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Kerstin Engraf


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Achener Dom - Blick in das Oktogon 1

Der Aachener Dom, auch Aachener Münster oder Aachener Kaiserdom, ist die Bischofskirche des Bistums Aachen. Patronin der Kathedrale ist die Gottesmutter Maria. Der heutige Dom besteht aus mehreren Teilbauten: Das karolingische Oktogon, ehemals die Pfalzkapelle der Aachener Königspfalz, ist das weltweit bedeutsamste architektonische Beispiel für die karolingische Renaissance. Karl der Große ließ den Zentralbau gegen Ende des achten Jahrhunderts als Kern seiner Pfalzanlage errichten; die Grundsteinlegung erfolgte 796. Er ist umgeben von mehreren Anbauten aus späterer Zeit, darunter die gotische Chorhalle im Osten, das Westwerk und der vielgestaltige Kapellenkranz.

Das im Zentrum des Doms gelegene karolingische Oktogon wurde zwischen 796 und 805 nach byzantinischen Vorbildern (San Vitale in Ravenna, Kirche der Heiligen Sergios und Bakchos in Konstantinopel) als Kapelle der Aachener Kaiserpfalz errichtet. Überlieferter Baumeister war der Franke Odo von Metz. Die Pfalzkapelle Kaiser Karls des Großen war der erste nachantike Kuppelbau nördlich der Alpen und blieb über 200 Jahre lang in der Höhe und Gewölbeweite unübertroffen.

Das Oktogon ist sowohl im unteren Umgang als auch im Hochmünster mit aufwendig gestalteten, nach Entwürfen Hermann Schapers von der Glasmosaikgesellschaft Puhl & Wagner in den Jahren von 1896 bis 1902 ausgeführten Mosaiken sowie einer üppigen, an den Arkadenbögen zweifarbig gehaltenen Marmorverkleidung ausgestattet. Zuerst entstanden die Mosaiken im Oktogon, später der kostbare Marmorfußboden, 1907 bis 1911 schließlich der Mosaik- und Marmorschmuck der Umgänge.[15] In den Mosaikdarstellungen finden sich sowohl biblische als auch historische und seinerzeit gegenwartspolitische Motive, wie z. B. ein Bildnis Otto von Bismarcks.[16] Die kostbaren im Umgang aufgehängten Alabasterlampen datieren gleichfalls aus der Zeit um 1900 und sind heute noch regelmäßig in Betrieb.

Quelle: Wikipedia



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