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Alles zerrt uns in die Anonymität, als gäbe es nichts, was uns als uns definiert...

Alles zerrt uns in die Anonymität, als gäbe es nichts, was uns als uns definiert...

Titus Tid


Free Mitglied, Hamburg

Alles zerrt uns in die Anonymität, als gäbe es nichts, was uns als uns definiert...

- Axiom III -

ein Prolog:
wo ist mein Edgar,
schrie ich,
spie ich,
hoffte ich...


Fragen stehen leer im Raum,
waren wir einst lebendig Wesen?,
mit flink arbeitenden Händen,
schnell laufenden Beinen,
immer den weichen Wind im Haar,
die Welt zu jeder Zeit behend berechnend,
wurd das Leben nun verwandelt?,
in sanft skurilem Schein,
klebt das Haar nun starr in stummer Stille,
zeichnet nicht mehr lachende Gesichter,
spielt nicht mehr mit mildem Zephir,
die Zeit trägt keine weit'ren Lasten,
des Lebens Merkmal Mimik,
scheint grotesk im anonymen Fremden,
auf blinden Spiegeln nunmehr keine Bilder,
in Kainscher Gesinnung zerrissen wir alle Fäden,
mit Abelscher Unschuld die Blicke hinter Masken,
das Haar einzig lang und länger,
als stummster Zeuge dieser Leere,
versteckt es nun Gesichter hinter Tüchern,
und troff einst kalter Regen von verwelkten Blättern,
fließt absurd der archaische Atem gen Boden,
wo silbrig Aale unsere Fesseln küssen,
sind wir nichts als ein Maskaron auf brüchig Wänden,
einzig nur ein Driften bleibt,
schäumend auf weiten weißen Wellen,
schwebend bis zum blinden Horizont.

~~~

und für Fragen bezüglich Edgar verweise ich auf
Harry Mulisch "Die Entdeckung des Himmels"

:)

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