Diese Website verwendet Cookies, um verschiedene Funktionalitäten bereitzustellen, Anzeigen zu personalisieren und Zugriffe zu analysieren. Durch die Nutzung dieser Website erklärst Du Dich damit einverstanden, dass Cookies verwendet werden. Weitere Informationen  OK

Was ist neu?
4.218 19

Arbeitspause

http://www.fotocommunity.de/blog/agora-bilddiskussion-intensiv

Wichtig:

Hier werden destruktive und/oder verletzende Anmerkungen gelöscht. Wir bitten darum, die Diskussion aufs Bild zu fokussieren und persönliche Streitigkeiten genauso wie irgendwelche Vermutungen über den Bildautor, aus der Diskussion herauszulassen.

1. Das Foto darf noch nicht in der fotocommunity veröffentlicht worden sein
2. Der Fotograf bleibt bis zum Schluss anonym und darf sich erst in einem Schlusskommentar äußern, den er an uns (Bilddiskussion_Intensiv@fotocommunity.net) vorher sendet.
3. Bitte teile uns direkt mit, ob Du als Fotograf ( UserID) nach der Diskussion genannt werden möchtest.
4. Beschreibe, warum Du das Foto genau so aufgenommen hast. Welche Idee steht dahinter?

Kommentare 19

Die Diskussion für dieses Foto ist deaktiviert.

  • Agora Bilddiskussion intensiv 5. Mai 2017, 19:14

    Der Fotograf Matthias von Schramm schreibt:

    "Vielen Dank für die Besprechung und intensive Auseinandersetzung mit diesem banalen und für mich aus verschiedenen Gründen ärgerlichen Bild. Beim editieren des Projekts ist es aus nachvollziehbaren Gründen aus der Wahl gefallen und nun bei Agora wieder auferstanden. Sein Bild den Agorakritikern zur Verfügung zu stellen ist übrigens eine erhellende und sehr angenehme Erfahrung - die man sonst in dieser Weise in der FC nicht machen kann. Deswegen: vielen Dank dafür!

    Jürgen W2 hat die Intention sofort erkannt, auch wenn ich Begriffe wie „beauty in the banal“ ganz furchtbar finde. Das Banale ist hier der König und das ist der Sinn dieser Fotografie, wofür ich auch stehe. Wenn aber der Focus nicht sitzt und keine Zeit für die Nähe der Protagonisten ist, wird es eben nur halbherzig. Die Frisörschilder für Agora finde ich auch ärgerlich, weil sie vor allem den Ort verraten und somit die Neutralität nehmen. Laut Google gibt es diesen Frisörsalon nur einmal genau dort an dieser Stelle. Besonders ärgerlich ist, dass man es hier erst durch vergrößern halbwegs scharf bekommt. Ein technisches FC Problem.

    @ eltstp: Genau Deine Gedankengänge sind es, die ein guter Beobachter von einer Streetszene hat und genau das ist die Story und Intention. Ich fürchte aber, sie ist eine geistige Weiterentwicklung, weil hier vieles nicht stimmt.

    @ Walter Zeiselmair: Ich lese Deine Kritiken immer sehr gerne, überzeugt wie sie daher kommen – teile selten Deine Sichtweise – nichtsdestotrotz an dieser Stelle meinen Respekt. Wir befinden uns in Hamburg St. Pauli auf dem sog. Lattenplatz, vor einem Gebäude, welches zu den alten Schlachthöfen gehörte. Auf diesem Platz (autofrei – keine Straße) findet ständig vieles statt. Open Air Konzerte, Flohmärkte etc. Hier gibt es trotz Gentrifizierung ein einmaliges Lebensgefühl. Dass dort Menschen oben so stehen, wie diese Frau gehört zur Lebendigkeit des Viertels. Bürokratische Sicherheitsfragen werden gerne ignoriert und das ist auch gut so.

    @ Der Jürgen. Der Begleittext für Agora ist ein Ärgernis. Er wird erwartet und man schreibt irgendwas, was dann die Diskussion beeinflusst. Aus diesem Grund hatte ich diesen so kurz wie möglich gehalten. Ansonsten – ich hätte gerne mich den Personen ein paar Meter weiter genähert. Dann wäre durch die Veränderung der Größenverhältnisse ein anderes Bild entstanden.

