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Was ist neu?

Helmut Spiegelmacher


World Mitglied, Aachen

Aachen um 1910

Aachener Hotmannspief.
Bilder von opa und oma.
103 Jahre alt.
Aachen Alexanderstraße mit Hotmannspief Richtung Großkölnstraße um 1910.Die Hotmannspief Die 1825 vom Leydel geschaffen worden ist.
Heute 188 Jahre alt.
Die Damen der Hotmannspief haben schon einiges gesehen, so viel steht fest.Seit 1825 beobachten vier Jungfrauen alle Himmelsrichtungen. Zunächst wurde der Obelisk errichtet, dessen Entwurf von Stadtbaumeister Adam Franz Friedrich Leydel stammt. Wenige Jahre danach wurden die Figuren hinzugefügt, deren inhaltlicher Bezug ungeklärt ist. Die Hotmannspief wurde intensiv als Pferdetränke genutzt (zu einer Zeit, als noch reger Kutschenverkehr in der Alexanderstraße herrschteAufgeweckte Jünglinge entnahmen das Brunnenwasser gerne gleich aus den oberen Schalen, was zu Folge hatte, dass im 19ten Jahrhundert der Allgemeinheitzeitweise nur die unteren Zuläufe zur Wasserentnahme zur Verfügung gestellt wurden (um Auseinandersetzungen zu vermeiden).Die angrenzende Bebauung rings um den Hotmannspief-Brunnen hat sich in den vergangenen beiden Jahrhunderten stark verändert, u. a. da alle Straßenzüge erheblich verbreitert wurden.Die Hotmannspief, auch Hotmannspiif (früher Houpmannspeif), ist ein in dieser Form an historischer Brunnenstelle nach Entwürfen des Stadtbaumeisters Adam Franz Friedrich Leydel 1825 in Form eines Obelisken errichtetes und 1830 mit Figuren versehenes Brunnendenkmal in Aachen.An der Hotmannspief befand sich früher ein einfacher Laufbrunnen, der bereits 1334 in den Aachener Stadtrechnungen verzeichnet wurde. Etwa um 1600 wurde dieser Brunnen durch einen Brunnen mit runder Beckenschale und Pfeileraufsatz ersetzt. Gespeist wurde er aus dem Überlauf der Marktwasserleitungen („Marktpief“).Die Herkunft des Namens ist nicht restlos geklärt. Überwiegend wird angenommen, er sei auf die Namen Hotmann, Hautmann, Hauptmann, Houpmann, Hupmann oder Heuftmann zurückzuführen. Bereits 1460 wurde ein Brauhaus „up den Hupman“ im Grafschaftsbuch Kölntor verzeichnet, das damals in das Eigentum des Regulierherrenklosters gelangte und 1530 als „auf den Hoipmann“ vom Prior des Klosters um 1200 Aachener Gulden verkauft wurde. Ob der Name zunächst der Liegenschaft oder einer Familie beziehungsweise einem Haus oder Unternehmen galt, ist nicht geklärt. Heute gilt er nur noch dem Brunnen.Pief, Piif oder Pyfen bezeichnet in der regionalen Mundart unter anderem ein Rohr und wurde auch für die Endpunkte der Leitungen, die Ausläufe an den Brunnen benutzt.Die heutige Form erhielt der Brunnen mit dem 1825 errichteten und 1830 mit den Figuren versehenen Obelisken auf quadratischem Grundriss mit halbrunden Auffangbecken vor den Seiten. Ausgeführt wurde der Brunnen in Blaustein aus den Eynattener Steinbrüchen. Damit wurde nach einem Entwurf des Stadtbaumeisters Leydel die frühere Beckenschale ersetzt.Die vier gusseisernen, vergoldeten Figuren des Brunnens sind auf allen Seiten gleich. Sie zeigen als Halbrelief Frauen (im Volksmund „Jungfrauen“), die in beiden Händen je eine Kanne halten, aus der sich Wasser in Schalen ergießt. Die insgesamt vier Kannen und Schalen sind über den Ecken des quadratischen Grundrisses so montiert, dass jede Kanne von zwei Frauen gehalten wird, deren Hände an den Henkeln ineinander übergehen. Aus den Schalen fließt das Wasser in den Brunnen und tritt am Sockel unterhalb der Figuren aus Löwenmäulern wieder aus. Dort kann Wasser entnommen werden, bevor es in die Becken am Fuße des Sockels fällt.Im Sommer 2008 wurden im Zuge einer Sanierungsmaßnahme des Brunnens die Figuren, Löwenköpfe, Schalen und Kannen entnommen und deren Vergoldung erneuert. Des Weiteren wurden Brunnentechnik und Fugen überarbeitet.
Die Hotmannspief gehört zu den Baudenkmälern der Stadt Aachen.[1] Der Brunnen wird in verschiedenen Aachener Balladen („Öcher-Leddche“) besungen.

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