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Was ist neu?

Janinchen E.


Free Mitglied

...and then they sold me to a dog-meat-restaurant

Hallo zusammen

Mit diesem Bild möchte ich meine neue Reihe anfangen.
Ich war einen Monat in Indonesien, Bali als Freiwillige in einer Tierrettungsklinik.Während dieser Zeit konnte ich viele Erfahrungen sammeln, allerdings nicht nur schöne.

Der Bali-Dog , eine anerkannte Rasse übrigens seit ungefähr dem 13. Jhdt, ist schon seit Jahren auf der Insel. Da es so viele Hunde auf der Insel gibt, sind sie niemandem wirklich etwas wert, so gehört es zum Alltag, dass Hunde ( Katzen übrigens auch) von Scootern überfahren werden, ohne dass jemand auch nur einen Blick zurückwirft, Hunde den ganzen Tag an der Kette stehen, ohne Wasser und Schutz vor der Sonne, Hunde auf den Tellern landen, nachdem sie qualvoll gefesselt, geschlagen und malträtiert wurden. Es gibt in Indonesien kein Gesetz, dass Tiere schützen würde, es gibt kein Gesetz dass Menschen bestrafen würde, wenn sie einem Welpen ohne Grund ein Messer in den Rücken stechen, kein Gesetz das jemanden bestrafen würde, wenn er einem Welpen die Nase abschneidet oder einen Sack voll Welpen in den Fluss wirft.

All das ist wirklich Alltag, und gehört zu den Erfahrungen, die wirklich nicht einfach waren und einem ans Herz gehen.

Mit dieser Hündin möchte ich die Reihe starten, da sie mir besonders ans Herz gewachsen ist. Dalpo ist ihr Name und als sie zu uns in die Klinik kam, war sie wahnsinnig agressiv und liess keinen Menschen an sich ran kommen. Kein Wunder, ihre Geschichte ist auch nicht gerade leicht.
Sie hatte eine Familie und war immer ein problemloser Hund, schlief bei der Tochter im Bett, jede Nacht. Doch dann schien es als ob sie schwanger war, und die Familie verkaufte die Hündin an ein Hunde-Fleisch Restaurant.

Es lässt sich nur erahnen, was für Erfahrungen sie an diesem Ort gemacht hat, glücklicherweise konnte sie frühzeitig herausgekauft werden. So kam sie also, mit einem gebrochenen Herz, und mit einem Hass in unsere Klinik. Körperliche Wunden verheilen, aber auch bei Tieren sind die seelischen Wunden viel viel schlimmer. Zwei Monate lang verbrachte sie damit, in ihrem Zwinger herum zu liegen, ass nur spärlich und knurrte jeden an der sich nur in ihre Nähe wagte. Sie schien ein hoffnungsloser Fall zu sein.
Doch irgendwann, von heute auf orgen, öffnete sie wieder ihr Herz und das war einer der ergreifendsten Momente überhaupt. Als ich wieder einmal in ihrem Zwinger sass, (mit dem Rücken zu ihr, denn alles andere war nicht möglich) überlegte sie es sich anders, stand auf und legte sich neben mich hin. Einfach so. Von diesem Tag an änderte sich ihr Wesen komplett, sie brauchte zwar Zeit bis sie sich von anderen auch berühren liess, und war fokussiert, winselte wenn ich aus dem Zwinger ging, ass ihr Futter nurn noch wenn ich daneben sass.

Also ja, das ist Dalpo, die ihr Herz wieder öffnete, obwohl man sie einfach so weggestossen hat. Dalpo soll alle anderen Hunde in Bali repräsentiern, liebevolle, treue Hunde die niemandem etwas getan haben.

Das foto ist leider nicht perfekt, aber ich hoffe, der Blick von ihr sagt tausend Worte.

Für alle die mehr über die Tierschutzorganisation in Bali wissen wollen, scheut nicht mich zu kontaktieren. Freiwillige sind immer gebraucht! Für alle die Bali besichtigen wollen nehmt euch ein paar Stunden Zeit und kommt vorbei.

Kommentare 2

  • katzenstube 11. Mai 2013, 21:31

    Ich verstehe nicht, dass diese Geschichte und diese Augen sowenig AM hervorgelockt haben. Sind die Menschen zu geschockt? Fehlen ihnen die Worte?
    Ich danke dir für dieses Bild und deine Erfahrungen.
    Ich hoffe, die Kleine hat dort eine Zukunft!

    Jessi aus der katzenstube
  • W. Franke 17. März 2013, 14:54

    Das Bild habe ich angeklickt wegen des eindrucksvollen Hundeblicks. Die Geschichte dazu ist ergreifend.
    LG aus SA
    Willi

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Brennweite 70.0 mm
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