort noch nie gehört. Man lernt eben nie aus.
    LG Maria
  • LauraFlorence 11. Juni 2012, 0:38

    Oha.. jetzt wissen wir, wo der Schlamassel mit der Grammatik her kommt.. aus Bendeleben. Und die Kirche hatte auch .. wie meist.. die Finger im Spiel :-)) Das Pfarrhaus sieht doch recht streng aus.. aber so gehörte sich das wohl :-) Ja, das Wetter ist in diesem Jahr schon ziemlich unbeständig.. aber im Gegensatz zu mir habt Ihr Euch doch immer wieder auf gemacht und habt mutig Euer Programm durchgezogen. Eine gute neue Woche wünsche ich Euch.
    LG Laura
  • Nana Ellen 11. Juni 2012, 0:35

    Das war ja noch eine mitternächtliche, bebilderte Unterrichtsstunde. sehr interessant und tolle Info, lieber Horst. LG Nana-Ellen
  • Hans-Peter Möller 10. Juni 2012, 23:27

    Sehr interessant, noch nie davon gehört.
    Gute Idee, die Hinweisschilder vom Haus nochmals größer darunterzustellen.
    So kann man den Text gut lesen.
    Grüße aus Berlin
  • Gergovacz Eva 10. Juni 2012, 23:19

    Du hast mit Deiner Präsentation viel Arbeit gehabt, und es ist Dir voll gelungen, meine Geschichtskenntnisse zu erweitern.
    Ob der Verfasser der ersten deutschen Grammatik sich dessen bewußt war, was er bei manchen Schülern angerichtet hat ;-)
    lg Eva
  • Rosetta4 10. Juni 2012, 23:13

    Das muss ja der Beschreibung nach ganz interessant sein auf diesem Areal. Habe mir den Link gerne angeschaut, sehr schöne Bilder, Dankeschön.
    LG, Rosetta

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