    @ Luisin. Danke für Deine Mühe. Deine Vorgangsweise ist vollkommen in Ordnung – deswegen habe ich mir Dein Beispielbild auch gesichert. Sehr große Fotografen gehen so vor und behalten damit Recht. Für mich leidet die Intention des Bildes arg unter dieser Bearbeitung. Die Story ist nicht spiegelbar, der stilisierte Schnitt funktioniert nicht, weil er aus der Beiläufigkeit eine Ikone des Wartens macht. Mir z.B. sind nicht viel, aber ein paar Dinge auf dem Bild wichtig. Das Betonen der Farbähnlichkeit von Kleid und Fensterrahmen und die Tasche unten im Bild. Dies wird meiner Meinung nach mit dem Zerstören der Beiläufigkeit kaputt gemacht. Man nimmt die Freiheit des Blickes und nimmt dem Fotografen seine Sprache.

    Zu diesem Thema für Interessierte ein Blick in mein Portfolio und zum Text: Fotos machen steht mir. Dieser erklärt (wenn auch nicht komplett) diese freie Art des fotografischen Vorgehens.

    Nach der Schließung der Diskussion biete ich in meinem Account an über dieses Bild und Agora weiter zu posten. Nur für Interessierte!

    Zum Schluss ein Link zum Musikvideo - welches Anlass der „Arbeitspause“ war. Gegen Ende ist die Szene auf dem Lattenplatz zu sehen, die links vom Bild vorbereitet wurde.

    https://www.youtube.com/watch?v=pfC4ww_3QmA

    Horrido!"
  • Conquest 4. Mai 2017, 1:37

    Ich kann und will mir die vielen Texte nicht durchlesen.
    Zum Foto: Eine steht oben, Zwei stehen (sitzen) unten. So what.
    "Street" will gerne näher sein, oder einfach mehr Witz sehen. Das gibt´s hier gerade nicht. Ist halt ein Foto - so ganz ohne Nähe und Witz. sorry.
  • Clara Hase 4. Mai 2017, 0:32

    es gibt etwas zu sehen - entspannt, die Sachen dahin geworfen hockt man sich auf den Steig oder steht am Fenster - einen fuss gefährlich auf das Sims gestellt.
    Es ist gutes Wetter mit milden Schatten. Die Hauptsache findet nicht hinter den Fenstern und Türen statt, sondern davor. Der Autor hats erklärt - Details sind keine zu sehen - man könnte das Bild auch Warten nennen, denn nach Arbeit sieht hier niemand aus. Kämmt sich nicht, pudert die Nase, bringt die sSpannung aus dem Gesicht - ncihts dergleichen - ganz lässig hocken-stehen sie da, ruhen.

    natürilch hätte könnte man das halbe rote Schild stempeln können, aber ich vermute hier fand ein Ereignis statt, an dem der Autor Gefallen hatte, was seiner Erinnerung dient - es muss kein ausgereiftes Foto und hochtechnisch verdreht werden
  • elevatorjwo 3. Mai 2017, 14:24

    Dieses Foto hat für mich eine gewisse Leichtigkeit.
    Der wesentliche Inhalt ist der Blick der 3 Frauen in die selbe Richtung und wahrscheinlich zum selben Objekt.
    Alle anderen Elemente sind zufälliges Beiwerk, setzen Akzente - auch der Sack.
    Jegliche Form der Bearbeitung in Richtung scheinbarer Perfektionierung würde genau diese Leichtigkeit zerstören.
    Ich sehe zwar auch die Schwächen im Bild, die treten aber, wie bei fast allen Streets, in den Hintergrund, wenn das Bild sonst interessante Fragen stellen lässt.
    Auf mich wirkt das wie im Film, als wenn der Kameramann gerade dicht dran ist und jeden Moment weg zoomt , so dass in der Totale auch das Objekt der Begierde zu sehen ist.
    Einer Erklärung hätte es nicht bedurft, die muss aber bei der Agora sein. Warum eigentlich????
  • elstp 3. Mai 2017, 14:22

    Hier hat (in Form einer Bearbeitung) eine Weiterentwicklung des ursprünglichen Bildes stattgefunden.

    Das Original ist gekennzeichnet durch seine Beiläufigkeit, durch die Offenheit dessen, was die drei Frauen da wahrnehmen. Das weckt, zumindest bei mir, sonst das Bedürfnis nach Orientierung, hier aber wird diese Phase des Abwartens, der ARBEITSPAUSE unterstrichen.

