Diese Website verwendet Cookies, um verschiedene Funktionalitäten bereitzustellen, Anzeigen zu personalisieren und Zugriffe zu analysieren. Durch die Nutzung dieser Website erklärst Du Dich damit einverstanden, dass Cookies verwendet werden. Weitere Informationen  OK

Was ist neu?

Werner Braun


Pro Mitglied, Wien

And death shall have no dominion.

And death shall have no dominion.
Dead men naked they shall be one
With the man in the wind and the west moon;
When their bones are picked clean and the clean bones gone,
They shall have stars at elbow and foot;
Though they go mad they shall be sane,
Though they sink through the sea they shall rise again;
Though lovers be lost love shall not;
And death shall have no dominion.

And death shall have no dominion.
Under the windings of the sea
They lying long shall not die windily;
Twisting on racks when sinews give way,
Strapped to a wheel, yet they shall not break;
Faith in their hands shall snap in two,
And the unicorn evils run them through;
Split all ends up they shan't crack;
And death shall have no dominion.

And death shall have no dominion.
No more may gulls cry at their ears
Or waves break loud on the seashores;
Where blew a flower may a flower no more
Lift its head to the blows of the rain;
Though they be mad and dead as nails,
Heads of the characters hammer through daisies;
Break in the sun till the sun breaks down,
And death shall have no dominion.

(Dylan Thomas)

---------------

Canon EOS 300D
Canon EF 24 - 85 mm
1/250, f/9, ISO 100
Brennweite: 24 mm

Kommentare 13

  • Ulli Pohl 22. Oktober 2004, 19:55

    in eure diskussionsfreudige runde werde ich mich heute nicht einreihen, stelle nur mehr fest, dass hier allein der titel für nichtkenner der lokalitäten darauf hinweist, dass es sich um eine friedhofskirche handeln könnte.
    ohne diesen titel wäre sicher noch mehr raum gegeben
    für andere interpretationsweisen.

    lg uli
  • Herbert Schueppel 21. Oktober 2004, 23:48

    @Werner: Missverständnis. Wenn Du bei meinem Bild gemeint hast, dass ich den Betrachter durch den Titel einschränke, so hast Du selbst doch eine ganz andere Interpretation gefunden, als der Titel suggeriert. Und genauso bemerkte ich hier, dass der Betrachter durch den Titel eingeschränkt wird, obwohl ich gerade für mich die heitere Seite des Bildes entdeckt habe (die von Dir gar nicht beabsichtigt gewesen sein muss). Ich wollte damit eher andeuten, dass die von Dir behauptete Einschränkung durch den Titel für den denkenden Betrachter nicht unbedingt tatsächlich einschränkend wirken muss.

    Natürlich sind die Interpretationsmöglichkeiten in Deinem Bild mannigfaltig, und jede einzelne von Dir angesprochene hat genauso ihre Gültigkeit wie die vielen noch gar nicht erwähnten so manchen Betrachters. Ich gebe zu, mich nicht Wort für Wort mit Dylan Thomas' Text (dessen Urheberschaft ich übrigens sehr wohl sofort bemerkt habe) auseinandergesetzt zu haben, sondern daß ich mich auf die Wiederholung und einige der düstereren Sequenzen für die Interpretation beschränkt habe. Ich bleibe allerdings dabei, Dich zu interpretieren, indem ich das Bild interpretiere (so wie ich den Romanautor interpretiere, wenn es um seinen Roman geht), weil ich ja Deinen Blickwinkel erkennen wollte, um diesem meinen gegenüberzustellen.

    Für mich hat also das Bild durchaus seine heiteren Seiten, wie oben ja schon beschrieben. Ich sehe auch den Kirchenbau nicht so düster, wie Du ihn als eine mögliche Interpretation angibst. Trotz stürzender Linien sehe ich außer dem dunklen Dach einen eher hellen, sanft runden Bau (im Gegensatz zu den eher bedrohlichen spitzen gotischen Kirchen), der auch einen zusätzlichen Aspekt der Hoffnung darstellen könnte.

