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Leben mit dem Braunkohletagebau: another soul walled in von Franz-Josef Wirtz

Leben mit dem Braunkohletagebau: another soul walled in


Von 

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27.01.2005 um 21:15 Uhr
, Lizenz: Alle Bilder unterliegen dem Urheberrecht der jeweiligen Sender. All pictures © by the senders.
Dieser Spruch fand sich 1999 auf der zugemauerten Tür eines zur Zerstörung vorgesehenen Hauses des ehemaligen Dorfes Inden im gleichnamigen BraunkohletagebauBraunkohletagebau. Häuser sind nicht einfach nur Behausungen. Durch die Geschichte, die sie bezeugen knüpfen die Bewohner gefühlsbeladene Erinnerungen an sie. Früher hielten die Häuser oft länger als deren Bewohner lebten. In den zur Umsiedlung gezwungenen Orten überleben die Bewohner ihre Häuser. Manche hoffen darauf, den Tag der Umsiedlung nicht mehr zu erleben und mit den Füßen voran aus ihrem angestammten Haus getragen zu werden.

Sprüche wie dieser sind manchmal Zeugnisse von Künstlern, die versuchen, das Geschehen irgendwie zu begleiten. Manchmal sind es Zeugnisse von Widerstand. Den hat es immer gegeben. Oft war er fruchtlos. Wer hat schon einen jahrzehntelangen Atem? Wer könnte den Gordischen Knoten der Filzokratie endlich durchschlagen? Wer hält all die persönlichen Anfeindungen so lange aus? Die Gräben verlaufen auch inmitten der Dörfer.

Immerhin hat es graduelle Verbesserungen gegeben. So wird nun eine "Geschlossene Umsiedlung" angestrebt. D.h. nicht über viele Jahre zieht sich die Umsiedlung hin und die, die bis zum Schluss bleiben (oder wie die Landwirte bleiben müssen) werden einem kaum erträglichen Druck ausgesetzt, sondern die Umsiedlung geschieht in etwa einem Jahr.

Ein anderer Erfolg ist der, dass mittlerweile auch Kommunen geklagt haben und erreichen konnten, dass der Tagebau Garzweiler um Einiges verkleinert wird. So können einige Dörfer mehr ihre Existenz behalten. Vielleicht liegen diese Erfolge auch daran, dass der Abbau nun eben auch kohleferne Ortschaften und deren Bewohner betrifft, die selbst keine tradionellen Nutznießer der Kohlefirmen sind.

[°Ô(]

Ein Beispiel für ein fotokünstlerisches Projekt ist eine vom Aachener Fotografen Andreas Magdanz 1997 umgesetzte Arbeit:

http://www.andreasmagdanz.de/index.php?id=3006


(Zeitung als Ergebnis und zwei Videoschnipsel zum download)

In der Zeitung wird ein Satellitenbild von Nordrhein-Westfalen aus 800km Höhe gezeigt, in der die Großtagebaue als weiße Flecken deutlich zu erkennen sind. Dabei sind sie während der wenige Jahrzehnte währenden Abbauzeit ja noch klein im Vergleich zur gesamten umgewälzten Landschaft. Jeder von uns kennt Baggerlöcher in Kiesgruben. Doch die von der RWE AG gerissenen Baggerlöcher sind einfach so gewaltig, dass man die Ausmaße nur erfassen kann, wenn man sie sich einmal draußen anschaut.

Weitere künstlerische Projekte von den Fotografinnen Inge Broska und Katja Mummert, dem Zeichner Rolf Kirsch und dem Filmemacher Sebastian Wilke wurden in der Aachener Galerie 'von der Milwe' und der Eschweiler Friedenskirche durch die Galerie Art Engert ausgestellt.

http://www.galerie-von-der-milwe.de/content/akaalt0015/


http://www.galerie-art-engert.de/


http://home.arcor.de/guenter.salentin/garzweiler/pressespiegel/pr
essenotizen/evz_20040904_was_von_otzenrath_uebrig_bleibt.htm


http://home.arcor.de/guenter.salentin/garzweiler/pressespiegel/pr
essenotizen/evz_20040913_bagger_zerreissen_die_alte_heimat.htm


