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Altar der Hochmeisterkirche in Berlin

Im christlichen Bereich wird der Altar in Anlehnung an den Tisch des letzten Abendmahles, das Jesus Christus am Abend seiner Gefangennahme, gleichzeitig dem Tag vor seinem Leiden und Sterben, einnahm, auch als mensa domini (Tisch des Herrn) bezeichnet.

Der griechischen Bezeichnung für den Tisch des Herrn (1 Kor 10,21), der in der alten Kirche für die Feier der Eucharistie im christlichen Gottesdienst Verwendung fand, entspricht das lateinische mensa domini.

Bis ins 4. Jahrhundert hinein war es in Rom üblich, diesen Tisch erst vor dem Gottesdienst bzw. zu Beginn der eigentlichen Eucharistiefeier von den Diakonen hereintragen und aufstellen zu lassen. Der Tisch wurde allerdings an einem erhöhten Ort, in Basiliken am Vorderrand der Apsis oder auch mitten im Kirchenschiff aufgestellt.

Die Errichtung feststehender Altäre im 4 und 5. Jahrhundert brachte deren Fertigung aus Stein mit sich. Zunächst blieb die Form eines Tisches erhalten, im 7. und 8. Jahrhundert glich der Altar hingegen immer mehr einem Kubus oder Block, in Anlehnung an den Felsen, auf den Christus seine Kirche erbaut hat (1 Kor 10 4) bzw. den Eckstein, zu dem Christus selbst geworden ist (1 Petr 2,6-8).

Die im 2. bis 3. Jahrhundert einsetzende Verehrung der Märtyrer nahm ebenfalls Einfluss auf die Altargestaltung. Zunächst wurde es üblich, über dem Grab eines Märtyrers oder einer Märtyrin bzw. in dessen unmittelbarer Nähe die Eucharistie zu feiern. Später begann man damit, über diesen Gräbern Gedächtniskirchen – sogenannte Martyrien – und Altäre zu errichten. Da es nicht überall solche Märtyrergräber gab, ging man dazu über, Reliquien unter der Sockel des Altares bzw. der Altarplatte beizusetzen. Dieser Brauch führte schließlich zu der Vorschrift, in die Altarplatte (Mensa) jedes Altares eine eigene (Teil-)Reliquie einzumauern. In der Renaissance hatten daher Altäre die Form eines Sarkophages.

Noch vor der Errichtung steinerner Altäre wurde der Ort des Altars, der Altarraum, mancherorts durch Schranken vom Kirchenschiff abgegrenzt. Meist schloss dieser Altarraum auch den Platz des Kantors, die Kathedra des Bischofs und die Sedilien (Sitze der Priester und Presbyter) ein. Aus den Chorschranken, die in der alten Kirche aus Holz bzw. Steinsäulen bestanden, an denen Bilder oder bebilderte Stoffbehänge befestigt werden konnten, entwickelte sich in der Ostkirche die Ikonostase, in der Lateinischen Kirche der Lettner, aus diesem wiederum im Barock die Kommunionbank.

Als Folge dieser Entwicklungen verlagerte sich der Standort des Hauptaltares immer weiter an die Wand der Apsis, der Altar wurde zum Hochaltar, zuweilen auch als Choraltar bezeichnet.

Da der Altar nun nicht mehr frei im Raum stand, wurde er vielfach mit Aufbauten - Reliefs oder Altarbildern, sogenannten Retabeln – an der Rückseite versehen. So entstanden die künstlerisch reich gestalteten Retabel- und Flügelaltäre der Gotik und des Barock.

Insbesondere mittelalterliche Kirchen konnten neben dem Hauptaltar eine Vielzahl von Nebenaltären aufweisen, abhängig von Größe, Bedeutung und Reichtum der Kirche. Oft wurde täglich an mehren Altären zur gleichen Zeit die Heilige Messe zelebriert, da es in der Kirche lange Zeit hindurch üblich war, dass die Priester teils mehrmals täglich die Messe in Form einer Privatmesse (das heißt, nur mit einem Messdiener als Assistenz), zelebrierten.

Meist befand sich ein solcher Altar zwischen Hauptschiff und Chor und war dem heiligen Kreuz geweiht. Daher wurde er auch als Kreuzaltar, Laienaltar, Messaltar, Volks- oder Gemeindealtar bezeichnet.

http://de.wikipedia.org/wiki/Altar

Kommentare 4

  • Angelika Marko 15. September 2010, 10:32

    DAS IST SEHR SCHÖN
    LG Angelika
  • Irina Born 14. September 2010, 20:57

    Hier merkt man das der Altarraum erst in neuerer Zeit neu gestaltet wurde, Ich finde es durchaus gelungen, besonders imposant ist dabei das große Wandgemälde,
    Ein gelungenes Foto mit iformativem Text!
    LG Irina
  • picture-e GALLERY70 14. September 2010, 20:44

    Ein imposanter Altar. Du weißt, ich habe eine SChwäche für sakrale Gegenstände und Gebäude. LG E
  • bomae99 14. September 2010, 19:48

    Ein Ort der Ruhe, der Nachdenklichkeit und Besinnung.
    Ich liebe die Architekturen dieser Begegnungsstätten,
    ob Gotik, Barock oder Romanische Bauweisen.
    Ich denke, der Altar sehr futuristisch.
    Lg, Manfred