    Die Klarheit des Vorschlags von @Luisun1 vermittelt mir ein Gefühl für die reale Situation, die Protagonisten sind aktiver, und die Blickrichtung macht das auch mit mir. Die drei Frauen warten hier auf ihren Einsatz, und das ist etwas anderes als eine beiläufige Arbeitspause. Die Relaxtheit wird abgelöst durch eine optische Spannung.
  • Wolf Schroedax 3. Mai 2017, 9:45

    Die BA von Luisun1 beweist endgültig, dass die Komposition geschlossener wird, wenn der Sack unten weg geschnitten wird und die Senkrechten gerichtet sind, was ja viele schon bemerkt haben. Nicht überzeugt mich dagegen die Kontrasterhöhung und die Spiegelung und die auch schon früher beschworene Ruhe, welche durch das Entfernen der Schilder befördert wird, weil der Szene die Spannung abhanden kommt, welche mE darauf beruht, dass die berühmte Leserichtung im Original links außerhalb des Bildes beginnt und in diesem endet, also nicht im Bild beginnt. Von den Schildern würde ich das senkrechte als Narrativ lassen....
  • Luisun1 2. Mai 2017, 21:13

    Ich finde ganz und gar nicht dass das Foto eigentlich zwei einzelne Bilder sein sollten, im Gegenteil,
    als zwei einzelne Bilder fände ich sie eher langweilig und nichtssagend. Gerade die zwei Ebenen mit der Diagonalen machen für mich das Bild erst interessant. Bei einzelnen Bildern könnte die Blickrichtung auch zufällig sein, hier schauen aber alle in dieselbe Richtung, was darauf hinweist das dort etwas passiert, "was", bleibt der Phantasie des Betrachters überlassen.
    Die zwei Schilder stören allerdings schon ein wenig, doch dafür kann der Fotograf nichts, die waren nun mal da und einfach abschrauben um ein besseres Foto zu machen hätte ihn wohl in Schwierigkeiten gebracht.
    Auch auf die Gefahr hin, das mich jetzt einige Leute hier am liebsten Steinigen würden, hätte ich diesem Bild eine Bildbearbeitung angetan.:-O
    Zuerst würde ich das Foto beschneiden, so das sowohl der Rucksack als auch die Tür verschwinden, diese Bildelemente lenken nur unnötig ab. Dann würde ich die Schilder entfernen,
    das setzt natürlich gewisse Kenntnisse in der Bildbearbeitung voraus und ist nicht jedermanns Sache.
    Als nächstes würde ich den Kontrast etwas erhöhen und dem Bild ein wenig Licht geben. Ein Nachschärfen im Luminazbereich könnte auch nicht schaden. Zum Schluss würde ich das Foto horizontal Spiegeln. Wir sind daran gewöhnt von links nach rechts und von oben nach unten zu sehen (wie beim Lesen), eine Bilddrehung würde dieser Sehgewohnheit entgegen kommen und dem Foto eine angenehmere Blickrichtung geben.
    Ich war mal so frech und habe einen Screenshot gemacht und das Bild entsprechend bearbeitet nur oberflächlich und zur Demonstration, wie das dann aussehen und wirken würde.

    http://abload.de/image.php?img=angorabearbeitungnurzphu3h.jpg

    Ich werde das Bild nach der Agora selbstverständlich wieder löschen.
    Das ist natürlich nur meine persönliche Meinung .
    Ob und in wieweit jemand seine Bilder nachträglich bearbeiten will und kann ist natürlich jedem selbst überlassen und bei einigen wohl auch eine Glaubensfrage, ich hab da kein Problem mit und auch ohne Bearbeitung finde ich dieses Foto durchaus originell.
  • Karpfen 2. Mai 2017, 10:35

    Ich meine, das dem Sack unterhalb der Frauen entweder mehr Raum gehört oder weg muß.
    Weiterhin sollte dem Bild nach links ( Blickrichtung) mehr Raum gegeben werden.
  • Mr. Brighter 1. Mai 2017, 17:14

