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Bernd Mai


Pro Mitglied, Dortmund

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eine suspension ist das aufhängen des körpers an haken, die durch die haut gestochen werden - oder ist es mehr?
eine suspension ist aufregend, schockierend, blutig und in den augen mancher betrachter "krank" und nur etwas für "freaks".
stimmt nicht!
die personen, die diese art der körpererfahrung suchen kommen aus allen gesellschaftschichten und man kann sie in keine gemeinsame schublade stecken, dennoch - die meisten leute der westlichen welt, die sich mit der suspension beschäftigen sind mehr oder weniger stark mit der welt der körperkunst (tattoo, piercing, bodymodification) verbunden.
pulling ist eine vorstufe zur suspension bei der die latte tiefer liegt. beim pulling werden ebenfalls haken durch die haut gezogen, jedoch wird man nicht an den daran befestigten seilen aufgehängt sondern zieht oder wird daran gezogen.
die körperliche erfahrung einer suspension kann man am besten mit einer mischung aus brennen, ziehen und allgemeinem schmerz zusammenfassen.
neben der körperlichen erfahrung bietet eine suspension aber auch eine sehr stark geistige erfahrung, denn man hängt nicht am eigenen fleisch aus langeweile oder weil es gerade mode ist.
durch den zug der haken an der haut und die dadurch folgenden schmerzreize und dem gefühl völlig fixiert zu sein und dennoch frei zu schweben wird der körper und geist in eine art schockzustand versetzt. dieser zustand bringt den körper dazu große mengen an endorphinen auszuschütten wodurch sich zum einen der schmerzreiz verringert und zum anderen gleichzeitig eine art von euphorie ausgelöst wird. diese zwei seiten der wahrnehmung werden unterschiedlich stark gewichtet wahrgenommen und bestimmen den gesamteindruck dieser erfahrung.
suspensions der "neuzeit" haben durchaus auch einen rituellen hintergrund. beispiele hierfür sind rituale auf den festen der hindus wie dem thaipusam und dem chidi mari. diese rituale werden dazu benutzt um andere dimensionen des geistes zu erkunden, um verschiedene krankheiten zu heilen, als zeichen von hingabe und um den geist zu ermöglichen den körper zu verlassen und visionen zu erlangen.

Kommentare 17

  • Schoman 13. Dezember 2008, 16:14

    Trotz der Situation sehr gut kadriert.
    Anordnung der Haken.
    Mir gefallen sehr viele Bilder von dir.
    Sehr gutes Auge

    lg

    Schoman
  • Almut Rhode 12. Januar 2006, 23:12

    auch bah....!!!! ;-))
  • Heidi Schneider 17. Juli 2005, 13:37

    Klar es ist eine Doku unf es geht nicht wirklich um Bildgestaltung. trotzdem eine Idee: Wenn die Seile nicht zu sehen wären, würde die Phantasie noch mehr angeregt.
  • Photo Knipsen 26. Juni 2005, 13:13

    sehr gute dokumentarische photos
    und klasse beschreibung des "vorgangs"
    +++++++++++
  • Peter Länger 14. Juni 2005, 0:29

    Bernd J., Sorry, aber 10 bis 12 Stunden arbeiten ist ebenfalls krank!
    Bei den Waldläufen kann ich schon eher zustimmen, auch wenn es nicht das selbe Thema ist.

    Gruß Peter
  • Bernd J. 12. Juni 2005, 22:57

    Endorphine und Glücksgefühle kann man auch haben, wenn man seinen Arsch jeden Morgen mit Joggingschuhen eine Stunde durch den Wald schiebt. Allerdings muss man sich dabei selbst bewegen und wird nicht bewegt und man muss es regelmässig tun, was auch etwas mit Disziplin zu tun hat.....aber das reicht nicht für ein Foto im Internet, da das ja zu normal ist.

    Sorry....das was ich hier sehe finde ich einfach nur krank. Wenn jemand 10 - 12 Stunden am Tag arbeitet, kommt er nicht mehr auf solche Ideen, weil er nämlich vorher einschläft.

    Gruss, Bernd
  • Chris Waikiki 12. Juni 2005, 21:27

    grauslich ... ich blätter weiter!

    lg Chris
  • Peter Länger 12. Juni 2005, 20:10

    Bernd, ich kann zwar den Wunsch die Dimensionen des Geistes zu erkunden verstehen, aber gerade diese Weise empfinde ich nicht gerade als fortschrittlich oder modern.
    Es gibt sicher genug andere Möglichkeiten den Geist zu erkunden und in andere Dimensionen zu schauen als durch Schmerz.

