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Annette He


World Mitglied, Süddeutschland

Antarktika [54] - Der Weg durchs Eis

Normalerweise hat eine Anlandung ca. 4-4,5 Stunden gedauert. Das Expeditionsteam ging an Land, bereitete alles vor, dann kamen wir, immer ein paar Leute nur, zum Schluß hat das Expeditionsteam die Anlandung nachbereitet und es war o.k. Man hat mit den Bootchen ca. 3-4 min bis zum Land gebraucht. Doch die Anlandung bei Neko Harbour war anders. Die Fram warf weit draußen den Anker und wir wunderten uns, was wir hier machen, die Bucht war dicht gepackt mit großen und kleinen Eisschollen. Wir haben nicht schlecht gestaunt, als es dann wirklich an Land ging. Doch diesmal dauerte die Fahrt an Land sage und schreibe eine Viertelstunde. Die Bootchen mußten sich ihren Weg durch das Eis suchen, manchmal saß man plötzlich auf einer Scholle, dann ging es mal nicht weiter, fast auf dem ganzen Weg konnte man weder das Land noch die Fram sehen. Das hatte schon was von Abenteuer. An Land war es atemberaubend. Als es zurückgehen sollte, waren keine Bootchen da. Das Eis in der Bucht war dichter geworden und es war inzwischen noch schwerer für die Bottchen geworden, hin und herzufahren. Die Ersten fingen an zu motzen, es war ja kalt. Irgendwie gar nicht zu erwarten in diesem Landstrich. Es dauerte ca. 50 min, bis ein Boot von der Fram zurückkam. Ich hätte gegen 7 Uhr abends wieder an Bord sein sollen, war dann gegen 9 an Deck. Alle standen an Deck und schauten und warteten auf die letzen Bootchen. Als das Eis immer dichter wurde, fuhr die Fram ins Eis, drehte dann und wartete auf die Bootchen. Als sie in der Ferne auftauchten, gab es Jubel und Beifall an Bord. Die Fram fuhr dann langsam wieder ins offene Fahrwasser, die Bootchen folgten der Fram im Kielwasser, das ja dann eisfrei war. Gegen 11 Uhr abends hatten wir wieder alle Mitreisenden an Bord. Die Anlandung hatte 7 Stunden gedauert. Die Fahrt in den Bootchen durchs dichte Eis, hier ein Blick ins Boot hinter uns, war schon abenteuermäßig, man sieht weder Land noch Schiff. Ein Erlebnis, das man nicht vergeßen wird.
64°64´97´´ S, 62°33´64´´ W

Antarktika [53] - Unterwegs mit Mama
Antarktika [53] - Unterwegs mit Mama
Annette He

Kommentare 27

  • Erika Czilinski 26. April 2011, 17:06

    Wenn man eine Reise tut, so soll es sein, nichts soll nach Schema F ablaufen, so lange alles gut geht ist es ein unvergessenes abendteuerliches Erlebniss.
    Beieindruckendes Foto.
    L.G. Erika

  • Peter Smiarowski 23. Februar 2011, 12:34

    das war ein wirklich spannender ausflug.
    lg peter
    Expeditionsschiff M/V Polar Star
    Expeditionsschiff M/V Polar Star
    Peter Smiarowski
  • jochem dengler 8. Februar 2011, 18:27

    Abenteuer pur !!!
    Gruß jochem
  • Beim Lùkes 5. Februar 2011, 22:10

    sieht sehr abenteuerlich aus, gruß peter
  • Sonja Haase 3. Februar 2011, 8:04

    DAS ist halt Abenteuerurlaub. Spannende Geschichte. Schönes Foto. Viele Grüße, Sonja.
  • Manfred Bartels 1. Februar 2011, 23:25

    Ein ganz besonderes Erlebnis.
    Beneidenswert.
    LG Manfred
  • Steffen Nitzsche 1. Februar 2011, 15:32

    das wirkt ja richtig Geheimnissvoll
    ich glaube das wird eine Reise sein, die du nie vergisst :-))
    Grüße
  • Felicitas W. 1. Februar 2011, 10:11

    Ein echtes Abenteuer, das uns irgendwann auch einmal reizt, doch irgendwie zieht es uns immer Richtung Savenne oder Wüste ;-)
    Das Bild gibt jedenfalls die Stimmung gut wieder,
    man sieht, wie die Leutchen sich schon (fast) alle tief in Ihre Jacken zurückgezogen haben - ein Held muß ja immer dabei sein :-)

    LG Fee
  • Horst Huck 30. Januar 2011, 19:30

    Bei deiner Beschreibung ist man Mitten
    im Geschehen.
    Klasse Bild.
    Man fühlt sich ziemlich klein bei dieser Umgebung.
    Bewußtseinsveränderung pur.
    Scheint allerdings nicht bei allen Teilnehmern angekommen zu sein, sonst wäre ein Meckern, weil der Bus:) nicht pünktlich kommt, wohl ausgefallen.
    Ich Danke Dir, für die tollen Eindrücke in eine andere Welt.
    lg Horst
  • JOSZ 30. Januar 2011, 13:55

    "Heidi" is on duty ... anytime, anywhere, every year !

    :-) :-)))
  • Anke Viehl 30. Januar 2011, 12:59

    Eine passende Aufnahme zu einer sehr spannenden Berichterstattung. Deine Reise war ein wahres Abenteuer.
    LG
    Anke
  • Klacky 30. Januar 2011, 11:58

    Oh Mann, oh Frau, das schafft mich.
    Muß ich hier am Monitor rumsitzen und mir das Adventure ansehen, bei dem ich gern dabeigewesen wäre?
    Oh Mann, ich sach nix mehr.
    Mit leidendem Gruß,
    Klacky
  • Anneli Krämer 30. Januar 2011, 7:23

    Da hast Du ein sehr spannendes und nicht ungefährliches Abenteuer geschildert, das man richtig mitfühlen und bei diesem schönen Foto nur ahnen kann.
    Ja - es ist keine Vergnügungsreise dorthin sondern nur etwas für wirkliche Aberteurer und sportliche abgehärtete Menschen. Wie hätten sie Euch sonst retten können... zu Fuß über das Eis ging nicht ...zu gefährlich..vielleicht wenn man mit Seilen verbunden ist.
    Hubschrauber sicher nicht an Bord...
    Vielleicht lassen sie beim nächsten mal - wenn so viel Eis ist - zur Vorsorge ein Zelt und Verpflegung dort wenn es zu lange dauert?
    Und man holt die Leute am nächsten Tag? Die Verantwortlichen auf dem Schiff werden schon ganz schön geschwitzt haben bis alle an Bord waren..
    ...aber ist ja alles gut gegangen und heute ist es aus der Erinnerung ein tolles Abenteuer!!

    Frage - gibt es dort auch diese Sommernächte , die nicht dunkel werden??
    LG
    Anneli
  • karl-heinz -Roger 30. Januar 2011, 0:25

    ein wahres Abenteuer,hätte da auch mitgemacht
    gruß k-h
  • jopArt 29. Januar 2011, 19:16

    einfach nur wahnsinn, deine erklärung dazu ist beeindruckend-genau wie diese reise es sein muß!!!

    lg hans

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