    Mich spricht das Bild nicht an!
    .
    Begründung:
    Weder mit dem Bildtitel, noch mit dem was gezeigt wird, kann ich etwas anfangen, außer das ich es kommentiere.
    Auch mit dem Bildtitel "Arbeitspause" und dem was sich dort im Bild gezeigt wird, kann ich nichts auf einen Nenner bringen. Mag sein, dass Komparsen anders arbeiten wie ich es kenne. Das Leben soll in vielen Berufen offenbar auf warten, warten, warten und nochmals auf warten begrenzt sein.
    Es kann auch sein, dass die dargestellten Personen Komparsen von irgendetwas set-mäßig abgelenkt sind. Jedoch fehlt mir als Bildbetrachter, eigentlich das Wichtigste, was macht ein Komparse am Set ??? Er/sie warten, wartet, wartet und wartet ;-)))
    Was die Personen uU sehen, kann alles sein. Ein Unfall, ein Überfall oder sogar ein Kind welches beim Kaugummiautomaten seinen Taschengeld verloren hat und plötzlich wie am Spieß schreit, es kann alles Mögliche sein.
    All diese Gegebenheiten am Set und deren Interpretation im fotografischen Sinn, sehe ich nicht..
    Die beiden Personen im Vordergrund, sind mir halbseitig abgewandt und haben keinen Kontakt zum Fotografen. Dies strahlt ein großes Nichts gegenüber dem Bildbetrachter/mir aus.
    Um die 3. Person im oberen Bildteil mache ich mir Sorgen. Welche Leichtfertigkeit verursacht solchen einen unsicheren Standort ???
    Letztendlich komme ich zum Resümee: Von der Location hätte es ein top Bild werden können, wäre es nicht ein banaler und nichtssagender Snapshot gewesen.
    ..
    Noch ein Schlusswort zur Ausrüstung:
    Ein Fotograf muss nicht immer eine teure Kamera haben! Schließlich ist ein teurer Füllfederhalter mit einer goldenen Feder, nicht Garant für eine schöne Schrift ;-)))
    (PS: Sollten Kommas, Rechtschreibfehler oder Absatzfehler erkannt werden, bitte sofort melden. Wird dann selbstverständlich berichtigt)
    ...
    Gruß
    Mr. Brighter
  • Der Jürgen 1. Mai 2017, 13:58

    mir hat das bild in blickrichtung der drei protagonistinnen zu wenig raum. man muss nicht sehen. was da abgeht, dennoch ist die positionierung der beiden unteren personen für mich zu nahe am bildrand, um den beschriebenen spannungsbogen aufzunehmen.
    das foto kann aus meiner sicht daher nicht ohne den begleittext nicht im gewünschten kontext funtionieren. damit hat es für mich die tendenz zur belanglosigkeit. was an sich übrigens nichts schlimmes darstellt :)
  • Wolf Schroedax 1. Mai 2017, 10:54

    Zwei Bilder ? - Nein, Gleichzeitigkeit ! Gefragt ist eine szenische Sichtweise,(und diese fragt nach der Spannung des Moments). Das geht ungefähr so: Ich richte meinen Blick auf einen Punkt zwischen den Motiven, konzentriere mich aber ganz auf diese. Das heißt meine volle Aufmerksamkeit gilt nicht dem fixierten Ort auf dem Bild, sondern richtet sich auf die pripherer liegenden wichtigeren Objekte, die Frauen. - Und dann kann es sein, dass die Girls unten plötzlich die Arme hochreißen, klatschen und schreien, und die himmelblaue Blonde entgeistert/erschrocken nach unten schaut..... Hoffentlich hält sie sich fest !
  • Wolfgang Zeiselmair 29. April 2017, 21:13

