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BR 45


World Mitglied, Leipzig

2 mal 38

Zu diesen Bild von Bernd


schrieb unser Heinz folgendes:
"Ihr Freunde des Rollwagen seid mir nicht böse, wenn ich sage, daß mir diese Lok in der Rückansicht besser als in der Frotansicht gefällt. Bei der Frontansich stelle ich immer Vergleiche mit der mir wohlvertrauten P8 an. Und da fällt der Rollwagen "hinten runter"."

Ich habe mich absichtlich eines Komentars enthalten, weil sich über Geschmack ja so vorzüglich streiten lässt :-)) und ich hoffe ihr tut dies hier auch.
Um diese Diskusion vielleicht nochmals anzufachen stelle ich gleich mal dieses Foto aus derm Frühjahr des Jahres 1987 ein, als sich im Bahnhof Geithain
der "sächsische Rollwagen" und das "preußische Mädchen für alles"
mit ihren DMV-Sonderzügen trafen.
Hier habt Ihr nun die Vorderansicht der Beiden und könnt selbst vergleichen .
Ich freu mich auf die Diskusion.
Grüsse Andy

Kommentare 13

  • makna 29. April 2013, 11:22

    Feines Familientreffen! Super!
    BG Manfred
  • Maschinensetzer 18. April 2013, 20:25

    @Heinz: Garbe'sche Angst-Esse war doch vor dem 2. WK ein geflügelter Begriff in einschlägigen Kreisen – es heißt, boshafterweise von R. P. Wagner in die Welt gesetzt.

    Garbe setzte ja auf hohen Blasrohrwiederstand mit enger Esse mit dem Ergebnis, dass die Kessel sehr gutmütig waren und auch gut Dampf machten. Logischerweise drückte der Blasrohrwiederstand etwas auf die Leistung.

    Wagner dagegen ging zum anderen Extrem über: niedriger Blasrohrwiederstand, großer Schornstein, und die großen Roste mussten mit Dünnbett-Feuerung gefahren werden, was ungeübten Heizern oft erheblichen Verdruss bereitete wegen Luftlöchern etc.

    Nach dem Krieg bekamen die Einheitslokomotiven größtenteils neue modifizierte Blasrohre und Schornsteine bis hin zu den bekannten Neubekesselungen.

    Zwar etwas aus dem Zusammenhang möchte ich trotzdem einmal erwähnen, welche Kraftpakete die 18.6 mit ihren neuen Kesseln geworden waren, obwohl man sich das Potential eines überarbeiteten Triebwerks nicht mehr vornahm.

    Ich denke mal, ich habe die Erinnerung an diese Dinge haptsächlich aus dem Buch "50 Jahre Einheitslokomotive" und dem sehr interessanten Buch von Richard Roosen "Ein Leben für die Lokomotive"!

    Viele Grüße
    Thomas
  • Vir Tuell 18. April 2013, 18:01

    @Thomas Warum Angst-Esse? Ich kenne zwar den Ausdruck Qualm-Esse. Aber das qualmen hat nichts mit der Konstruktion zutun, es ist eine Frage der Kohle und des Könnens des Heizers. Daß die Essen unterschiedlich sind, ist eine Frage von Blasrohrdurchmesser und Abstand des selben zur Esse. Gerade dies Kapitel ist hochinteressant und hat die Konstrukteure zu allen Zeiten immer neue und andere Wege gehen lassen.
  • 94 2105 18. April 2013, 16:57

    Zur Diskusion kann ich eigentlich nichts hinzufügen, da wurde bereits alles Gesagt. Technisch sind beide Maschinen für unterschiedliche Anforderungsprofile entwickelt und haben sich immer stets bewährt. Optisch ist für mich die XII H2 der Favorit. Gedrungene Bauweise, zweckmäßig und eine doch bullige Ausstrahlung.

    VG Felix
  • Maschinensetzer 18. April 2013, 12:47

    Bei dem Stichwort Robert Garbe möchte ich noch auf den Unterschied zwischen der Garbe'schen Angst-Esse und dem großzügigen Schlot der Sächsin hinweisen!

    Die Jungs links auf dem Zementwagen werden sicher weniger gefachsimpelt haben.