    lg Herbert
  • Werner Braun 21. Oktober 2004, 22:38

    @Matt: Danke, ich sehe, Du schätzt auch einen dramatischen Himmel. Ich fürchte allerdings, mit noch mehr Weitwinkel wäre das Flugzeug allzu klein geworden.
    @Niki: Danke, an eine solche Gegenüberstellung habe ich nicht gedacht.
    @Margit: Danke, ich werde in mich gehen und die fehlende Brillanz begrübeln. Die Bilder von Beate Knobel habe ich erst vor Kurzem entdeckt. Gewisse Ähnlichkeiten in der Präsentation fallen schon auf, aber auf dieses Bild (und nachfolgende) hat das keinen Einfluss gehabt. Übrigens scheint Beate dem Friedhof vorwiegend positive Seiten abzugewinnen.
    @Ina: Danke!
    @Rudi: Danke!
    @Kai: Danke!
    @Wilfried: Danke! Freut mich,dass Dir der Text hilft.
    @Wolfgang: Danke! Ich übe für ein Bühnenbild für die Götterdämmerung ;-)
    @Herbert: Danke, dass Du Dich über eine Interpretation traust. Aber Du interpretierst nicht mich, sondern das Bild. Freudlicherweise lässt Du Dein Wissen in die Interpretation einfließen: Du weißt (indem Du die Kirche erkennst), dass sich das Flugzeug über einen Friedhof erhebt, aber Du siehst es nicht. Du weißt aber auch, dass sich das Flugzeug ja gar nicht erhebt, sondern im Landeanflug ist und in kurzer Zeit auf der Landebahn in Schwechat aufsetzen wird. Dieses Wissen bringst Du aber nicht ein, weil es in das Bild, das Du Dir machst, nicht passt. Du reduzierst das Gedicht (das nicht "mein Text" ist, sondern der Dylan Thomas', was übrigens drunter steht) auf eine einzige Zeile, die allerdings sechs Mal wiederholt wird; und aus dieser - einschränkenden - Sicht wird für Dich die Hoffnung zum Thema. Wenn ich Deine Interpretation richtig verstehe, dann ließe sie sich (ungenau vielleicht) auf folgende Aussage bringen: "Flugzeug erhebt sich über Friedhof = Hoffnung auf Überwindung des Todes". Dass Du Dir dabei genau die Elemente herausgenommen hast, die Du für diese Interpretation brauchst, ist völlig in Ordnung. Jeder kann und soll sich das nehmen, was ihm etwas sagt oder wesentlich erscheint. Aber diese Einschränkung trifft der Interpretierende: Vorgegeben ist sie nicht.

    Ich habe eigentlich nicht vorgehabt, über das Bild selbst etwas zu schreiben, auch deshalb, weil ich glaube, dass eine metaphorische Auffassung der Bildelemente das Bedeutungspotential vieler Bilder gar nicht ausschöpfen kann. Allerdings entzieht sich ein emotionales Erfassen weitgehend einer Beschreibung. Nichtsdestoweniger ist es auch eine Interpretation. Diese Art zu interpretieren würde ich vorziehen. Ich glaube, dass viele Bilder nur so am tiefsten und voraussetzungsfrei aufzunehmen sind, auch wenn man dann keine Worte findet, den Eindruck zu beschreiben.

    Aber bleiben wir bei Deiner symbolhaften Auffassung: In einer düsteren Grundstimmung leuchtet wie ein heller Punkt (das einzige reine Weiß in dem Bild) ein Flugzeug heraus, das sich leicht und (scheinbar) schwerelos der Bedrückung zu entziehen scheint. Das gibt doch auch uns Hoffnung und die Zuversicht, der Düsternis wie ein Vogel entfliehen zu können. Ein wirklich tröstliches Bild. Ich nehme an, ähnlich wirst Du es gesehen haben.

    Aber in dem Bild gibt es noch eine Kirche, ein dunkles, schweres, massiges Gebäude, das unbeweglich und erdverbunden wirkt, obwohl es seine gefürchteten stürzenden Linien gegen den Himmel reckt. Wenn wir das realisieren, und dass wir ja neben dieser Kirche stehen (wenn wir uns in das Bild versetzen), dann wirkt das kleine Flugzeug plötzlich ganz weit weg und unerreichbar; und eines wird klar: Es fliegt ohne uns. Weniger tröstlich, oder? Schwindet da nicht die Hoffnung? Und das umso mehr, je kleiner das Flugzeug am Himmel wird? Was bleibt denn noch, wenn dann tatsächlich der immer kleiner werdende leuchtende Punkt endgültig verschwunden ist und nur mehr die dicken Schwaden ernst und düster dahinziehen? Was bleibt dann noch außer Verzweiflung?

    Wäre eine solche Interpretation nicht auch möglich, wenn schon die Bildelemente symbolisch gedeutet sein müssen?

