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Peter Jasche


Free Mitglied, Lutherstadt Wittenberg

Altes Rathaus Wittenberg

Vor dem Rathaus befinden sich die Denkmale von Luther und Melanchthon (1821)
- Auszug Wikipedia -
Mit dem Aufblühen der Stadt Wittenberg zur Reformationszeit nahm auch deren Bevölkerung zu. Daher reichte das alte ursprüngliche Rathaus den nun gegebenen Anforderungen nicht mehr aus, so dass ab 1521 unter der Leitung von Bastian Krüger die Vorbereitungen und ab 1523 mit dem stufenweisen Aufbau des Rathauses begonnen wurde.[1] Der Bau wurde 1541 abgeschlossen.

Die deutlich gegliederte Fassade des Rathauses weist die Merkmale dreier Stilepochen auf. Während vor allem die Vorhangbogenfenster der ersten beiden Geschosse noch spätgotisch geprägt sind, künden Zwerchgiebel und Gesimsleisten von der eigentlichen Entstehungszeit, der Renaissance. 1573 machten Mangelerscheinungen am Gebäude einen Umbau nötig. Dabei wurde das heutige Eingangsportal mit seinem üppigen Dekor und der Glockenturm mit der Sünderglocke hinzugefügt.

Ab diesem Zeitpunkt erfolgten von hier aus die Rechtssprüche, die nach den Vorschriften der hohen Gerichtsbarkeit von 1441 unter freien Himmel verkündet wurden und unter den Insignien der Gerichtsbarkeit stattfanden. Vermutlich diente vorher die Ritterfigur an der Stadtkirche als Roland der gleichen Funktion. Vor dem Rathausportal fanden Hinrichtungen statt. Zeugnisse einer abgeschlagenen Hand der Kindesmörderin Susanne Zimmermann befinden sich im Fundus der städtischen Sammlungen der Lutherstadt Wittenberg. Noch heute sind Reste des Schafotts vor dem Rathaus im Marktplatzboden sichtbar. Nach der Vollstreckung eines Urteils wurde dann die Sünderglocke geläutet, die weithin dieses Ereignis verkündete. Zuvor hatte vermutlich die Südturmglocke (1422) der Stadtkirche diese Funktion erfüllt. Letztmals läutete diese am 9. Mai 1834, als der Fleischergeselle Ernst Wollkopf wegen Mordes vor den Toren der Stadt gerädert wurde.

Neben kommunalen diente das Rathaus auch kommerziellen Zwecken. Am westlichen Ende des Kellergeschosses befand sich der Ratskeller, östlich davon bestanden zwei Gefängnisse. Das westliche Erdgeschoss war die Wohnung des Kellerwirts. Im Norden waren die Spritzenkammer, die Mehlwaage, weitere Gefängnisse, die Marktmeisterwohnung und die Ratswaage untergebracht. In der Gebäudemitte lag der tonnengewölbte „Caspar”, ein Gefängnis mit Folterkammer, östlich davon war die Salz-Schank-Stube eingerichtet. Das erste Obergeschoss diente vornehmlich der Repräsentation. Ratsarchiv und Ratssitzungsstube befanden sich im Westen, den östlichen Teil dieses Geschosses füllte der große Bürgersaal, in dem Tuchmacher und Schuster ihre Waren feilboten. Im großen Saal des zweiten Geschosses hielten die Kürschner feil. Sie waren dem Fiskus am nächsten, denn neben ihnen fanden sich die Steuerstube, die Akzisestube und die Stadtschreiberei. Auf dem Dachboden lagerte Getreide aus den Steuerabgaben der Ratsdörfer.

Nachdem das Rathaus 1760 als Lazarett gedient hatte, musste es wieder instand gesetzt werden, was acht Jahre darauf erfolgte. Von 1926 bis 1928 wurde der gesamte innere Gebäudekern neu ausgebaut. So konnte mit Hilfe der Denkmalpflege der originale Eindruck aus dem 16. Jahrhundert erhalten bleiben.

Nach dem Umzug der Stadtverwaltung in das Neue Rathaus wurde das Alte Rathaus im Jahr 2003 saniert. Heute (Stand 2012) beherbergt das Alte Rathaus den großen Sitzungssaal der Stadtverordnetenversammlung, das historische Bürgermeisterzimmer, das Trauzimmer, das Museum für christliche Kunst sowie mehrere gemeinnützige Vereine.

Kommentare 8

  • KimoniPictures 24. April 2013, 22:34

    Whow- ich mag es sehr wenn Bilder aussehen als seien sie gemalt ;-) wobei hierfür nicht jedes Motiv geeignet ist. Aber hier ist es Dir phantastisch gelungen!!!
    LG Kimoni
  • Albizia-Foto 10. April 2013, 18:44

    Eine tolle Arbeit von Dir Peter und eine exzellente Info, damit hast Du mein Interesse an dieser schönen und geschichtsträchtigen Stadt geweckt!
    HG K.-H.
  • Cuxmalan 8. April 2013, 22:45

    wundervoll ist dieses alte Gebäude, brillant von Dir präsentiert mir der dazugehörigen interessanten Info.
    LG Marianne
  • werner thuleweit 5. April 2013, 17:47

    Mit Peter durch Wittenberg zurück zur Reformation!Melanchthon wirkte auch in meiner Heimat.
    Er war Redner bei der Synode in Homberg. Hier wurden die Weichen gestellt, dass Hessen evangelisch wurde.
    LG
    Werner
  • Horst Schulmayer 1. April 2013, 11:41

    Ein stolzes Gebäude, welches Du in allerbester Weise präsentierst - Danke auch für die ausführliche Erläuterung.
    Ich wünsche Dir einen schönen Ostermontag :-)
    Gruß Horst
  • Pixelknypser 1. April 2013, 11:27

    sehr schön wie Du unsere heimat hier präsentierst+++VG ingo
  • Gisbert Bräuer 31. März 2013, 17:22

    Ja unser altes Rathaus richtig gut ist es von Dir hier präsentiert Peter selbst in der Beschreibung gibt es einiges was auch mir als Wittenberger nicht geläufig war nun aber weis auch ich bescheid die Bearbeitung im ganzem ist Dir gelungen bald werden die Baldachine ich glaube im Juni diesen Jahres wieder auf ihren angestammten Platz errichtet das wird aber auch nach zwei Jahren Zeit das wieder alles in alter Ordnung am altem Platz erscheint.vg.Gisbert
  • ROBERT ROßBACH PHOTOGRAPHY 31. März 2013, 11:50

    ...hach - wow - klasse !

    ...eine Bearbeitung ganz nach meinem Geschmack...-)

    Frohe Ostern !

    LG
    Robert

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Kategorie Reise
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