    Viele Grüße
    Thomas
  • Vir Tuell 18. April 2013, 10:44

    Zur "Häßlichkeit" der preußischen Loks noch eine kurze Anmerkung. Von einigen Buchautoren wird immer wieder der erwähnte Satz zitiert. Grade die unter R.Garbe entwickelten Lokomotiven kommen unter dieser Betrachtung schlecht weg. Doch verfolgte gerade Garbe einen Sinn mit seinen Zweckkonstruktionen. Sein Bestreben war es stets auf stützende Achsen zu verzichten, da durch jede Laufachse und jedes Drehgestell Reibungsmasse für den Antrieb verloren geht. Auch die unsymetrische Treibachsanornung z.B der P8 ist nicht zufällig. Das vorgenannte und der tief im Rahmen liegende Stehkessel sind hier ursächlich. Eine Schleppachse gespart und ein hoch belastbarer Kessel sind der Erfolg.
  • BR 45 18. April 2013, 1:12

    Freunde, genau darauf hatte ich gehofft.
    Eine freundschaftliche Diskusion so wie Ihr sie führt mit technischen Einwürfen vom "Verursacher" (Heinz) so das jeder auf seine Kosten kommt - Klasse !!

    Ich für mich habe bei den beiden 38ern eigentlich keinen Favoriten und was Michael PK sagt trifft den Nagel so ziemlich auf den Kopf - meine ich.
    Ich denke jede der beiden Bauarten hatte Ihre Stärken&Schwächen aber sie haben immer ihren Job erledigt und es wäre schön sie nochmals unter Dampf nebeneinander stehen zu sehen !!
    In einem Buch hab ich mal gelesen das
    "preussische Lokomotiven hässlich seien"
    aber im selben Buch, eine Seite weiter stand :
    "Was nützt der schönste Teller, wenn er leer ist ?"
    und ich finde beide Aussagen treffen hier zu.

    Grüsse Andy
  • Maschinensetzer 17. April 2013, 22:35

    Der direkte Vergleich ist wirklich interessant! Mir Technikinteressiertem wandert natürlich das Auge immer hin und her, und das nicht wegen der Optik.

    Allein der von Heinz erwähnte Belpaire-Stehkessel sticht schon in's Auge. Ich muss mich jetzt erst einmal weiter in die technischen Unterschiede vertiefen...

    Viele Grüße
    Thomas
  • Georg Rinneberg 17. April 2013, 18:36


    Ein tolles Foto zum vergleichen und staunen!
    Beste Grüße
    Georg
  • Michael PK 17. April 2013, 18:09

    Schön,dass Du so einen Vergleich bildlich möglich machst.Schönheit trifft auf beide eher bedingt zu,aber dafür sind Sie auch nicht gebaut worden.Ich denke Beide waren treue Diener die Ihr Personal bestimmt oft begeistert haben
  • Vir Tuell 17. April 2013, 16:56

    Wenn ich vom äußeren Eindruck her eine Charakterbeschreibung machen müßte, so fiele sie etwa so aus :

    Links der Rollwagen, klein gedrungen, aber voller Energie. Wirkt bissig und ist doch friedlich wie ein Schoßhund.

    Rechts das Mädchen für alles, langgestreckt, fast gertenschlank, eben ein elegantes kraftvolles Rennpferd.

    Natürlich ist die Schönheit immer im Auge des Betrachters. Aber so sehe ich es eben nun mal. Wäre ich Lokomotivkonstrukteur so würde ich sagen, im Anzug ist der Rollwagen mit seinen kleinen Treibrädern der P8 überlegen, was aber zu Lasten der möglichen Höchstgeschwindigkeit geht. Der Belpairekessel ist äußerst verdampfungsfreudig. Eine typische Hügellandlokomotive. Die P8 dagegen ist ein regelrechter Flachlandrenner, der aber auch im leichten Hügelland nicht schlecht wegkommt. 700 t Züge in der Ebene mit 80 km/h zu befördern verlangt eine solide Konstruktion.

    Keine der beiden Loks ist besser oder schlechter. Sie sind eben für unterschiedliche Zwecke konstruiert worden.
  • DR-Junior 17. April 2013, 14:38

    Ich finde jeder darf und soll seinen eigenen Geschmack haben.
    Das Foto läd vortrefflich zum Studium der beiden Lokfronten ein, gut ausgewählt Andy.
    VG René
  • Bernd-Peter Köhler 17. April 2013, 12:46

    Ich halte mich aus Geschmacksdiskussionen raus und reihe mich lieber bei den Zuschauern ein, die diesem 'Familientreffen' beiwohnen dürfen.
    Munter bleiben, BP

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