    Oder macht uns das Gedicht Hoffnung? Das besoffene Gestammel eines übergewichtigen Walisers? Siehst Du denn tatsächlich einen Sinn in den Worten? Sagt er nicht dauernd, dass alles Mögliche passieren wird und dennoch das Beinahe-Gegenteil eintritt?
    Oder spielt Dylan Thomas mit dem Doppelsinn des ständig vorkommenden Wortes "shall", das "sollen" oder "werden" bedeuten kann?

    Ist es denn egal, ob es heißt, dass - trotzdem die Liebenden verloren sind - die Liebe es nicht sein wird, oder dass sie es nicht sein soll? Ist es dasselbe, ob es nun heißt, dass dem Tod kein Reich mehr bleiben wird, oder dass ihm keines mehr bleiben soll? Spricht aus der einen Version nicht Zuversicht oder gar Gewissheit - und aus der anderen trotzige Hoffnungslosigkeit? Ist es ein "spell" gegen den Tod - oder ist es doch nur sinnloses Wortgeklingel?

    Welche Version ist es denn, die Dir das Bild einschränkt? Oder gibt es noch andere, die sich so eindeutig auf den Bildinhalt bezieht?

    Dass Dir offenbar die Möglichkeit genommen ist, das Bild heiter zu betrachten, bedaure ich.
    @Harald: Danke! Fein, dass Du uns auch die Kirche ganz und von der freundlichen Seite zeigst.
    @Rosi: Danke! Wenn es berührt, dann erfüllt es seinen Zweck.
    lg Werner
  • rwesiak 20. Oktober 2004, 22:51

    foto und gedicht sind einmalig, ich entfliehe der herrschaft des todes symbolisch durch das flugzeug, ich kann mich nicht so gut ausdrücken wie herbert, aber das bild und gedicht trifft mich lg rosi
  • Harald L. 20. Oktober 2004, 20:30

    schönes Bild, wirkt sehr düster und gefällt mir sehr gut

    grüße Harald
  • Herbert Schueppel 20. Oktober 2004, 19:46

    Wenn ich Dich richtig interpretiere, symbolisiert der (mechanische) Vogel über dem Zentralfriedhof die Hoffnung, der ewigen Herrschaft des Todes zu entrinnen.

    Diesmal bist Du es, der durch Titel (und Dichtung) einschränkt: Ich hätte, trotz der düsteren Atmosphäre, dem Bild durch das Flugzeug etwas Heiteres abgewonnen, einfach durch die Assoziation, dass der bei Dir oft erscheinende Vogel den Bildern eine heitere Note verleiht - hier ist er halt ersetzt durch einen mechanischen (man könnte jetzt diskutieren, ob man die Hoffnung einen heiteren Aspekt nennen kann, aber ich denke eher nicht).

    Bei Dir ist die Einschränkung allerdings mit umgekehrten Vorzeichen - während ich bei meinem Bild mit dem Titel den Betrachter auf den heiteren Aspekt gelenkt habe, und Du die dunklen Seiten entdeckt hast, lenkt Dein Text auf die dunklen Seiten, und ich flüchte mich in die Heiterkeit.

    Ich bin wohl wirklich noch nicht lange genug in Wien ;-)
    lg Herbert
  • Wolfgang Weninger 20. Oktober 2004, 17:53

    mystisch und dramatisch wie der Weltuntergang :-)
    ganz toll bearbeitet
    lg Wolfgang
  • Wilfried Becker 20. Oktober 2004, 17:32

    Wirkt sehr dramatisch durch Wolken und Licht und erschließt sich gut in Verbindung mit dem Text.
    Gruß Wilfried
  • Kai Aust 20. Oktober 2004, 16:02

    Sieht dramatisch aus...
    mfg kai
  • Rudolf Kasper 20. Oktober 2004, 14:23

    Das Flugzeug ist der Hammer.
    lg rudi
  • .ina. 20. Oktober 2004, 13:11

    wooow, großartige Stimmung! (o:
  • Margit Sommer 20. Oktober 2004, 10:28

    Auch wenn ich hier ein wenig die Brillanz vermisse - zu diesem Thema paßen die Grautöne in diesem Umfang ganz ausgezeichnet.
    In letzer Zeit sind Deine Bilder immer wieder von phantastischen und bezeihnenden Texten begleitet - hat Dich Beate inspiriert? ;-)
    LG Margit
  • Nicolae Donat 20. Oktober 2004, 10:14

    ...aufgenommen am zentralfriedhof (nahe haupteingang) ?
    ich weiss nicht ...wenn ich an den pic "santiago" denke,
    gefällt mir dieser hier weniger gut.

    LG n.

Informationen

Sektion
Klicks 1.213
Veröffentlicht
Sprache
Lizenz