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AKW-Stendal der Rest vom Ganzen

AKW-Stendal der Rest vom Ganzen

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AKW-Stendal der Rest vom Ganzen

Eine beispiellose Hinterlassenschaft der DDR ist die Bauruine des Atomkraftwerkes Arneburg bei Stendal. Die drei Kühltürme fielen bereits in den 90 er Jahren. Der Abriss des massiven Reaktorgebäudes erwies sich bislang aber als die sprichwörtliche harte Nuss. Eine Hamburger Firma rückt dem meterdicken Stahlbeton aber mittlerweile erfolgreich mit einem Schneidverfahren zu Leibe.
Baggerschaufeln nagen an mächtigen, bizarr wirkenden Ruinen, tonnenschwere Presslufthämmer gehen mit lautem Getöse ihrem Zerstörungswerk nach, riesige Zangen durchtrennen armdicke Stahlträger. In Arneburg bei Stendal, eingebettet in die liebliche Kulisse des Elbvorlandes, läuft derzeit eines der gigantischsten Abrissprojekte in den neuen Bundesländern. Hier sollen in den kommenden Jahren die Bauten des größten DDR-Atomkraftwerks verschwinden. Das einstige Prestigeprojekt wurde nie fertig und endete als Milliardengrab.
Nachdem sich andere Firmen vergeblich an zwei Reaktorblöcken und anderen Ungetümen aus Stahlbeton versucht haben, rückt ihnen nun ein Unternehmen aus Malente in Schleswig-Holstein zu Leibe, das bislang Schiffe und Fabrikhallen zerlegte. «Ein Atomkraftwerk ist für uns Neuland», sagt Juniorchef Tom Ferch, der die Arbeiten leitet. Seit gut einem Jahr arbeiten seine Männer in der Ruinenlandschaft, tragen mit schwerem Gerät 1,5 Meter dicke, in Stahl eingefasste Betonwände und drei Meter dicke Decken ab oder zerlegen mittels Diamantseilen schwere Eisenplatten. «Es ist eine mühsame Arbeit», sagt Ferch. «15 Leute reißen ab, was 10 000 Menschen aufbauten.»

AKW der Rest vom Ganzen
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Foto- Vomue

Kommentare 9

  • Dirk Mende 5. November 2009, 15:25

    Prima Aufnahme. Das kalte, blaue Licht erzeugt eine Stimmung einer Industrieruine aus DDR Zeiten. Wo war der Aufnahmestandort?.
  • Cimberly 3. September 2009, 21:52

    Der Rest vom Anfang, die haben Dumme gefunden, wo sie es wieder versuchen und ein Kraftwerk vor die Nase knallen, diesmal mit Steinkohle.LG Cimberly
  • Kathy Petersen 27. Juni 2009, 7:28

    Ich habe in den 90er Jahren in dieser Gegend aus beruflichen Gründen einige Jahre gelebt. Ich wusste gar nichts von diesem AKW.
    Interessant, Deine Bilder und die Doku.
    Lg,
    Kathy
  • Moonshroom 30. April 2009, 10:48

    Eine beeindruckende Dokumentation!
    Ich finde auch, dass die HDR-Bearbeitung hier gut passt, die "strahlenden" Halos passen sogar zur Thematik :-))
    Spaß beiseite, die Aufnahme ist insgesamt prima, und zeigt die Pleite im Detail.
    Man hätte die Ruine auch begraben können, wäre wohl billiger gewesen.
    Gruß --- Bernd
  • nachtfoto 30. April 2009, 9:57

    @Uwe Sievers...und das zwanzig Jahre nach dem Mauerfall immer noch abgerissen wird, hat sicherlich auch keiner gedacht.
    @Ralf Patela... Nein es ist immer noch nicht weg, vielleicht testen sie dort die verkauften Betonrecyclingprodukte
    @Jürgen Becker...es hatte dort nie "gestrahlt"
    Grüße Nachtfoto
  • Martin - Hammer 30. April 2009, 9:33

    Das ist Deine Qualitätsarbeit. Ich meine damit aber nur das Foto, nicht das Motiv. Das AKW war doch nie in Betrieb, oder irre ich mich ? Auf jeden Fall eine teure und traurige Hinterlassenschaft.
    LG Martin
  • Jürgen Becker 29. April 2009, 20:11

    Eine strahlende BEA! Saugeil!

    Liebe Grüße Jürgen
  • Ralf Patela 29. April 2009, 19:19

    Ist das immer noch nicht weg? Die BEA passt hier prima zu den Ruinen. Was hat denn das mit dem Testhaus aufsich?
    Gruß Ralf
  • Uwe Sievers 29. April 2009, 19:14

    Als ich eingeschult wurde sprach man schon von dem Bau....in der 10ten immer noch....das Geld hätte man sinnvoller nutzen können.
    Gruß Uwe