Ein Teil ist auch vor Ort im von Inge Broska selbst bewohnten Hausmuseum Otzenrath auf der Düsseldorfer Straße 21 (mittlerweile abgerissen) zu sehen:
http://mitglied.lycos.de/otzenrath/index.htm


Die Kaarster Künstlerin Rose Köster stellte bis zum 03.11.2006 im Gründerzentrum Stahlwerk Becker in Willich Malereien mit dem Thema Braunkohletagebau aus.
http://salix-art.de/mitglieder/Rose_Koester/home.htm

http://www.wz-newsline.de/sro.php?redid=131157


Innerhalb der fotocommunity ist mir bislang folgendes Bild eines Künstlers aufgefallen:
Energiegewinnung von Edgar Brocher
Energiegewinnung
Von
4.11.04, 11:41
18 Anmerkungen


Vielleicht kann man auch den ARD-Tatort "Schürfwunden" vom 13.02.2005, der in Otzenrath (im Film Schaffrath) gedreht wurde, als künstlerischen Beitrag werten, da er viele Aspekte des Tagebaueinflusses anschneidet.

http://www.tatort-fundus.de/800/T/tat589.html

http://www.coloniamedia.de/produktionen/reihen/tatort/Schuerfwund
en.htm

http://www.wams.de/data/2004/09/05/328245.html


[°Ô(]

Der Tagebau Inden:


Satellitenbild (älterer Stand) von Inden und Altdorf mit dem Tagebau:
http://maps.google.com/maps?ll=50.874120,6.338596&spn=0.05587
8,0.088715&t=k&hl=en


Revierkarte Rheinland:
http://www.debriv.de/pages/grafiken.php?page=255


Weiteres zum Thema Braunkohletagebau im fotohome-Ordner
und in
http://www.fotocommunity.de/info/Braunkohletagebau

Anmerkungen:

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Silber-Distel, 28.01.2005 um 7:06 Uhr

Ein einfaches Bild mit viel Aussagekraft - vor allem, wenn man auch den ausführlichen Kommentar dazu liest...

Liebe Grüße ...Anni



Annie Greiner Adam, 28.01.2005 um 9:10 Uhr

Ja so ist es schon immer gewesen, Widerstand oftmals zwecklos - aber eben nicht immer!
Gut Bild und Text als Einheit!

LG Annie



Renate Bonow, 28.01.2005 um 18:19 Uhr

da kann ich mich meinen beiden vorschreiberinnen nur anschließen
gruß renate



Uta Chlubek, 29.01.2005 um 0:25 Uhr

berührt mich dieses motiv.
hier äußert mal einer seine meinung. sollte mehr davon geben.
lg an Dich v. uta



Franz-Josef Wirtz, 4.12.2006 um 19:00 Uhr

Siehe auch:

Die Seele bleibt hier von K Schultz
Die Seele bleibt hier
Von
3.9.06, 20:17
4 Anmerkungen


letzte worte von -Gudrun-
letzte wortenicht in Diskussion
Von
7.11.06, 0:02
4 Anmerkungen




Franz-Josef Wirtz, 25.12.2006 um 12:42 Uhr


Otzenrath : Meine Version von If Six Was Nine
Otzenrath : Meine Versionnicht in Diskussion
Von
14.2.07, 20:04
11 Anmerkungen

Niemals geht man so ganz ? von Elmar Heinrichs
Niemals geht man so ganz ?
Von
17.12.06, 17:49
5 Anmerkungen






Franz-Josef Wirtz, 10.03.2007 um 10:42 Uhr


Warum....... von Anke Unverzagt
Warum.......
Von
24.10.05, 17:04
24 Anmerkungen





Franz-Josef Wirtz, 4.04.2007 um 16:16 Uhr

Zum Hausmuseum:
Otzenrath : Museum von If Six Was Nine
Otzenrath : Museumnicht in Diskussion
Von
29.12.05, 22:18
5 Anmerkungen




Jetzt:
Hochstraße 39 in Hochneukirch



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