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Alexis Bartmann


Free Mitglied, Freiburg

Autoromantik 2

Hier zu sehen ist Charlotte, eine Halb-Maori (die Ureinwohner u.a. Neuseelands), mit der ich ein paar wundervolle, fröhliche Tage verbringen durfte, bei einem Ausflug in die Westmacdonnells.

Die australischen Ureinwohner durfte ich hier auch hautnahe kennenlernen, allerdings auf weniger angenehme Art: In der Stadt traf ich einen Aborigine namens CJ, der überall blutete. Er sagte, ein Hund habe ihn gebissen, aber wahrscheinlich hat er sich geprügelt. Im Gespräch erfuhr er, dass ich ein Auto habe, und bat mich, ihn nach Hause zu fahren, damit er sich waschen könne. (Das hat er ügrigens nicht getan) Wir kamen dann zu einem im Bau befindlichen Haus in einem Suburb, um das herum etwa zehn Aborigines auf Matratzen und in Verschlägen lagen. Der Bruder von CJ (?) versprach mir dann, mir eins von seinen Bildern zu schenken, wenn ich ihn und CJ wohin fahre. Ich habe sie sogar fahren lassen, weil sie sehr gedrängt haben und ich, wie sie, ziemlich betrunken war nach einer Nacht im Bojangles. Dann haben sie mich bequatscht, ihnen fünfzig Dollar zu leihen. Ich hatte selbst nicht viel mehr als das und mir war natürlich klar, dass ich sie nie wiederkriegen würde (sie versprachen, ich bekäme morgen 200 zurück), aber diese Typen waren geborene Vertreter, und ich habe irgendwann nachgegeben. Sie haben dann Gras gekauft und Zigaretten, und ich verbrachte eine Nacht auf ihrer stinkenden Matratze. Am nächsten Morgen fuhr ich CJ in die Innenstadt zurück und danach habe ich sie nicht mehr gesehen (und auch kein Bild gekriegt).
Ich finde, diese Erfahrung war durchaus $50 wert. Die Aborigines in den Städten sind ziemlich jämmerliche Kreaturen, ich kann verstehen, dass die Weißen ein Problem mit ihnen haben, aber natürlich auch umgekehrt, schließlich ist es ein selbstgeschaffenes Problem. Die unabhängig lebenden Aborigines in Gebieten hie Arnhem habe ich leider nicht kennengelernt, die sind (denke ich mal) ganz anders drauf.

Kommentare 8

  • Canoniere 15. Juni 2007, 11:14

    Die Erfahrung sagt,bleib auf der dieser Seite des Flusses! (zB in Alice Springs)
    LG Ulli
  • David Bu. 6. Juni 2007, 11:16

    Ok, als "Master of Judo" könnte man sich überlegen, die 50$ zu sparen... ;-)

    Gruss, David
  • Alexis Bartmann 6. Juni 2007, 3:55

    Dann hätte ich endlich mal erfahren können, wozu 23 Jahre Judo so gut sind... Ich frage mich schon, was passiert wäre, wenn ich ihnen das Geld nicht "geliehen" hätte.
  • David Bu. 5. Juni 2007, 21:40

    Eine interessante Geschichte, die du da erzählst. Ich finde das auch recht mutig, dass du auf sie eingegangen bist und sie sogar hast fahren lassen. Ein Freund von mir hat mal sowas Ähnliches gemacht, ist dann jedoch von den Aborigines umzingelt und mit Messern bedroht worden. Das ist dann weniger lustig und wegen den 50$ mit Messerstichen im Spital landen, lohnt sich auch nicht.

    Gruss, David
  • Martin H.. 28. Mai 2007, 22:08

    Kann mich Wolfgang Kölln anschliessen!
    Denke genau das gleich wenn ich die Geschichte lese.
    Gruss Martin
  • Wolfgang Kölln 28. Mai 2007, 21:42

    Wow! Was für eine Geschichte.....! Einerseits beneide ich dich um diese Erlebnisse, andererseits graust's mich davor... ;-)))
    Gruß Wolfgang
  • Tanjung-Pinang 28. Mai 2007, 17:56

    Wenn einer eine Reise tut, dann ......
    Es ist immer wunderbar, wenn man seine Erfahrungen sammeln kann.
    Klasse festgehalten.
    lg monika
  • Eddi Bauer 28. Mai 2007, 16:58

    Hey Alexis:
    Die Erfahrung wär mir auch 50 Bucks wert gewesen. Wir haben in Alice auf einem Campingplatz geschlafen. Dort habe wir Wayne kennengelernt. Ein Handyman der seine ganzes Leben mal hier und mal dort arbeitet. Er hatte einige Jahre bei Aboriginal People in den Kimberleys gewohnt und uns viele Stories erzählt. Er denkt auch halb so wie sie: War super interessant.