    Gruß Peter
  • Bernd Mai 12. Juni 2005, 17:42

    danke alle für die comments.
    @ peter: deine antworten findest du in der vorgeschichte, jetzt oben unter dem bild.
    @ jean: thx
    @ bernd j.: der protagonist ist fliegend gestartet – hob also ab wie ein vogel. deshalb sicher die unschärfe am arm. ein blitz kam für mich nicht in frage. sicherlich ist das bild geschmacksache und viele tun sich schwer mit dieser thematik. vielleicht hilft dir die vorgeschichte ebenfalls das eine oder andere besser zu verstehen.
    @ bribri: entzündungen gibt es wenige, man wird vorher an den einstichstellen desinfiziert ;-)) das spektakel sah ich auf einer tatoo-convention.
    @ monika: dann wird aus ungewöhnlich – gewöhnlich und verfehlt sein publikum ;-))
    @ M3 Cologne: als folgeschäden bleiben lediglich löcher an den stellen und die wachsen wieder zu;-)) die geistigen folgeschäden entziehen sich meiner kenntnis.
    @ thomas: jedem das seine! die steigerung ist z.b. amputating.....
    @ karl: ich möchte euch daran teilhaben ;-)) aber du musst nicht auf das bild klicken – ist alles freiwillig. das bild hat eher einen dokumentarischen charakter, da kommt es nicht so sehr auf die bildgestaltung an ;-))
    @ marianne: ich kann dich durchaus verstehen, danke für deine ehrlichen worte.
    @ konrad: danke, deshalb ja ;-))
    @ P.N.: voting für die galerie? es gibt für alle bilder ein für und wieder!

    gruß bernd
  • Mary Sch 12. Juni 2005, 13:48

    Ich bin jetzt ehrlich, diese Art von Fotografie
    gefällt mir nicht.
    LG Marianne
  • Bri Bri 12. Juni 2005, 7:53

    @ Thomas
    Das finde ich auch. Wo sind denn die Eltern des Selbstquälers? Sollten wir beide mal mit ihnen sprechen?
    Bribri
  • Thomas Haag 12. Juni 2005, 6:48

    Leider überhaupt nicht mein Ding, solche Bilder. Ich finde es eher erschreckend und ein bisschen traurig, wenn jemand zu solch extremen selbstzerstörerischen Mitteln greift, um etwas zu spüren oder sich zeigen zu können.
    Gruss
    Thomas
  • Markus Merz 12. Juni 2005, 5:35

    In Kölle sacht man jeder Jeck is anders....
    Bezahlt das "nachher" die Krankenkasse? Oder kommt dann wieder die Solidargemeinschaft durch, alle für einen?
    So etwas muss doch Folgeschäden verursachen.
    Gruß
  • Bri Bri 12. Juni 2005, 1:29

    MIr ging schon ein kräftiger Schauer über den Rücken als sich eine Artistin an ihren langen Haaren aufhängen ließ um sich zu drehen und zu wenden.
    Um Gottes Willen, wohin mußtest du gehen damit dir dieses Schauspiel zuteil wurde?
    Piercing soll doch immer wieder zu entsetzlichen Entzündungen führen.
    Bribri
  • Bernd J. 12. Juni 2005, 0:48

    Also...mir ist der linke Ellbogen nicht scharf genug...da kann man leider das Tattoo nicht gut erkennen.

    Ich fände es schön, wenn man das Bild um 180° drehen könnte. Der hat jetzt bestimmt einen ganz straffen Bauch......und wenn er lange genug so hängt, braucht er keinen Rucksack mehr...da kann er dann ganz viele Sachen in die Rückentaschen stecken.

    Auf jeden Fall werden auch seine Knie entlastet...vielleicht hat das ja der Orthopäde empfohlen. Also ich bin mir absolut sicher, dass das Ganze einen tieferen Sinn hat.....

    Ich frage mich nur warum man ihm nicht gleich einen ganz großen Haken in die Mitte gesteckt hat...dann bliebe uns die Fortsetzung erspart.

    Ach ja...total süß, klasse Belichtung, Schärfentiefe und Tonwerte sind toll. Vielleicht hätte ich den Kontrast noch etwas erhöht und unscharf maskiert. Ja, ein netter Rahmen hätte die durchaus vorhandene Äathetik noch unterstrichen. Der Hintergrund ist etwas unruhig...da hätetst du vielleicht freistellen sollen aber das ist sicher Geschmackssache....wie übrigens das ganze Bild ;-))

    Bernd

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