    Was sehe ich?
    einen Backsteinbau mit Vordach, einen Frisörsalon, leere Bereiche der Fassade liegen im Sonnenlicht. Drei Personen diagonal in den Ecken platziert. Ein holzverkleidetes Irgendwas grenzt den Gehsteig gegen die Straße ab. Das Ganze ist entweder Kulisse oder das verantwortliche Bauamt hat bei der Freigabe geschlampt. Eine Glastür im OG ohne Geländer und jegliche Sicherung? Da graut es dem Fachman und der Laie wundert sich. Das Bild und die Fassade kippen leicht nach hinten. Die Haltung der Personen vermittelt den Eindruck von Langeweile/warten/Pause. Was immer ihren Blick lenkt bleibt uns verborgen und Spekulationen darüber sind müßig und wenig zielführend.
    Technik und Schnitt:
    Die Schärfe liegt wenn überhaupt auf dem Schild des Frisörsalons. Die menschlichen Protagonisten gleiten in leichte Unschärfe ab. An allen Rändern wird irgend etwas abgeschnitten. Das Auge wird irritiert, versucht automatisch zu ergänzen.
    Erster Eindruck:
    Etwas zuviel von allem. Es handelt sich hier eigentlich um zwei Bilder, eines mit zwei sitzenden Frauen und eines mit der in der Glastür stehenden Person. Das Auge springt dazwischen hin und her und weiß nicht, woran es sich festmachen soll. Dazu buhlt auch noch der Sonnenlichtfleck in der linken oberen Ecke um Aufmerksamkeit.
    Der Hintergrund im Kopfbereich der unteren Personen ist suboptimal, es handelt sich aber nicht um ein komponiertes Bild, da muss man mit solchen Sachen leben.
    Alles in allem nicht schlecht mit noch größerem Potantial. Wie gesagt zwei Bilder mit einem klar definierten Ankerpunkt für´s Auge fände ich besser als alles in ein Foto zu packen.
    Servus
    Wolfgang
  • elstp 29. April 2017, 16:21

    Alles richtet sich nach links, wohin der Betrachter gar nicht blicken kann. Die Personen sind in ihrer Beiläufigkeit erfasst, also durch ihre Haltung und durch die Unauffälligkeit ihrer Bekleidung, so dass sie sich kaum von ihrer Umgebung abheben. Man muss sie mit den Augen aufsuchen und klären, dass sie gerade gar nichts machen, dass sie abwarten, wann etwas geschieht. Der Bildeindruck würde sich wenig verändern, wäre eine der Personen gar nicht da.


    Was mag in den Köpfen der drei vor sich gehen? Was sehen sie? Wie interpretieren sie es? Was übersehen sie?
    Der Betrachter dieses Bildes kann in aller Harmlosigkeit Leute betrachten, die interessiert an einem Ereignis ‚teilnehmen‘, ohne beteiligt zu sein. Er kann aber auch Dinge in diese Leute hinein geheimnissen, die nichts mehr mit der Realität zu tun haben. Und das spannende ist, es sind mindestens diese drei Ur-Bilder, die der Betrachter verfremden, verfälschen und verwenden könnte, denn diese abgebildeten Zuschauer haben ja auch ihre Fragen und Zweifel, mit denen sie ihre Vorstellungen ausschmücken können.

    Und wir, die Betrachter, brauchen uns dabei gar nicht anzustrengen, denn wir sind im Alltagsgeschehen genau zu dieser Interpretation dessen, was andere wahrnehmen, erzogen!
    Könnten wir sehen, was diese drei sehen, wären wir eingeschränkt in unseren Phantasien, so aber werden wir geführt von dem Licht des späten Nachmittags, von dem sommerlichen Kleid der Frau oben im offenen Fenster, von der Gemütlichkeit, mit der die jungen Mädchen auf dem Boden sitzen, von den geöffneten Fenstern links, aber auch von dem Graffiti am Sockel der Rampe, von der Schrift…..


    Diese Flut von Gedanken soll die Diskussionsteilnehmer keineswegs langweilen, sondern hier soll sie zeigen, dass der Betrachter um so mehr in einem Bild ‚selber‘ gestaltet, desto weniger er an eindrückliche Informationen herangeführt wird. Gerade im Bereich der Bildenden Kunst halte ich das für wünschenswert, was in der Literatur schon immer wirksam gewesen ist.
  • Li.B. 29. April 2017, 15:06

    Insgesamt ist es ziemlich flau und kontrastarm, schade, dass die Personen nicht ganz scharf sind, da es ja um sie zu gehen scheint.
    Dann habe ich ein Problem mit dem Sack hinter den 2 Mädels unten, oder was das sein soll, der stört doch erheblich. Ein Perspektivenwechsel könnte Abhilfe schaffen. Bezüglich des Lichts etc. sehe ich es wie Jürgen W2.

Informationen

Sektion
Klicks 4.218
Veröffentlicht
Sprache
Lizenz

Exif

Kamera PENTAX K-3 II
Objektiv smc PENTAX-DA 18-135mm F3.5-5.6 ED AL [IF] DC WR
Blende 5.6
Belichtungszeit 1/80
Brennweite 88.0 mm
ISO 400

Gelobt von