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Axel Martin


Free Mitglied, Mülheim-Ruhr

Adlernebel (IC 4703) + Omeganebel (M 17 = NGC 6618)

Der Omeganebel (M 17 = NGC 6618) befindet sich im Sagittarius-Arm unserer Galaxis in einer Entfernung von ca. 5000 Lj. Der Nebel wird durch die Strahlung der im Inneren liegenden jungen Sterne zum Leuchten angeregt und erscheint in einem roten bis rosa Farbton.
Der etwa 800 Sonnenmassen umfassende Omeganebel stellt nur den hellsten Teil eines Sternentstehungsgebietes mit einem Durchmesser von mehr als 40 Lj dar.
Nördlich des Omeganebels liegt der mit ca. 7000 Lj etwas weiter entfernte Adlernebel (IC 4703) mit dem in ihm eingebetteten Sternhaufen M 16 (NGC 6811). In vielen Katalogen werden Nebel und Sternhaufen gleichbedeutend aufgeführt, so dass die Messier-Katalog-Bezeichnung fälschlicherweise meist auch für den Nebel verwendet wird.
Der ca. 20 Lichtjahre große Nebel enthält Staubsäulen, die etwa ein Lichtjahr lang sind und an deren Spitze sich neue Sterne befinden, weshalb sie auch "Säulen der Schöpfung" getauft wurden.
Nord-westlich (rechts oberhalb) von M 16 befindet sich der kleine offene Sternhaufen Trumpler 32. Er liegt in einer Entfernung von etwa 5600 Lj und steht daher mit dem Adlernebel in keinerlei Verbindung.
Die Nebelgebiete knapp westlich (rechts) neben dem Omeganebel tragen die Bezeichnungen IC 4706 und IC 4707. In der rechten unteren Bildecke befindet sich der ausgedehnte Nebel IC 4701.

Aufnahmedaten:

Ort: Rooisand Desert Ranch / Namibia
Kamera: Canon EOS 350D modifiziert mit Baader ACF-Filter
Optik: Sigma 300mm/2,8 EX APO HSM (abgeblendet auf Blende 5,6)
Belichtung: 6x60s + 6x450s + 6x900s (Gesamtbelichtung: 141min) bei ISO 800 mit internem Dunkelbildabzug
Aufnahmedatum: 3./4.6.2008 (900s-Belichtungen) und 4./5.6.2008 (60s- und 450s-Belichtungen)
Nachführung mit ALCcd 5 Autoguider bei f=600mm auf Vixen Sphinx-Montierung
Fokussierung, sowie Steuerung von Aufnahme- und Nachführkamera mit MaxIm DL + DSRL
Das Bild entstand in Zusammenarbeit mit Andreas Böker

Bearbeitung:

Stacking mit DeepSkyStacker im Modus "Average"
Weitere Bearbeitung mit Photoshop CS3:
- Aufsplittung in Luminanz und Farbkanal
- Helligkeitsanpassung beider Kanäle
- Entrauschen des Farbkanals
- manueller Weißabgleich am Himmelshintergrund
- Luminanz mit "Rauschen reduzieren" geglättet
- Schärfung des Luminazkanals
- LRGB-Komposit

Kommentare 2

  • Bernhard F. 11. Januar 2009, 16:14

    hallo axel,
    eine klasse aufnahme.... gefällt mir sehr gut.
    tolle übersicht, aber was ich vor allem sehr gut bei dir finde, ist immer die genaue bearbeitung des bildes...
    so können andere und damit meine ich vor allem mich viel lernen, klasse.
    ps die sterne finde ich auch recht dominant ;-))
    vg bernhard
  • Peter Knappert 10. Januar 2009, 19:25

    Hallo Axel,
    Sehr schön, wie Du M16 und M17 abgelichtet hast.
    Die Farbbalance gefällt mir bei diesem Bild viel besser als bei Deinen bisherigen Bildern. Besonders die Nebelfarben scheinen nun stimmig zu sein. Was man vielleicht noch verbessern könnte, wäre etwas die Sterne mit Fitswork auszublenden, aber nur ganz sachte und nur horizontal im Bereich 0.30-1.20. Da du ja auch Bilder im 60 Sekundenbereich gemacht hast, könntest Du hier aber auch mit DRI die Sternradien verkleinern. Das ist keine Hexerei. Wichtig dabei ist, dass man mit DSS die 60 Sekunden Bilder nur mit der Helligkeit im RAW-Bereich 2.0-2.5 stackt, da so die ganz kleinen Sterne ihre scharfen Kanten etwas verlieren. Dieses Bild dann den Summenbildern überlagern. Übrigends kannst Du den Hintergrund auch per Gaussmaske etwas entrauschen. Das Sigma 300 er ist ein sehr scharf abbildendes Objektiv, wie Deine Aufnahme hier beweist.

    Der Omeganebel im Sternbild Schütze
    Der Omeganebel im Sternbild Schütze
    Peter Knappert

    LG aus dem Schwarzwald,Peter